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US-Präsident Biden lässt eine Corona-Impfpflicht für Bundesangestellte prüfen. (Archivbild)
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US-Präsident Biden lässt eine Corona-Impfpflicht für Bundesangestellte prüfen. (Archivbild)

Coronavirus

Corona in den USA: Joe Biden will Impfpflicht für Bundesangestellte

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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US-Präsident Joe Biden sagt Nein zur allgemeinen Impfpflicht - bei Bundesangestellten sieht das aber anders aus. Grund ist die Delta-Variante des Coronavirus.

Washington, D. C. - Joe Biden, der amtierende Präsident der USA, hat sich für eine Impfpflicht für Mitarbeiter der Bundesregierung ausgesprochen. „Das wird zurzeit geprüft“, antwortete Biden auf die Frage einer Journalistin. Von einer solchen Pflicht wären über zwei Millionen Menschen betroffen.

Biden hatte sich zuvor gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht ausgesprochen, für die eigenen Mitarbeiter scheint dieses Nein jedoch nicht zu gelten. Der US-Präsident machte seine Ansichten am Dienstag (27.07.2021) noch einmal deutlich: „Aber falls Sie nicht geimpft sind, dann sind Sie nicht annähernd so intelligent, wie ich dachte“, sagte er bei einem Besuch des Büros der Geheimdienstkoordinatorin (ODNI).

Corona in den USA: Mögliche Gründe für eine Impfpflicht von Bundesangestellten

Mögliche Gründe für eine Impfpflicht von Bundesangestellten gibt es derzeit viele. Zum einen steigen die Infektionszahlen, während gleichzeitig die Anzahl der Impfungen sinkt. Zum anderen verbreitet sich die Delta-Variante des Coronavirus Sars-Cov-2 in den USA zunehmend.

BezeichnungCorona
VirusSars-Cov-2
Varianten/MutantenAlpha, Beta, Delta, Gamma
InfektionskrankheitCovid-19
Quelle: WHO

Obwohl es in den USA eine Fülle an zugelassenen Corona-Impfstoffen und eine große Kampagne gibt, um für die Impfung zu werben, sinkt die Anzahl täglicher Impfungen. Mit dem Stand vom 27.07.2021, 6 Uhr, haben in den USA 188.996.475 Personen ihre erste Impfdosis erhalten. Das sind 56,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Durchgeimpft sind 163.312.474 Menschen, was 49,2 Prozent der US-Bevölkerung entspricht.

Impfungen senken Corona-Übertragungsrate? US-Präsident Biden will Impfkampagne verbessern

Im Nordosten der USA, wo die Impfrate höher ist, herrscht eine vergleichsweise niedrige Übertragungsrate des Coronavirus. In weiten Teilen des Südens sei die Übertragungsrate hingegen um einiges höher. Darüber informiert die US-Landesgesundheitsschutzbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention).

Laut CDC ist die Delta-Variante derzeit für etwa 90 Prozent der Infektionsfälle verantwortlich. Der vorherrschende Konsens unter Forschenden ist, dass die zugelassenen Impfstoffe auch vor den Corona-Varianten einen guten Schutz bieten. Deshalb soll die Impfkampagne in den USA jetzt erneut einen Schubs bekommen. Präsident Biden erklärte, sie müsse „besser werden“. Sein Impfziel, 70 Prozent der Erwachsenen bis zum Nationalfeiertag mindestens einmal geimpft zu haben, wurde verfehlt.

Corona in den USA: Impfpflicht für Bundesangestellte wird „in Erwägung gezogen“

Eine Impfpflicht für die über zwei Millionen Bundesangestellten werde „in Erwägung gezogen“, sagte Biden gegenüber den Geheimdiensten. 2020 beschäftigten die Ministerien und Behörden des Bundes etwa 2,2 Millionen zivile Mitarbeiter:innen. Darüber informierte der wissenschaftliche Dienst des Kongresses.

In manchen Bereichen in den USA gibt es bereits eine Impfpflicht, so etwa für medizinische Mitarbeiter der Krankenhäuser für die früheren Militärangehörigen. Acht Wochen Zeit haben die Ärzte, Zahnärzte, Krankenschwestern und andere medizinische Angestellte, um sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das erklärte das Veteranenministerium am Montag (26.07.2021).

Darüber hinaus gibt es eine neue Verordnung in New York und Kalifornien, die Corona-Impfungen oder Tests für Beschäftigte vorschreibt. Auch eine Maskenpflicht in Innenräumen wurde in vielen Bereichen wieder eingeführt.

Politischen Auswirkungen einer Corona-Impfpflicht für US-Bundesangestellte

Die politischen Auswirkungen einer Impfpflicht für Bundesangestellte könnten verheerend sein: Viele Republikaner:innen dürften sich von Bidens Forderung angegriffen fühlen und die Impfpflicht als Eingriff in die individuelle Freiheit verstehen.

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Impfungen könnten dadurch noch mehr Konfliktpotenzial zwischen Demorat:innen und Republikaner:innen bringen. Gerade kritische oder zögernde Anhänger:innen der republikanischen Partei dürften schwer von einer solchen Pflicht überzeugt werden können. (jey/dpa/afp)

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