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Vier muslimische Männer in den USA ermordet: Polizei nimmt Verdächtigen fest

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Von: Ares Abasi

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Gebetswache im Islamischen Zentrum von New Mexico nach der Verhaftung von Muhammad Syed, einem Verdächtigen bei den jüngsten Morden an muslimischen Männern in Albuquerque.
Gebetswache im Islamischen Zentrum von New Mexico nach der Verhaftung von Muhammad Syed, einem Verdächtigen bei den jüngsten Morden an muslimischen Männern in Albuquerque. © IMAGO/Adolphe Pierre-Louis

In den USA werden vier muslimische Männer ermordet – offenbar aus Hass. Das ganze Land sucht nach dem Täter. Nun wurde ein Mann festgenommen.

Albuquerque – Die Polizei in der US-amerikanischen Stadt Albuquerque im Bundesstaat New Mexico hat nach eigenen Angaben am Montag (08. August) den Hauptverdächtigen im Fall der Ermordung von vier muslimischen Männern festgenommen. Er wird des Mordes an zwei der Männer beschuldigt. In seiner Wohnung wurden nach Angaben der Polizei mehrere Schusswaffen sichergestellt.

Die Polizei arbeitet nach eigenen Angaben mit den Ermittler:innen zusammen, um den gebürtigen Afghanen auch für die beiden anderen Todesfälle anzuklagen. Die Morde ereigneten sich innerhalb der letzten neun Monate. Die letzten drei Morde geschahen in den vergangenen zwei Wochen.

USA: Mehrere muslimische Männer getötet – mutmaßlicher Täter kannte die Opfer

Polizeichef Harold Medina gab den Durchbruch am Dienstag (08. August) bekannt und erklärte, man habe ein mutmaßlich beteiligtes Fahrzeug ausfindig gemacht und den Fahrer festgenommen. Laut dem Nachrichtensender BBC gehen die Ermittler:innen davon aus, dass die Anschläge durch persönliche Konflikte motiviert waren.

Der 51-Jährige sei „in den letzten Jahren“ aus Afghanistan in die USA gekommen, so die Polizei. Drei der Opfer stammten ursprünglich aus Pakistan und besuchten dieselbe Moschee. Die Beamten erklärten, sie seien „ohne Vorwarnung in einen Hinterhalt geraten, beschossen und getötet worden“. Ein vierter Mann, Mohammad Ahmadi, der aus Afghanistan stammt, wurde im vergangenen November getötet.

USA: Polizei geht von „zwischenmenschlichem Konflikt“ als Tatmotiv aus

In einer Pressemitteilung erklärte die Polizei, dass bei der Durchsuchung der Wohnung des mutmaßlichen Täters „die Ermittler Beweise gefunden haben, die zeigen, dass der Täter die Opfer bis zu einem gewissen Grad kannte und ein zwischenmenschlicher Konflikt zu den Schüssen geführt haben könnte“.

In der Pressekonferenz am Dienstag gingen die Strafverfolgungsbehörden jedoch nicht auf Berichte ein, wonach der Verdächtige ein sunnitischer Muslim sei, der die Opfer ins Visier genommen habe, weil er über die Heirat seiner Tochter mit einem schiitischen Muslim verärgert gewesen sei. Hartsock sagte: „Wir wissen nicht genau, ob das das eigentliche Motiv war, ob es Teil eines Motivs war oder ob es ein größeres Bild gibt, das wir übersehen.“

Joe Biden
Joe Biden ist wütend: Ein afghanischer Mann tötet in den USA vier Moslems. © Susan Walsh/AP/dpa

USA: Präsident Biden wütend

Am Montag sagte US-Präsident Joe Biden, er sei „wütend und traurig über die schrecklichen Morde“ und fügte hinzu, dass „diese hasserfüllten Angriffe keinen Platz in Amerika haben“. Die Suche nach dem Verdächtigen hatte sich in den letzten Tagen stetig ausgeweitet, nachdem die Gouverneurin von New Mexico, Michelle Lujan Grisham, angekündigt hatte, zusätzliche Polizeibeamte zur Unterstützung der Ermittler in die Stadt zu schicken.

Mehrere Organisationen hatten erhebliche Belohnungen für Informationen ausgesetzt, die zur Festnahme und Verurteilung eines Verdächtigen führen. Ahmad Assed, ein Sprecher des Islamischen Zentrums von New Mexico, erklärte gegenüber BBC, die Morde seien für die muslimische Gemeinde der Stadt entsetzlich gewesen. (Ares Abasi)

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