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April 21, 2021, Elizabeth City, NC, USA: The scene of Wednesday s, April 21, 2021, police involved shooting at Perry St
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Die Polizei in Elizabeth City (USA) sperrt den Ort, an dem ein Polizist einen Schwarzen erschossen hat, weiträumig ab.

Polizeigewalt in den USA

USA: Erneut unbewaffneter Schwarzer bei Polizeieinsatz erschossen

  • Friederike Meier
    VonFriederike Meier
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Kurz nach Ende des Prozesses um den Tod von George Floyd stirbt ein Schwarzer im Bundesstaat North Carolina in den USA durch Schüsse der Polizei.

Elizabeth City – Nur einen Tag nach dem Schuldspruch gegen den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin im Fall des getöteten Afroamerikaners George Floyd ist in den USA erneut ein Schwarzer bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch (21.04.2021) in der Kleinstadt Elizabeth City im Bundesstaat North Carolina, als Beamte einen Durchsuchungsbefehl ausführten, wie der Sheriff im Bezirk Pasquotank, Tommy Wooten, sagte.

Ebenfalls am Dienstag war der ehemalige Polizist Chauvin im Prozess nach dem Tod von George Floyd in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Die Tötung des unbewaffneten 46-Jährigen vor knapp einem Jahr hatte in den USA zu Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt geführt.

Kurz nach Ende des Prozesses um George Floyd: 40-jähriger Familienvater erschossen

Der Sheriff im Bezirk Pasquotank, Wooten, sagte, bei der Durchsuchung in Elizabeth City sei es um das spätere Opfer, Andrew Brown Junior, gegangen. Er machte allerdings keine genaueren Angaben zum Hergang der Tat oder zum Grund für den Durchsuchungsbefehl gegen Brown. Nach örtlichen Medienberichten soll der unbewaffnete 40-jährige Familienvater während der Durchsuchung in sein Auto gestiegen sein und habe wegfahren wollen. Daraufhin sei geschossen worden, sagten Familienmitglieder demnach.

Der Vorfall wird nun von der zuständigen Behörde des Bundesstaats (SBI) untersucht. Der Beamte, der die Schüsse feuerte, ist bis auf Weiteres beurlaubt, wie Wooten erklärte. Bezirksstaatsanwalt Andrew Womble versprach eine eingehende Untersuchung.

Kurz nach Ende des Prozesses um George Floyd: Polizei erschießt Jugendliche in Ohio

Einen Tag zuvor hatte ein Polizist im Staat Ohio eine 16-jährige Schwarze erschossen, die Videoaufnahmen zufolge mit einem Messer bewaffnet war. Das Mädchen habe andere Menschen angegriffen, erklärte der amtierende Polizeichef der Stadt Columbus, Michael Woods. Die vier tödlichen Schüsse waren nur wenige Minuten vor der Verkündung des Schuldspruches gegen Chauvin gefallen. Das Mädchen, das später als die 15-jährige Ma‘Khia Bryant identifiziert wurde, ist auf dem Filmmaterial zu sehen, wie es sofort zusammenbricht, während ein Mann schreit: „Sie ist nur ein verdammtes Kind, Mann!“

Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jen Psaki, erklärte am Mittwoch im Weißen Haus: „Die Tötung der 16-jährigen Ma‘Khia Bryant durch die Polizei in Columbus ist tragisch. Sie war ein Kind.“ Psaki fügte hinzu, es sei bekannt, dass „Polizeigewalt überproportional Schwarze und Latinos trifft“. Die Regierung setze sich daher für den Kampf gegen strukturellen Rassismus und Vorurteile ein. Zudem werbe das Weiße Haus für dringend benötigte Polizeireformen.

Allein im vergangenen Jahr wurden in den USA nach einer Datenbank der „Washington Post“ 243 Schwarze von der Polizei erschossen. (Friederike Meier, dpa)

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