1. Startseite
  2. Politik

Neues US-Gesetz soll Öffentlichkeit vor „künstlicher Intelligenz schützen“

Erstellt:

Von: Jan-Frederik Wendt

Kommentare

Das „AI Bill of Rights“ des Weißen Hauses soll den Umgang mit KI-Systemen regeln (Symbolfoto).
Das „AI Bill of Rights“ des Weißen Hauses soll den Umgang mit KI-Systemen regeln (Symbolfoto). © Sina Schuldt/dpa

Das „AI Bill of Rights“ des Weißen Hauses soll den Umgang mit KI-Systemen regeln. Der Entwurf hat jedoch mehrere Haken.

Washington - Das Weiße Haus hat einen Entwurf für ein Gesetz zur Regulierung von künstlicher Intelligenz herausgegeben. Das „AI Bill of Rights“ legt „Prinzipien fest, die das Design, die Nutzung und den Einsatz von automatisierten Systemen leiten sollen, um die amerikanische Öffentlichkeit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz zu schützen.“ Das berichtet The Wall Street Journal. Erst vor kurzer Zeit haben Oxford-Forschende vor künstlicher Intelligenz gewarnt.

Konzerne, die mit der Technologie arbeiten, warnen jetzt schon, dass US-Unternehmen durch die Regelungen benachteiligt werden könnten. Die Kritik läuft jedoch ins Leere, denn ausgerechnet private Unternehmen sind von dem Gesetz ausgenommen, schreibt das Fachportal t3n.de.

Künstliche Intelligenz: Entwurf soll schädlichen Auswirkungen vorbeugen

Für den Gesetzesentwurf habe die Regierung der USA mit Unternehmen wie Microsoft und Palantir zusammen gearbeitet. Auch Menschenrechtsgruppen und KI-Ethiker:innen hätten das Regelwerk mitentwickelt. Der Entwurf definiere Grundsätze in den Bereichen Sicherheit, Transparenz und Datenschutz – mit dem Ziel: Schädliche Folgen der künstlichen Intelligenz vorzubeugen oder die negativen Auswirkungen abzumildern. Das Einhalten dieser Grundsätze sei freiwillig. Die Regierung plane keine Durchsetzungs- oder Sanktionsmaßnahmen.

Laut The Wall Street Journal blieben die Richtlinien zurück „hinter der bahnbrechenden Datenschutzverordnung der Europäischen Union“. Wegen der EU hätten globale Tech-Konzerne ihre Art der Datenerfassung ändern müssen. Nun hofften Digital-Rights-Aktivist:innen, dass der neue Entwurf zu einem Gesetz ausgebaut wird, das sich auch durchsetzen lässt. Dennoch sprechen Expert:innen von einem „Aufholen“ der US-Gesetzgebung.

Regierung will Bevölkerung vor künstlicher Intelligenz schützen

Die Leitlinien basierten auf fünf Punkten, um die amerikanische Bevölkerung vor künstlicher Intelligenz zu schützen. Die Bevölkerung solle vor unsicheren und ineffektiven automatisierten Systemen geschützt werden. Zudem solle die Diskriminierung durch Algorithmen verhindert werden. Auch der Schutz vor missbräuchlichen Datenpraktiken stehe auf der Liste. Zudem solle die Bevölkerung die Möglichkeit erhalten, über die Verwendung ihrer Daten selbst zu bestimmen. Weiter sollen US-Bürger über den Einsatz automatisierter Systeme informiert werden. Nutzer:innen sollen die Möglichkeit erhalten, sich von solchen Systemen abmelden zu können.

Die US-Regierung wolle die Bundesbehörden dazu bringen, sich an den Richtlinien zu orientieren. Einige Behörden – wie das Gesundheitsministerium oder das Bildungsministerium – sollen wiederum eigene Leitlinien erstellen, um den Einsatz gefährlicher Algorithmen einzuschränken. (Jan Wendt)

Auch interessant

Kommentare