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U.S. Vice President Mike Pence walks back to his office after greeting staff members outside the West Wing of the White
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Mike Pence: früher Vizepräsident der USA unter Donald Trump, heute umstrittener Buchautor.

Auf Höhepunkt der Pandemie

Mike Pence: Angestellte wollen sein Buch per Petition verhindern

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Mike Pence kommt aus den schlechten Nachrichten nicht raus. Nach einem skandalträchtigen Ski-Urlaub rückt sein geplantes Buch in den Fokus.

Update, 28. April 2021, 13.40 Uhr: Noch mehr Ärger für Mike Pence. Nachdem ein Ski-Urlaub des ehemaligen Vizepräsidenten der USA und die damit einhergehenden Kosten für den Staat die Gemüter erhitzt hatte, steht nun ein geplantes Buch im Zentrum der Kritik.

Dabei geht es weniger um den Inhalt, sondern mehr um den Hintergrund des Autors und das Buch an sich. Mike Pence hatte sich vier Jahre lang mit Donald Trump solidarisiert und war stets ein loyaler Vizepräsident. Diese Tatsache brachte rund 200 Angestellte des Buchverlags „Simon & Schuster“ dazu, eine Petition zu unterschreiben, in dem sie ihren Arbeitgeber aufriefen, den Vertrag mit Pence zu annullieren und das Buch nicht zu veröffentlichen. Man könne „die Trump-Administration nicht als ein normales Kapitel der amerikanischen Geschichte“ darstellen, hieß es in der Petition. Pence habe während seiner Amtszeit Randgruppen diskriminiert und seinen religiös motivierten Kampf gegen Homosexuelle und Transmenschen verfolgt.

Bislang blieb der Verlag allerdings bei seinem Vorhaben. Das Buch von Mike Pence soll wie geplant veröffentlicht werden. Anders erging es - ebenfalls bei „Simon & Schuster“ - Josh Hawley. Das Werk des Trump-Fans und Führer der Republikaner im Repräsentantenhaus wurde nicht veröffentlicht. Der Verlag begründete die Entscheidung mit der Rolle Hawleys während des Sturms auf das Kapitol in Washington DC am 06. Januar 2021.

Mike Pence macht teuren Ski-Urlaub – auf Höhepunkt der Corona-Pandemie

Erstmeldung: Vail, Colorado – Die USA haben die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr kaum in den Griff bekommen. Vor allem mit dem Wintereinbruch sowie den Feierlichkeiten zu Thanksgiving und Weihnachten stieg die Zahl der Neuinfektionen in den meisten der 50 Bundesstaaten deutlich an. Die CDC, eine Behörde des US-Gesundheitsministeriums, warnte die Bevölkerung entsprechend davor, unnötig zu verreisen.

Den damaligen US-Vizepräsidenten haben diese Empfehlungen nicht allzu sehr interessiert. Ende Dezember reiste Mike Pence nach Colorado, in den Skiort Vail. Der Urlaub hat die Steuerzahler:innen wohl Hunderttausende Dollar gekostet.

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Ex-Vizepräsident Mike Pence: Teurer Urlaub am Höhepunkt der Corona-Pandemie

Bereits während seiner Urlaubsreise vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021 musste Mike Pence Kritik einstecken. Als Kopf der Corona-Taskforce im Weißen Haus, die Wochen zuvor eindringlich vor der Gefahr gewarnt hatte, die vom Coronavirus ausgeht, ignorierte er die Richtlinien seines eigenen Teams. Doch Mike Pence war nicht allein vor Ort: Als Vizepräsident der Vereinigten Staaten haben ihn Agenten des Secret Service begleitet – mindestens 48, wie die Anti-Korruptions-Organisation Citizens for Responsibility and Ethics in Washington (CREW) herausgefunden haben will.

Die Agenten verbrachten die Woche in mehreren Luxus-Hotels in der näheren Umgebung von Vail. Kosten: 270.000 Dollar für das Marriott Vail Mountain und weitere 80.000 Dollar für das Ritz Charlton. In derselben Zeit haben sie 77 Autos gemietet. Die Gesamtkosten für den Secret Service auf der Skireise von Mike Pence belaufen sich demnach bei 757.527,85 Dollar.

Zwar sei die Reise nach Colorado „weniger offen korrupt“ als die nach Irland gewesen, die er 2019 im Resort von Donald Trump verbracht hatte, dennoch wirft CREW dem Ex-Vize „schlechtes Urteilsvermögen“ vor.

Donald Trump

Alle Informationen zum 45. US-Präsidenten finden Sie in den Trump-News.

USA: Secret Service muss trotz Corona mit Donald Trump und Mike Pence reisen

Die „Washington Post“ berichtet, dass die Agenten des Secret Service während der Amtszeit von Donald Trump und Mike Pence in großer Sorge über eine Corona-Infektion gewesen seien. Eine Untersuchung hat der von Trump zum Inspector General des Ministeriums für Innere Sicherheit ernannte Joseph Cuffari allerdings abgelehnt.

Die Befunde könnten die Trump-Administration ansonsten in ein schlechtes Licht rücken. Hunderte Agenten im Umfeld des Präsidenten infizierten sich mit Corona oder mussten sich letztes Jahr in Quarantäne begeben – während die Regierung Gesundheitsrichtlinien ignorierte und eine Reise nach der anderen antrat. (Lukas Rogalla)

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