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Alaska: Demokratin Peltola gewinnt gegen Tea-Party-Ikone Palin

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Von: Katja Thorwarth

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Demokratin Peltola (links) konnte sich gegen Republikanerin Palin durchsetzen.
Demokratin Peltola (links) konnte sich gegen Republikanerin Palin durchsetzen. © IMAGO/Loren Holmes

In Alaska tritt die Demokratin Mary Peltola gegen die Republikanerin Sarah Palin an. Erneut entscheidet Peltola die Wahl für sich.

Anchorage/Washington - „Es ist ein guter Tag, um für Alaska zu sein“, twitterte die Demokratin Mary Peltola am 24. November nach ihrem Sieg gegen die Republikanerin Sarah Palin. Peltola konnte sich erneut bei der Abstimmung über einen Kongresssitz gegen die frühere republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin durchgesetzt. Das meldeten am Mittwochabend (Ortszeit) die Sender CNN und ABC auf Grundlage von Stimmauszählungen.

Die 49-jährige Peltola sorgte bereits für viel Aufsehen, als sie bei einer Nachwahl für den Abgeordneten-Sitz im August Palin bezwang. Durch den Tod des langjährigen republikanischen Abgeordneten Don Young war der Sitz freigeworden, was damals zu der außerplanmäßigen Wahl führte.

Midterms: Demokratin Peltola setzt sich gegen Republikanerin Palin durch

Bei den Kongresswahlen vor rund zwei Wochen musste Peltola nun aber noch einmal antreten, weil der Sitz regulär zur Abstimmung stand. Bei den sogenannten Midterms wurde unter anderem das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt. Die große Frage war, ob sich Peltola nur wenige Monate später noch einmal durchsetzen kann - sie trat erneut gegen Palin und den Geschäftsmann Nick Begich an. Weil bei der Auszählung am Wahltag niemand eine absolute Mehrheit erreichte, klärte sich der Wahlausgang nun erst mit Verzögerung.

Peltola ist die erste Frau und die erste Ureinwohnerin, die für Alaska ins Repräsentantenhaus einzog - und war bei der Sonderabstimmung im Sommer die erste Demokratin seit einem halben Jahrhundert, die den Bundesstaat in der Kammer vertritt. Die erneute Niederlage ist hingegen eine herbe Enttäuschung für Palin, die von 2006 bis 2009 Gouverneurin Alaskas gewesen war und die als einstige Ikone der radikal konservativen und populistischen Tea-Party-Bewegung und als Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner einige Bekanntheit erlangt hatte.

An den Mehrheitsverhältnissen im Repräsentantenhaus ändert das Ergebnis in Alaska nichts. Die Republikaner haben dort bei den Midterms eine knappe Mehrheit errungen und werden dort ab Anfang Januar 2023 die Richtung bestimmen. (ktho/dpa)

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