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Attacke aus den eigenen Reihen: QAnon-Frau im Fadenkreuz der extremen Rechten

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Von: Lucas Maier

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In den USA greift die extreme Rechte in den eigenen Reihen an. Ziel ist die QAnon-Abgeordnete Marjorie Taylor Greene.

Washington D.C./Atlanta – Die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene (Georgia) wird von unerwarteter Seite angegriffen. Die QAnon-Anhängerin landet selbst im Kreuzfeuer der extremen Rechten in den USA. Doch warum greift das eigentlich vertraute politische Spektrum die Rechtsaußen-Abgeordnete an?

Für Ali Alexander, Verschwörungstheoretiker und rechtsextremer Aktivist, liegt das Problem in Greenes Unterstützung für den Abgeordneten Kevin McCarthy. „Es ist so seltsam, was zwischen McCarthy und Marjorie Taylor Greene vor sich geht. Es ist vielleicht an der Zeit, dass ich mich einmische“, schreibt der mutmaßliche Mitorganisator der 6. Januar-Ausschreitungen über seinen Telegramm-Channel und weiter, „Ich will McCarthy und MarjorieTaylor Greene nicht zerstören müssen“.

Schlammschlacht in den USA: Wie sich die extreme Rechte in den eigenen Reihen jagt

In einem Kommentar in dem rechtsextremen US-Blatt The Daily Caller hatte sich Greene am Mittwoch (21. Dezember) für die Wahl von McCarthy ausgesprochen. Dabei nahm sie auch die Republikaner aufs Korn. „Die Basis anzulügen ist für mich eine rote Linie, und das ist es, was fünf meiner engsten Kollegen tun, wenn sie behaupten, dass ein Konsenskandidat für den Sprecher des Repräsentantenhauses hervorgehen wird, wenn sie sich gegen Kevin McCarthy stellen“, so Greene im Kommentar.

USA: Extreme Rechte greift QAnon-Abgeordnete an.
USA: Extreme Rechte greift QAnon-Abgeordnete an. (Archivbild) © Carol Guzy/dpa

Kevin McCarthy hatte sich nach dem Sturm auf das Kapitol gegen seinen ehemaligen Verbündete Donald Trump gestellt. Er sprach sich dafür aus, dass Trump Mitschuld an den Ausschreitungen trägt, wie Politico berichtet.

QAnon Abgeordnete im Kreuzfeuer: Verschwörungsideologe glaubt nicht an „jüdische Weltraumlaser“

Am Montag (19. Dezember) distanzierte sich Ali Alexander auf Konferenz von Turning Point USA von Taylor Greene, wie die US-Zeitung The Daily Beast schreibt. Anders als häufig behauptet, glaube er an viele Dinge nicht, an die Greene glaubt, so der Verschwörungstheoretiker. „Ich glaube nicht an russische Weltraumlaser, jüdische Weltraumlaser und all das glaube“, sagte Alexander und trat damit die Fehde gegen Greene los.

Die Angegriffene wies die Attacken von Alexander über Twitter als „Highschool-Drama“ zurück. Doch nicht nur vom „Stop the Steal“-Führer hagelt es Kritik an der Rechtsextremistin.

Keine Klage in den USA: Grenne als „Fälscherin und Lügnerin“ diskreditiert

„Marjorie ist NICHT America First, sondern leider eine Fälscherin und Lügnerin, die Millionen mit der Behauptung gesammelt hat, sie würde Biden anklagen, und jetzt einen Mann als Sprecher unterstützt, der sich weigert, Biden anzuklagen“, sagte der rechtsextreme Radiomoderator Stew Peters gegenüber The Daily Beast am Freitag (23. Dezember).

Aber nicht nur die Unterstützung von McCarthy wird der Republikanerin von der extremen Rechten vorgehalten. Vor ihrer letzten Scheidung soll Greene eine Affäre mit dem „polyamourösen tantrischer Sexguru“ Craig Ivey gehabt haben, wie die britische Zeitung Daily Mail schreibt. Die extreme Rechte nutzt dies, um die 48 Jahre alte Politikerin weiter anzugreifen. So nannte Peters sie gegenüber Daily Beast eine „billige Hure“. (Lucas Maier)

Zuletzt fand das rechtspopulistische „Americafest“ in den USA statt, diesmal ohne Ex-Präsident Donald Trump.

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