+
Polizisten am Tatort in Georgia.

Georgia

USA: Mann erschießt drei Jugendliche in seinem Vorgarten

In Georgia (USA) tötet ein Mann drei Jugendliche. Sie sollen vermummt gewesen sein. 

Im US-Bundesstaat Georgia hat ein Mann drei Jugendliche in seinem Vorgarten erschossen. Nach ersten Ermittlungen hätten die Opfer offenbar einen Raubüberfall geplant, erklärte ein Polizeisprecher in der Stadt Conyers nahe Atlanta am Mittwoch. 

Aktuelles zur Ukraine-Affäre: Die Impeachment-Ermittlungen gegen Donald Trump gehen weiter. Mit Hochspannung wird die Aussage von Gordon Sondland erwartet.

Bei gefühlter Bedrohung ist Töten erlaubt

Damit könnten die tödlichen Schüsse möglicherweise als Notwehr behandelt werden. Georgia ist einer von 27 US-Bundesstaaten, die die Anwendung tödlicher Gewalt erlauben, um damit sich selbst oder andere gegen eine gefühlte Bedrohung zu verteidigen - selbst wenn andere Möglichkeiten wie Flucht oder Sich-Verstecken bestehen. 

Auch interessant: Amtsenthebung von Donald Trump - Warum gerade jetzt?

Nach Polizeiangaben waren die drei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren vermummt, als sie sich am frühen Morgen noch vor der Dämmerung dem Haus des Mannes näherten. Einer der Jugendlichen habe drei Menschen, die gerade im Vorgarten waren, mit einer Waffe bedroht und auf sie geschossen. Daraufhin habe der Mann zurückgeschossen. 

"Black Lives Matter"-Bewegung gegen Rassismus

Laut Polizei wurden die drei mutmaßlichen Räuber tödlich getroffen, die Hausbewohner seien dagegen unverletzt geblieben. Ein als "Stand your Ground" bekanntes Gesetz räumt Menschen in 27 US-Bundesstaaten ein sehr weitreichendes Recht zur Selbstverteidigung ein. 

2012 erregte ein Fall im Bundesstaat Florida Aufsehen, in dem ein Mann einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen erschossen hatte, weil er sich von diesem angeblich bedroht gefühlt hatte. Der Fall trug zur Entstehung der "Black Lives Matter"-Bewegung gegen Rassismus bei. In dem aktuellen Fall in Conyers waren zwei der Jugendlichen Afroamerikaner, der dritte hatte lateinamerikanische Wurzeln. (afp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion