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Nach Unruhen im Kapitol

Alexandria Ocasio-Cortez attackiert Ted Cruz: „Ihretwegen wäre ich beinahe ermordet worden“

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez fordert den Rücktritt des Senators Ted Cruz. Für die Ausschreitungen im Kapitol macht sie auch ihn verantwortlich.

  • Nach den Ausschreitungen im Kapitol stehen viele Republikaner:innen noch immer an der Seite von Donald Trump.
  • Aufgrund von Morddrohungen gegen Alexandria Ocasio-Cortez fordert die Demokratin Konsequenzen für Trump-treue Republikaner.
  • In der Affäre um Robinhood und die Gamestop-Aktie lehnt AOC Hilfe von Senator Ted Cruz ab.

Washington D.C. – Drei Wochen nach den Ausschreitungen im Kapitol ist die Lage in den USA weiterhin angespannt. Politische Gegner:innen von Donald Trump sollen um ihr Leben gefürchtet haben, als dessen radikale Anhängerschaft in den Sitz der Legislative eindrang. Noch immer bleiben viele republikanische Abgeordnete dem ehemaligen US-Präsidenten treu, so auch Ted Cruz. Er scheint mit der Sache abgeschlossen zu haben und bietet der Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez seine Mitarbeit an. Sie lehnt ab – und erinnert den Senator an die verheerenden Ereignisse.

AOC lehnt Angebot von Ted Cruz ab: „Haben mich fast ermorden lassen“

Die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez fordert eine Anhörung des Finanzdienstleisters Robinhood. Das Unternehmen soll den Handel von Gamestop-Aktien eingeschränkt und Kleinanlegende gegenüber Hedgefonds benachteiligt haben.

„Das ist inakzeptabel“, äußert sich „AOC“ per Twitter. „Wir müssen mehr über die Entscheidung von Robinhood erfahren, den Aktien-Erwerb von Privatanlegern zu blockieren während Hedgefonds in der Lage sind, mit der Aktie zu handeln, wie sie wollen.“ AOC sei auch für eine parteiübergreifende Zusammenarbeit mit den Republikanern offen. „Stimme voll und ganz zu“, antwortet Ted Cruz, der den Bundesstaat Texas seit 2013 im Senat vertritt.

Alexandria Ocasio-Cortez.

AOC fordert Anhörung von Robinhood und lehnt Hilfe von Ted Cruz ab

AOC weist das Angebot allerdings entschieden zurück und nimmt sich Ted Cruz vor: „Ich gehe gerne mit Republikanern zusammen dieses Problem an, wo es Gemeinsamkeiten gibt“, teilte Ocasio-Cortez über Twitter mit. „Aber Ihretwegen wäre ich vor drei Wochen fast ermordet worden, also können Sie dieses Mal außen vor bleiben. Ich arbeite gerne mit fast allen der GOP zusammen, die nicht versuchen, mich umbringen zu lassen. Wenn sie in der Zwischenzeit helfen möchten, können Sie zurücktreten.“

„Während Sie darüber reden, die Sache ‚hinter sich zu lassen‘, hat ein weiterer Beamter der Kapitol-Polizei in den noch immer wütenden Nachwirkungen der Attacken, bei denen Sie eine Rolle gespielt haben, sein Leben verloren“, fügte AOC hinzu. „Das ist kein Witz. Wir brauchen Rechenschaft, und das schließt einen neuen Senator aus Texas mit ein.“ Ted Cruz habe sich „noch nicht einmal für die ernsthaften physischen und mentalen Schäden“ von Kapitol-Polizisten, Aufsichtspersonal und Kollegen im Kongress, zu denen er beigetragen haben soll, entschuldigt.

Ted Cruz bietet AOC Unterstützung an: Demokratin weist Senator nach Kapitol-Unruhen zurecht

Ted Cruz ist einer von 147 Republikaner:innen im Repräsentantenhaus und im Senat, die gegen die Bestätigung von Joe Bidens Sieg in der US-Wahl stimmten – auch nach den Unruhen im Kapitol am 6. Januar, bei denen fünf Leute ums Leben gekommen waren. Mindestens eine Person, die im Zuge der Ermittlungen verhaftet wurde, hatte im Internet dazu aufgerufen, AOC umbringen zu lassen, wie Gerichtsdokumente zeigen.

Erst vor einer Woche erntete Ted Cruz auf Twitter Hohn und Spott. Weil Joe Biden die Rückkehr der USA ins Pariser Klimaabkommen angekündigt hatte, unterstellte Cruz dem US-Präsidenten, mehr daran interessiert zu sein, die Bürger von Paris zu vertreten als die von Pittsburgh. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © afp/Michael M. Santiago

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