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„Wir werden sehen“: Trump weicht auf Frage nach McCarthy aus

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Von: Nail Akkoyun

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Einst sprach er sich für Kevin McCarthy als Sprecher des Repräsentantenhauses aus, nun will Donald Trump davon nichts mehr wissen. Man müsse abwarten.

Palm Beach/Washington, D.C. – Selbst im dritten Wahlgang ist es dem Republikaner Kevin McCarthy nicht gelungen, sich von seinen Parteikolleg:innen als Sprecher des US-Repräsentantenhauses wählen zu lassen. Der als moderat geltende Republikaner ist den Hardlinern nicht rechts genug – und ob Präsidentschaftskandidat Donald Trump ihn unterstützt, ist aktuell unklar.

Einer entsprechenden Frage wich Trump am Dienstag (3. Januar) nämlich aus, als Reporter:innen von NBC News wissen wollten, ob er hinter McCarthy stehe. Zu diesem Zeitpunkt gab es für den gebürtigen Kalifornier erst eine einzige Wahlschlappe, ehe sich bis zum Mittwoch (4. Januar) zwei weitere dazugesellten. „Wir werden sehen, was passiert“, sagte Trump bezüglich McCarthys Kandidatur in einem Telefongespräch.

„Alle rufen mich an und wollen meine Unterstützung“, fügte der frühere US-Präsident hinzu. „Das ist alles, was ich sagen kann. Aber wir werden sehen, was passiert. Wir werden sehen, wie sich das alles entwickelt.“

Donald Trump begrüßt die Menschen bei seiner Ankunft zu einer Neujahrsveranstaltung in seinem Anwesen Mar-a-Lago am 31. Dezember 2022 in Palm Beach, Florida.
Donald Trump begrüßt die Menschen bei seiner Ankunft zu einer Neujahrsveranstaltung in seinem Anwesen Mar-a-Lago am 31. Dezember 2022 in Palm Beach, Florida. © Joe Raedle/AFP

Fehlende Unterstützung für McCarthy: Trump-Gefolgsleute wollen Jim Jordan

Noch im Juni 2022 hatte Donald Trump dem ehemaligen Minderheitenführer McCarthy seine Unterstützung ausgesprochen – ausreichend enge Verbündete von Trump überzeugte das jedoch nicht. Unter anderem stimmte der Abgeordnete Matt Gaetz aus Florida am Dienstag gegen Kevin McCarthy. Stattdessen gab er seine Stimme dem Parteikollegen Jim Jordan aus Ohio. Letzterer wiederholte in der Vergangenheit mehrfach die Behauptung, die US-Wahl 2020 sei manipuliert gewesen.

„Trump weiß, dass McCarthy es nicht schaffen kann“, twitterte Gaetz als Reaktion auf Trumps Kommentare gegenüber NBC. Darüber hinaus schrieb er auf Twitter, dass McCarthy „nur eine Marionette des Establishments“ sei. Colorado-Abgeordnete Lauren Boebert, ebenfalls glühende Verfechterin von Donald Trump, stimmte laut eigener Aussage ebenfalls für Jordan.

Die Republikaner im Repräsentantenhaus verfügen im 118. Kongress mit 222 Sitzen nur über eine knappe Mehrheit – lediglich vier mehr als die 218 Stimmen, die für die Wahl zum Sprecher erforderlich sind. Die Demokraten im Repräsentantenhaus hielten bei allen drei Abstimmungen zusammen und unterstützten den New Yorker Abgeordneten Hakeem Jeffries bei der Wahl des Sprechers. (nak)

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