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US-Politik

Sturm aufs Kapitol in den USA: Schockierendes neues Video zeigt Gewalt gegen Einsatzkräfte

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Ein kürzlich veröffentlichtes Video aus den Reihen der Einsatzkräfte beim Kapitol-Sturm im Januar 2021 belastet einen Ex-Polizisten schwer.

Washington D.C. – Weil er beim Sturm auf das Kapitol mutmaßlich mit einer Eisenstange auf Einsatzkräfte losging, muss sich ein 54-jähriger Ex-Beamter der New Yorker Polizei nun vor Gericht verantworten. Das Justizministerium veröffentlichte am Donnerstag ein Video der Szene, die die Aufnahmen aus Sicht der Einsatzkräfte zeigt, die am 6. Januar für die Verteidigung des Kapitols im Einsatz waren. Am Tag, als das US-Parlament den Wahlsieg von Joe Biden als neuer Präsident der USA bestätigen sollte, stürmten Hunderte Fans des abgewählten Präsidenten Donald Trump das Kapitol in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten.

Der nur 56 Sekunden lange Ausschnitt einer Bodycam-Aufnahme aus den Reihen der Einsatzkräfte zeigt den ehemaligen Soldaten der US-Marines, der nach seinem Einsatz zur New Yorker Polizei ging und laut Berichten der Washington Post inzwischen im Vorruhestand ist, wie er erst aus der Menge heraus Sicherheitsleute beschimpft und dann gewalttätig wird. Erst versucht er die Einsatzkräfte mit einem gezielten Hieb mit einem Absperrgitter zu Fall zu bringen, dann schlägt er mit einer Metallstange auf das Sicherheitspersonal ein und schubst mehrere der Kräfte sogar zu Boden, bevor er festgenommen wird.

Beim gewalttätigen Sturm auf das Kapitol im Januar kamen fünf Menschen ums Leben.

500 Gerichtsverfahren gegen Trump-Fans nach Angriff auf US-Parlament in Washington

Das Video zeigt nur einen von zahlreichen brutalen Vorfällen beim Überfall auf das Kapitol, bei dem Hunderte Unterstützer:innen des damaligen US-Präsidenten Donald Trump nach einer vom Trump-Team mitorganisierten Protest-Veranstaltung die Absperrungen vorm US-Parlament in Washington D.C. überwanden und das Kapitol stürmten. Fünf Menschen kamen bei den Attacken ums Leben: ein Polizist sowie vier der Angreifer:innen. Ein weiterer Polizist, der die Geschehnisse im Parlament erlebte, beging nur wenige Stunden nach dem Angriff auf das Kapitol Selbstmord.

Der neue Einblick in die Geschehnisse vorm US-Kapitol am 6. Januar 2021 wurde zunächst vom Nachrichtensender CNN veröffentlicht, nachdem mehrere Medienhäuser für die Herausgabe von Videobeweisen aus laufenden Gerichtsverfahren gegen die Kapitol-Angreifer:innen geklagt hatten. Gegen fast 500 Beteiligte an den Geschehnissen beim Kapitol-Sturm wurden Verfahren eingeleitet.

Nach Sturm auf das Kapitol in Washington: Republikaner blockieren Untersuchung

Auch der im Video gezeigte ehemalige Polizist steht derzeit wegen Angriffs auf die Staatsgewalt, zivilem Ungehorsam und bewaffnetem Landfriedensbruch vor Gericht. Er selbst besteht auf seine Unschuld und erklärt den Angriff als Reaktion auf einen Angriff durch einen Polizisten. Der ist laut Staatsanwaltschaft allerdings im Beweismaterial nicht zu sehen. „Wir sehen in dem Video etwas was ich als blanke Wut bezeichnen würde“, zitiert die Washington Post US-Staatsanwalt Benjamin Gianforti.

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Aufgrund der Vorfälle am 6. Januar hatte das Abgeordnetenhaus ein Impeachment-Verfahren gegen den damaligen Noch-Präsidenten Trump eingeleitet, das an einer Senats-Mehrheit scheiterte. Eine geplantes Aufklärungsgremium zu den Geschehnissen wurde im Mai von einer Mehrheit der republikanischen Abgeordneten blockiert. (Sandra Kathe)

Rubriklistenbild: © Joseph Prezioso/AFP

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