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Coronavirus

Corona-Impfstoff: Joe Biden schiebt Kampf gegen die Pandemie an

  • Alexander Seipp
    vonAlexander Seipp
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Die USA unter Präsident Joe Biden wollen 500 Millionen Dosen mit Impfstoff gegen das Coronavirus an arme Länder spenden. Auch andere Länder sollen mitmachen.

Washington – In den westlichen Ländern vermelden die Impfkampagnen jeden Tag neue Rekorde. Ärmere Länder kommen jedoch noch immer nicht von der Stelle. Der Grund: Noch immer sind die Impfstoffe gegen das Coronavirus knapp und die reichen Länder, in denen sie meistens produziert werden, behalten sie oft für sich. Damit jedoch auch in den ärmeren Ländern mit dem Impfen begonnen werden kann, hat US-Präsident Joe Biden angekündigt, 500 Millionen Dosen mit Impfstoff spenden zu wollen.

Wie das Weiße Haus mitteilt, plant die US-Regierung, 500 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer zu kaufen und diese über die Covax-Initiative an ärmere Länder zu verteilen. 200 Millionen Dosen sollen noch bis Ende dieses Jahres geliefert werden, der Rest wird Juni 2022 erwartet. Laut der US-Regierung ist dies die „größte jemals getätigte Anschaffung und Spende von Impfstoffen durch ein einzelnes Land“. Sie solle dabei helfen „den globalen Kampf gegen die Pandemie zu verstärken.“ Auch die EU hatte bereits beim Weltgesundheitsgipfel in Rom Ende Mai zugesagt, bis Ende 221 mindestens 100 Millionen Dosen mit Impfstoff an die ärmeren Länder zu spenden

Joe Biden: USA wollen sichere und wirksame Impfstoffe gegen Corona in ärmere Länder bringen

Biden kündigte an, er werde „die Demokratien der Welt dazu aufrufen, ihren Teil zur globalen Versorgung mit sicheren und wirksamen Impfstoffen beizutragen.“ Auch eine globale Impfstoffstrategie will Joe Biden bald ankündigen, bestätigte er. Die Hersteller Biontech und Pfizer bestätigten das Vorhaben der amerikanischen Regierung. Sie sollen an „92 Länder mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen“ verteilt werden. Dazu zählen auch alle 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union.

US-Präsident Joe Biden hat angekündigt, dass die USA 500 Millionen Dosen mit Impfstoff für ärmere Länder bereitstellen wollen.

Die Entwicklungshilfeorganisation One begrüßte die Ankündigung des US-Präsidenten und forderte auch die anderen Staaten auf, die derzeit am G7-Gipfel in Großbritannien teilnehmen, ebenfalls Impfstoffdosen bereitzustellen. Die Interims-Direktorin von One Deutschland, Karoline Lerche, sagte: „Die anderen G7-Länder müssen an diesem Wochenende nachziehen, auch Deutschland.“ Berlin habe zwar 30 Millionen Impfdosen versprochen, dies sei „ein sehr guter Start“, aber nicht ausreichend, so Lerche. Die Organisation kritisiert, dass sich die Reichen Länder offenbar mehr als 2,5 Milliarden mehr Dosen mit Impfstoff gesichert haben, als sie eigentlich benötigen. Spätestens ab August, so vermutet One, werde das Angebot an Impfstoff die Nachfrage in den G7-Ländern übersteigen.

Corona: USA unter Joe Biden standen wegen Einlagerung von Beständen von Impfstoff in Kritik

Besonders die USA waren zuletzt immer wieder für ihr Vorgehen kritisiert worden. Die Regierung hat riesige Bestände an ungenutzten Impfstoffen eingelagert. Laut der Regierung als Vorsichtsmaßnahme. Mittlerweile haben 64 Prozent der Erwachsenen in den USA zumindest eine Impfung bekommen, US-Virologe Anthony Fauci warnte jedoch vor den Auswirkungen der Delta-Mutante in den USA.

Um die Produktion von Impfstoff gegen das Coronavirus zu beschleunigen, hatten viele Politiker eine Aussetzung der Patente gefordert. EU-Ratspräsident Charles Michel geht davon aus, dass das Thema auch beim G7-Gipfel in Cornwall auf der Tagesordnung stehen wird. Eine Patentaussetzung sei jedoch „keine Wunderwaffe“ sagte er. Die US-Regierung plant offenbar einen ähnlichen Schritt. Die deutsche Bundesregierung setzt indes eher auf eine freiwillige Lizenz-Vergabe durch die Unternehmen. Eine Patent-Freigabe lehnt die Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel ab. (als mit afp)

Rubriklistenbild: © Phil Noble/dpa

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