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Nach Ärger mit den Republikanern: Joe Biden hält Ansprache zur „Rettung der Demokratie“

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Von: Nail Akkoyun

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US-Präsident Joe Biden während einer Rede in Wilkes-Barre, Pennsylvania am 30. August.
US-Präsident Joe Biden während einer Rede in Wilkes-Barre, Pennsylvania am 30. August. © Aimee Dilger/Imago

Während die Republikanische Partei tobt, will Joe Biden das Wort an die Nation richten. Dabei will der US-Präsident kein Blatt vor den Mund nehmen.

Washington D.C. – US-Präsident Joe Biden wird am Donnerstag (1. September) in Philadelphia eine Rede über „den anhaltenden Kampf um die Seele der Nation“ halten. Dies teilte das Weiße Haus mit. Darin werde Biden erörtern, wie das Ansehen der USA in der Welt sowie die eigene Demokratie auf dem Spiel stünden. Der Präsident wird damit die Wähler:innen rund zwei Monate vor den wichtigen Midterms 2022 adressieren, bei denen die Demokratische Partei versucht, den Kongress zu halten.

Der Ort der Ansprache spielt ebenfalls eine bestimmte Rolle: Biden wird vor der Independence Hall sprechen, in der im Jahr 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde. Dort hielt der damalige Präsident Abraham Lincoln 1861 ebenfalls eine Rede, kurz bevor es zum US-amerikanischen Bürgerkrieg kam, der vier Jahre andauerte. Darüber hinaus stammt Joe Biden aus dem Staat Pennsylvania.

Washington zufolge werde das US-Staatsoberhaupt „über die Fortschritte sprechen“, die man als Nation „beim Schutz unserer Demokratie gemacht“ habe. Jedoch werde auch thematisiert, „dass unsere Rechte und Freiheiten immer noch angegriffen werden“. Dabei soll deutlich gemacht „wer für diese Rechte, für diese Freiheiten und für unsere Demokratie kämpft“ – und wer nicht.

USA: Republikaner:innen wüten über Joe Bidens „Halbfaschisten“-Kommentar

Die Rede wurde am Montag (29. August) angekündigt, nachdem sich Republikaner:innen über Bidens jüngste Darstellung von Donald Trump und seinen Anhänger:innen als „Halbfaschisten“ beschwerten. Der Kommentar richtete sich unter anderem an jene, die sich bis heute weigern, das Wahlergebnis von 2020 zu akzeptieren. Trump selbst forderte erst wieder Neuwahlen, sodass er wieder zum Präsidenten gemacht werden könnte.

„Die Tatsache, dass der Präsident die Hälfte der Amerikaner beleidigt [und] tatsächlich die Hälfte der Amerikaner als Halbfaschisten bezeichnet, ist ein Versuch, Kontroversen zu schüren. Er versucht, diese antirepublikanische Stimmung kurz vor der Wahl zu schüren. Das ist furchtbar unangebracht“, sagte Chris Sununu, republikanischer Gouverneur von New Hampshire, im Gespräch mit CNN.

Wie dailybeast.com berichtet, relativierte Joe Biden seine Aussage später zumindest teilweise. „Ich respektiere konservative Republikaner. Ich respektiere diese MAGA-Republikaner nicht […], es gibt nicht mehr viele echte Republikaner“, soll der Präsident auf einer Veranstaltung der Demokratischen Partei gesagt haben. (nak)

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