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US-Präsident Joe Biden (r.) geht mit seinem Sohn Hunter Biden (l.) und dessen Sohn Beau an Bord der Air Force One auf der Joint Base Andrews, Maryland, 26. März 2021,
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US-Präsident Joe Biden (r.) und dessen Sohn Hunter Biden (l.), der seinen eigenen Sohn, Beau, auf dem Arm trägt. (Archivbild)

USA

Korruption durch die Hintertür? Joe Bidens Sohn Hunter bringt Weißes Haus in Erklärungsnot

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Weil sein Sohn Hunter sein Hobby zu Geld machen will, sieht sich US-Präsident Joe Biden unangenehmen Fragen gegenüber. Seine Sprecherin versucht zu kontern.

Washington, D.C. – Natürlich ist das, was Hunter Biden in der Georges-Berges-Gallerie in New York ausstellt, nicht bloß Kunst. Die Gemälde haben nebenbei auch einen zeithistorischen Wert. Im Medienkosmos der Vereinigten Staaten nimmt der oder die Präsident:in eine so prominente Rolle ein, wird so intensiv beobachtet, dass auch die Aktivitäten seiner oder ihrer Verwandten immer wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Auch dann, wenn diese gar kein Regierungsamt innehaben.

Dieser Tage bringt Hunter Biden, der zweite Sohn von US-Präsident Joe Biden, die Kommunikationsabteilung des Weißen Hauses in Bedrägnis. Hunter Biden ist Geschäftsmann, Anwalt und nebenher auch künstlerisch tätig. Was auf seinem Lebenslauf höchstens Erwähnung als Hobby finden würde, ist tatsächlich aber recht erträglich. Denn Hunter Bidens Gemälde hängen jetzt in besagter Gallerie und sind käuflich. Knapp eine halbe Million US-Dollar könnten die Werke Medienberichten zufolge einbringen.

Hunter Biden verkauft seine Kunst – und bringt damit das Weiße Haus in die Bredouille

Ist damit am Ende auch Joe Biden selbst käuflich? Davor warnen Kritiker:innen. Wer Kunst von dessen Sohn ersteht, könnte sich damit einen sprichwörtlichen Hintereingang zum Ohr des Präsidenten sichern und politischen Einfluss geltend machen, heißt es.

Das Weiße Haus hatte darauf bereits reagiert. Am 9. Juli kündigte die Präsidentensprecherin Jen Psaki an, mit „angemessenen Sicherheitsvorkehrungen“ die Möglichkeiten für Korruption zu schmälern. Der Verkauf der Werke soll durch den Galeristen erfolgen, der die Namen möglicher Käufer:innen nicht an Hunter Biden weitergeben solle.

Darauf hingewiesen, dass potenzielle Käufer:innen persönlich bei Hunter Biden vorstellig werden könnten, wies Psaki am Freitag (24.07.2021) auf Nachfragen lediglich erneut auf die vereinbarte Regel hin.

Korrpuptionsgelegenheit für Kunst-Fans? Hunter Bidens Hobby wirft Fragen auf

Die Warnungen sind nicht ganz unbegründet. Zu Beginn der Präsidentschaft von Donald Trump lief es nämlich ähnlich – nur eben anders herum. Die Regierung selbst missbrauchte ihre mediale Macht, um die Werbetrommel zu rühren für Produkte, die Ivanka Trump vertrieb.

Anfang 2017 trat Donald Trumps damalige oberste Beraterin Kellyanne Conway vor die Presse. „Kauft Ivankas Sachen“, rief sie in Richtung Kamera, um anzufügen, sie hole sich heute selbst „etwas.“ Kurz zuvor hatte Donald Trump via Twitter eine Kaufhauskette gescholten, weil sie die Modemarke seiner ersten Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen hatte. (mp)

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