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Geheime Dokumente in Bidens Büro entdeckt - Skandal erinnert an Trump

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Von: Johanna Soll

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Ein Dokumentenfund ist für Joe Biden heikel, weil Donald Trump in einem ähnlichen Fall für einen Skandal gesorgt hatte. Trumps Kritik ließ nicht lange auf sich warten.

Washington, D.C. – In einem privaten Büro von US-Präsident Joe Biden sind geheime Regierungsdokumente aus dessen Zeit als Vizepräsident entdeckt worden. Die Dokumente seien beim Ausräumen von Bidens Büroräumen im Penn Biden Center for Diplomacy and Global Engagement in der US-Hauptstadt Washington DC im November gefunden worden, wie das Weiße Haus am Montagabend (9. Januar, Ortszeit) mitteilte. Das Zentrum gehört zur University of Pennsylvania. Biden habe die Büroräume in dem Zentrum nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Vizepräsidenten 2017 bis etwa 2020 genutzt, hieß es weiter.

Dem Weißen Haus zufolge sind die Dokumente in einem verschlossenen Schrank entdeckt worden, als die persönlichen Anwälte Bidens mit der Räumung des Büros begannen. Die Unterlagen seien umgehend dem Nationalarchiv übergeben worden. Die Dokumente seien nicht Gegenstand einer früheren Anfrage oder Untersuchung des Archivs gewesen. Die persönlichen Anwälte Bidens würden nun mit dem Nationalarchiv und dem Justizministerium zusammenarbeiten.

US-Präsident Joe Biden
US-Präsident Joe Biden © Patrick Semansky/dpa

Der Demokrat Biden war von 2009 bis 2017 Vizepräsident unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama. Dem Sender CNN zufolge handelt es sich bei den nun gefundenen Unterlagen etwa um ein Dutzend Dokumente, darunter auch Papiere mit höchster Geheimhaltungsstufe. Es blieb offen, welchen Inhalt die Unterlagen hatten und inwieweit Biden wusste, dass diese in dem Schrank lagen.

Geheimdokumente bei Biden gefunden – gefundenes Fressen für Republikaner

Gegen Ex-Präsident Donald Trump laufen Untersuchungen wegen der Mitnahme geheimer Regierungsdokumente in sein privates Anwesen Mar-a-Lago nach dem Auszug aus dem Weißen Haus. Trump könnte sich damit strafbar gemacht haben. Die Bundespolizei FBI hatte das Anwesen in Florida im August durchsucht und diverse Verschlusssachen beschlagnahmt, einige mit höchster Geheimhaltungsstufe. Noch ist offen, ob Trump am Ende deswegen angeklagt wird. Der Fall hatte im Sommer für riesiges Aufsehen in den USA gesorgt – mittlerweile beschäftigt sich der Sonderermittler Jack Smith damit. Trump tut das Ganze immer wieder als „politische Hexenjagd“ ab. Biden bezeichnete Trumps Verhalten in dem Fall als „unverantwortlich“.

Für Trump und die Republikaner ist der Fund in Bidens Büro ein gefundenes Fressen. „Wann wird das FBI eine Razzia in den vielen Wohnungen von Joe Biden durchführen, vielleicht sogar im Weißen Haus?“, schrieb Trump auf der von ihm mitgegründeten Online-Plattform Truth Social. Die Republikaner stellten auch den Zeitpunkt des Dokumentenfundes infrage. „Oh wirklich? Die haben das erst jetzt nach all den Jahren gefunden?“, zitierte der Sender CNN den frisch gewählten Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy. (jso/dpa)

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