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Reaktion auf Antrittsrede

„Krieg gegen weiße Vorherrschaft“ - Fox-News Moderator fühlt sich von Joe Biden angegriffen

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Tucker Carlson von Fox News unterstützt Joe Biden in seinem Wunsch, die USA zu vereinen. Jedoch macht sich der Konservative wegen einer Ankündigung des US-Präsidenten Sorgen.

  • Als neuer Präsident der USA will Joe Biden unter anderem gegen „weiße Vorherrschaft“ vorgehen.
  • Tucker Carlson von Fox News ist hinsichtlich der Pläne von Joe Biden misstrauisch.
  • Tucker Carlson fordert von Joe Biden eine klare Defintion des Begriffs.

New York – Joe Biden hat sein Amt als 46. Präsident der USA aufgenommen. Nicht zuletzt nach den Ausschreitungen im Kapitol sei Einigkeit im Land besonders wichtig. Eine geeinte Nation könne so viel erreichen, sagte der Demokrat bei seiner Antrittsrede am Mittwoch (20.01.2021).

Richtig so, findet auch Tucker Carlson von „Fox News“. Die Vereinigten Staaten von Amerika zu vereinen sei genau das, was die Nation brauche. „Keine anständige Person lehnt das ab“ und es gebe überhaupt keine andere Wahl, sagt der konservative politische Kommentator in seiner Show „Tucker Carlson Tonight“. „Wenn Joe Biden Einigkeit in dieses Land bringen kann, werden Sie ein wahrlich guter Präsident sein.“

Allerdings äußert Tucker Carlson starkes Misstrauen. Während Joe Biden und die Demokratische Partei Einigkeit predigen, würden sie das „halbe Land verteufeln“. Insbesondere Bidens „Krieg“ gegen „weiße Vorherrschaft“ („white supremacy“) sei besorgniserregend, findet eins der Aushängeschilder von Fox News.

Fox News: Kommentator Tucker Carlson fürchtet sich vor einem Krieg Joe Bidens gegen „weiße Vorherrschaft“.

Fox News: Tucker Carlson wegen Äußerungen von Joe Biden besorgt

Joe Biden hatte am Mittwoch verkündet, „politischen Extremismus, weiße Vorherrschaft und inländischen Terrorismus“ zu „konfrontieren“ und zu „besiegen“. Tucker Carlson bezieht sich auf dieses ausschlaggebende Zitat sowie einen Fernsehbericht des liberalen Senders MSNBC, in dem von einer „inländischen Sicherheitskrise“ die Rede ist. Eine „Kriegserklärung gegen weiße Vorherrschaft“ – an sich nichts Besonderes, behauptet der Kommentator von Fox News. Denn nicht viele US-Amerikaner würden diese rassistische Ideologie unterstüzten. Die meisten Leute würden es sogar „widerlich“ finden.

„Doch was ist das überhaupt genau? Jetzt, wo wir einen Krieg gegen ‚white supremacists‘ führen, kann mir jemand in deutlicher Sprache erklären, was ein ‚white supremacist‘ ist?“ Als Oberbefehlshaber des größten Militärs und der größten Strafverfolgungsbehörden der Welt müsse Joe Biden präzise darlegen, wem genau er den Krieg erklärt habe, so Tucker Carlson. „Wir haben ein Recht darauf, das zu wissen. Unschuldige Leute könnten in diesem Krieg verletzt werden, das werden sie normalerweise. Es könnte in diesem Krieg zu Kollateralschaden kommen und die Opfer werden Amerikaner sein.“

Fox News: Tucker Carlson fürchtet sich vor „Krieg“ durch Joe Biden und Demokraten

Die vielen Definitionen des Begriffs würden viel zu viel Spielraum erlauben. So habe der afroamerikanische NFL-Spieler und Aktivist Colin Kaepernick behauptet, dass der US-amerikanische Nationalfeiertag am 4. Juli eine „Feier weißen Vorherrschaft“ sei. Das Nachrichtenportal „Bloomberg News“ soll die geplante Mauer an der US-Grenze zu Mexiko als „Monument weißer Vorherrschaft“ bezeichnet haben. Tucker Carlson führt weitere Beispiele an und sieht sich selbst als mögliches Opfer des Kriegs, den Joe Biden führe.

Tucker Carlson beruft sich auf eine Art Handbuch des US-Militärs. Demnach sei es ein Zeichen von Verfechtern „weißer Vorherrschaft“, nicht daran zu glauben, als Weißer über Privilegien zu verfügen. „Sagen wir, man ist weiß, aber arm. Und man hat Probleme zu akzeptieren, dass man von so etwas wie strukturellen Vorteilen profitiert. Man hält besser die Klappe.“ Seine jungen Kollegen bei Fox News seien darüber „schockiert und entsetzt“, dass manche Leute Tucker Carlson als Verfechter „weißer Vorherrschaft“ ansehen.

US-Präsident Joe Biden: Fox-News-Kommentator befürchtet „Krieg gegen weiße Vorherrschaft“

In den letzten Jahren fiel Tucker Carlson aufgrund diverser Bemerkungen häufig negativ auf. So hatte er vor zwei Jahren behauptet, dass Immigranten die USA „schmutziger machen“ würden. Struktureller Rassismus, von der Bewegung „Black Lives Matter“ scharf kritisiert, sei im Land überhaupt nicht existent und „weiße Vorherrschaft“ sei eine „Täuschung“. Ein Kollege bei Fox News hatte hingegen behauptet, dass Tucker Carlson und weitere Persönlichkeiten des Senders eine „Weiße-Vorherrschafts-Zelle“ in der größten Fernsehanstalt der Nation erschaffen hätten. Vor der Kamera sowie hinter den Kulissen von Fox News sei der Rassismus eklatant.

Rubriklistenbild: © Screenshot Fox News

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