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Spannungen

USA schicken B-52-Bomber über den Persischen Golf: Machtdemonstration gegen den Iran

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Im Zuge der Spannungen zwischen beiden Ländern fliegen zwei US-Bomber in Richtung Iran. Der zuständige General spricht davon, den „Gegner“ von „Aggressionen“ abzuhalten.

  • Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran verschlechtern sich zusehends.
  • Gemeinsam mit anderen Nationen im nahen Osten beweisen die USA ihre militärische Macht.
  • Zwei B-52-Bomber fliegen aus Louisiana an und sollen den Iran einschüchtern.

Teheran - Nach der Tötung eines hochrangigen Atomphysikers im Iran Ende November nehmen die Spannungen zwischen Washington und Teheran zu. Nach einer Verschärfung der Sanktionen gegen die Islamische Republik demonstrieren die USA einmal mehr ihre militärische Macht. Zwei B52-Bomber werden über den Atlantik in Richtung Nahost gesendet.

Die USA entsenden zwei B-52-Bomber, um den Iran „von Aggressionen abzuhalten“.

USA demonstrieren dem Iran ihre Macht: Zwei B-52-Bomber kreisen über dem Persischen Golf

In den letzten Tagen der Präsidentschaft von Donald Trump verschärfen sich noch einmal die Spannungen. Zwei Langstreckenbomber des Typs Boeing B52-H Stratofortress („Stratosphärenfestung“) sind am Donnerstag (10.12.2020) in Richtung Iran geflogen. Ziel der Mission sei es gewesen, den „Gegner“ von „Aggressionen“ abzuhalten und alliierten Nationen die Unterstützung zu versichern. Das gab das für den Nahen Osten zuständige Zentralkommando der USA (CENTCOM) in einer Stellungnahme bekannt.

Die B-52-Bomber waren von der Barksdale Air Force Base im US-Bundesstaat Louisiana gestartet und nahmen zuerst Kurs auf Europa, bevor es über das nördliche Rote Meer, Saudi-Arabien und schließlich über den Persischen Golf ging. Dabei flogen die Maschinen gegen den Uhrzeigersinn einmal um Katar. In den iranischen Luftraum drangen sie nicht ein. Zeitweise nahmen auch Flieger der saudi-arabischen, bahrainischen und katarischen Luftstreitkräfte an der Mission teil.

USA entsenden zwei B-52-Bomber: Einschüchterungsversuch gegen den Iran

„Potenzielle Gegner sollten verstehen, dass keine Nation der Welt so bereit und dazu fähig ist, angesichts einer Aggression schnell zusätzliche Kampfkräfte einzusetzen“, teilte General Frank McKenzie, Befehlshaber des CENTCOM, mit. Die Nonstop-Mission der zwei B-52-Bomber sei allerdings „nicht auf Konflikt aus“ und auch keine Reaktion auf spezifisches Verhalten eines Landes. „Aber wir müssen Haltung zeigen und uns dazu verpflichten, auf jegliche Eventualitäten oder entgegen jeder Gewalt zu antworten.“ Die gemeinsame Mission mit verbündeten Staaten demonstriere den Zusammenhalt sowie die Hingabe der USA, „Sicherheit und Stabilität“ in der Region zu wahren.

Das Risiko eines Fehlverhaltens des Iran gegenüber den USA sei „momentan höher als normal“, zitiert „NBC News“ einen hochrangigen Militärbeamten. Gründe dafür seien der kommende Machtwechsel in den USA von Donald Trump zu Joe Biden, eine Ablenkung der USA durch die Corona-Pandemie, der Abzug von Truppen aus Afghanistan und dem Irak sowie der kommende Jahrestag des tödlichen Raketenangriffs auf den iranischen Topgeneral Qasem Soleimani. „Es ist höher als normal, es heißt nicht, dass sie etwas tun werden. Aber wir wollen sichergehen, dass sie lieber zweimal nachdenken, bevor sie es tun.“

Die Mission mit den B-52-Bombern, die 36 Stunden dauerte, sei auch nicht „übermäßig provokativ“ gewesen. Auch wegen der Tötung eines Atomphysikers befürchte der Militärbeamte einen Vergeltungsschlag des Iran. „Ich sehe keinen Hinweis darauf, dass die USA beschuldigt werden. Doch man man uns oft als Beteiligte an, wenn solche Dinge passieren.“ (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © SAUL LOEB/AFP

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