Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

US-Präsident Joe Biden steht in Anzug gekleidet auf einer Bühne. Er hält die Arme verschränkt vor seinem Bauch.
+
Wollte bis zum 4. Juli eine Impfquote von 70 Prozent unter Erwachsenen erreichen: US-Präsident Joe Biden.

30 Staaten verfehlen Quote

USA: Joe Bidens Impf-Ziel zum Nationalfeiertag knapp verfehlt

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
    schließen

Die USA sollten am 4. Juli eigentlich eine Impfquote von mindestens 70 Prozent unter Erwachsenen erreichen. Dieses Ziel hatte Präsident Joe Biden formuliert.

+++ 16.30 Uhr: Dass die USA das von Joe Biden gesetzte Impfziel bis zum Nationalfeiertag nicht erreichen wird, war bereits abzusehen. Wie aktuellen Daten der Gesundheitsbehörde CDC am Sonntagmorgen (Ortszeit) nun zeigten, bekamen bisher nur 67 Prozent, oder 173 Millionen Menschen, mindestens die erste Impfung. Gut 58 Prozent aller Erwachsenen sind bereits vollständig geimpft. Damit verfehlte die USA das Ziel knapp. Die Regierung wollte erreichen, dass 70 Prozent aller Erwachsenen bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli mindestens eine Impfdosis erhalten.

Der Corona-Koordinator der Regierung, Jeff Zients, sagte dem Sender CNN am Sonntag, er gehe nicht davon aus, dass die USA nun ein Plateau erreicht hätten, ab dem es kaum mehr Fortschritte gebe. „Immer mehr Menschen entscheiden, dass sie auch geimpft werden wollen“, zeigte sich Zients zuversichtlich. Im Schnitt werden pro Tag in etwa eine Million Menschen geimpft - deutlich weniger als die mehr als drei Millionen Menschen am Höhepunkt der Impfkampagne im Frühjahr.

USA: Erreichen von Joe Bidens Impf-Ziel zum Nationalfeiertag unwahrscheinlich

Erstmeldung vom 04.07.2021, 14 Uhr: Washington – Freiheit von den Zwängen der Virusbekämpfung zum Unabhängigkeitstag – US-Präsident Joe Biden hatte eine symbolisch schwer beladene Zielmarke für die USA auserkoren. Zum 4. Juli sollten mindestens 70 Prozent der Erwachsenen mindestens ihre erste Impfdosis erhalten haben, verkündete Biden am 4. Mai. Und tatsächlich legte das Land zu Beginn der Impfkampagne ein beachtliches Tempo vor. Bereits vor zwei Wochen dämpfte die US-Regierung dann aber die Erwartungen an die Bedeutung des Stichtags. Nun zeigen die letzten verfügbaren Zahlen zur Impfquote, wie unwahrscheinlich es ist, das Ziel Bidens bis zum Nationalfeiertag zu erreichen.

Lediglich in der Gruppe der US-Amerikaner jenseits des 26. Lebensjahres würde man die Quote bis zum 4. Juli erfüllen, teilte das Weiße Haus am 20. Juni mit. Der von der New York Times geführten Impfstatistik zufolge haben bis Freitag (02.07.2021) 66,8 Prozent der Bürger:innen über 18 mindestens eine Dosis eines zugelassenen Impfstoffs verabreicht bekommen. 57,9 Prozent sind den Zahlen zufolge vollständig immunisiert. Am Wochenende und an Feiertagen werden keine aktuellen Zahlen veröffentlicht. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass die fehlenden Prozentpunkte bis zum Sonntag (04.07.2021) erreicht werden.

USA: Joe Biden wird Unabhängigkeitstag angestrebte Impfquote wohl knapp verfehlen

Die Regierung selbst bewerte eine solche Quote wenige Prozentpunkte unter dem 70er-Wert vorsorglich bereits als nicht entscheidend im Kampf gegen Corona. Die Erfolge der Impfkampagne seien dennoch „bemerkenswert“, ließ der oberste Pandemie-Koordinator Jeffrey D. Zients wissen.

Bis Donnerstag (01.07.2021) hatten 20 US-Bundesstaaten die Quote erreicht, berichtet die New York Times. Unter ihnen ist auch Kalifornien, mit rund 39,5 Mio. Einwohner:innen der bevölkerungsreichste Staat, sowie New York, in der Rangfolge vierter. Texas und Florida, in denen zusammen rund 50 Mio. der 331 Mio. US-Amerikaner:innen leben, kamen bis Freitag dagegen nur auf 61 bzw. 65 Prozent.

Corona in den USA: Anteil der Delta-Variante steigt – Impfquote vor 4. Juli knapp unter Joe Bidens Ziel

Anthony Fauci, unter Joe Biden oberster medizinischer Berater, hat bereits davor gewarnt, dass die Impfbereitschaft in einzelnen Gebieten des Landes nicht hoch genug sei, als dass die Entwicklung lokaler Wellen in der Zukunft ausgeschlossen werden könne. Sorge macht ihm in dem Zusammenhang auch die Delta-Variante, die zur dritten Juni-Woche bereits 20 Prozent der erfassten Fälle ausgemacht habe. Immerhin: Die drei im Land zugelassenen ImpfstoffeBiontech, Moderna und jener von Johnson & Johnson – seien grundsätzlich auch gegen Delta effektiv, ist sich Fauci sicher. (mp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare