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Fall George Floyd: Verurteilter Ex-Polizist Chauvin legt Berufung ein

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Von: Lucas Maier

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George-Floyd-Prozess: Strafmaß gegen Ex-Polizisten
Tod von Georg Floyd: Jetzt legt der verurteilte Polizist Berufung ein. © Julio Cortez/dpa/AP

Ex-Polizist Derek Chauvin sitzt nach seiner Verurteilung im Gefängnis. Jetzt legt er Berufung im Fall George Floyd ein.

Washington D.C. – Im Juni wurde der Ex-Polizist Derek Chauvin zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Grund für die Strafe war die Tötung des Afroamerikaners George Floyd. Nun hat Chauvin Berufung gegen das Urteil eingereicht.

Am Donnerstagabend (Ortszeit) brachte der Ex-Polizist seine Beschwerde vor einem Gericht im Bundestaat Minnesota (USA) ein. Das geht aus den veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervor, laut diesen umfasste die Klage des Verurteilten insgesamt 14 Punkte. In einem dieser Punkte warf Derek Chauvin der Justiz voreingenommenes Fehlverhalten vor.

Tod von Georg Floyd: Verurteilter reicht Klage gegen das Urteil ein

In einem weiteren Punkt wirft Chauvin dem Gericht vor, Anträge abgelehnt zu haben. Diese sollen sich sowohl auf Vertagung als auch auf die Verlegung des Prozesses bezogen haben. Auch die nicht erfolgte Trennung der Geschworenen für die Dauer des Prozesses warf der Ex-Polizist dem Gericht vor.

In den eingereichten Dokumenten erklärte der Ex-Polizist, dass er weder einen Rechtsbeistand noch ein Einkommen für das Verfahren habe. Beim letzten Prozess wurden die Kosten von Chauvins Verteidiger aus einem Fond bezahlt. Dieser wurde allerdings nach dem Gerichtsentscheid aufgelöst.

Prozess zu Tod von Georg Floyd: Verurteilung wegen Totschlags wird angefochten

Das Gericht hatte den 45-Jährigen zu 22 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Aktuell sitzt er diese Strafe bereits ab.

Er wurde von einer Geschworenen-Jury des Mordes zweiten Grades für schuldig befunden. In Deutschland würde das in etwa einer Verteilung für Totschlag in einem besonders schwerem Fall gleich kommen.

Georg Floyd: Sein Todestag ist der 25. Mai 2020

Am 25. Mai 2020 wollte Derek Chauvin den US-Amerikaner Georg Floyd wegen Falschgeldvorwürfen festnehmen. Dabei drückte der weiße Polizist sein Knie rund neuneinhalb Minuten in den Nacken des Afroamerikaners. Trotz der mehrfachen Klage des 46-Jährigen, dass er keine Luft bekomme, lies Chauvin nicht locker. Georg Floyd überlebte das Vorgehen des Beamten nicht.

Der Tod Floyds wurde mit einem Handy dokumentiert und über die sozialen Medien verbreitet. International kam es in Reaktion auf den Tod Georg Floyds zu massenhaften Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt. Die letzten Worte Georg Floyds "I can't breathe", wurden zum Motto Anti-Rassismus-Bewegung Black Lives Matter. Immer wieder wurden Videos veröffentlicht, die Polizeigewalt in den USA zeigten. (Lucas Maier mit AFP)

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