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Ehe für alle in den USA: Senat stimmt für gesetzliche Verankerung

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Von: Helena Gries

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Laut einer Studie ist der Anteil an Menschen in den USA gestiegen, die sich als schwul, lesbisch, trans oder als eine weitere Form von queerness bezeichnen würden. (Symbolbild)
Ehe für alle in den USA: Der US-Senat hat für eine gesetzliche Verankerung der Ehe für alle gestimmt. (Symbolbild) © Mark Lennihan /dpa

Die gesetzliche Verankerung der Ehe für alle in den USA soll kommen. Das Gesetz muss nun vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden.

Washington – Der US-Senat hat für eine gesetzliche Verankerung der Ehe für alle gestimmt. Für den entsprechenden Gesetzentwurf votierten am Dienstag 61 Senatoren, es gab 36 Gegenstimmen von den oppositionellen Republikanern. Das Gesetz mit dem Namen „Respect for Marriage Act“ (zu Deutsch: Respekt-für-die-Ehe-Gesetz) muss jetzt noch vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden, bevor Präsident Joe Biden es mit seiner Unterschrift in Kraft setzen kann.

Mit der „parteiübergreifenden Verabschiedung des Gesetzes“ werde bald eine „grundlegende Wahrheit“ bekräftigt, erklärte Biden nach der Abstimmung: „Liebe ist Liebe, und Amerikaner sollten das Recht haben, den Menschen zu heiraten, den sie lieben.“

USA: Breite Mehrheit der Bevölkerung steht hinter der Ehe für alle

Der Supreme Court hatte bereits 2015 in einem historischen Urteil das Recht gleichgeschlechtlicher Paare auf eine Eheschließung in den USA festgeschrieben. Nachdem der in den vergangenen Jahren zunehmend nach rechts gerückte Gerichtshof im Juni aber das seit fast 50 Jahren geltende landesweite Grundrecht auf Abtreibungen abschaffte, wuchsen die Befürchtungen, dass auch die Ehe für alle in Gefahr sein könnte.

In der US-Bevölkerung steht eine breite Mehrheit - laut einer Umfrage vom Sommer mehr als 70 Prozent - hinter der Ehe für alle. Die religiöse Rechte ist jedoch entschieden dagegen. In der Schweiz stimmte bereits im vergangenen Jahr die Mehrheit der Menschen für die Ehe für alle.

Das Repräsentantenhaus in den USA stimmte im Juli für eine gesetzliche Verankerung der Ehe für alle, um diese unabhängig von einer möglichen künftigen Entscheidung des Supreme Court zu sichern. Das Gesetz passierte nun den Senat, muss wegen einiger inhaltlicher Änderungen aber noch einmal ins Repräsentantenhaus zur Schlussabstimmung. Bidens Demokraten hatten auf Eile gedrängt, weil sie derzeit noch die Kontrolle über beide Kongresskammern haben. Bei den als Midterms bekannten Zwischenwahlen vom 8. November hatten sie die Mehrheit im Repräsentantenhaus an die oppositionellen Republikaner verloren. (hg/afp)

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