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Liz Cheney, Intimfeindin von Donald Trump, im Repräsentantenhaus.
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Liz Cheney, Intimfeindin von Donald Trump, im Repräsentantenhaus der USA.

Republikaner

Machtkampf in den USA: Liz Cheney warnt vor gefährlichem „Personenkult“ um Trump

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Die Republikanerin Liz Cheney stellt sich offen gegen Donald Trump. Ihre Partei stehe an einem „Wendepunkt“: Auf der einen Seite Trump – auf der anderen die Verfassungstreue.

Washington – Der Machtkampf bei den Republikanern in den USA eskaliert weiter. Eine der führenden Abgeordneten der Partei im Repräsentantenhaus, Liz Cheney, hat laut dpa nun eindringlich dazu aufgerufen, dass die Partei von Ex-Präsident Donald Trump abkehren müsse. In einem Beitrag in der Washington Post appellierte Cheney an ihre Parteikollegen, endlich wieder für echte konservative Werte einzustehen.

Sie sagte, die Partei müsse sich von dem gefährlichen und antidemokratischen Personenkult um Donald Trump abwenden. Cheney ist als Vorsitzende der Republikanischen Konferenz im Repräsentantenhaus die dritthöchste Abgeordnete der Republikaner, berichtet die dpa. Die Tochter des ehemaligen Vizepräsidenten Dick Cheney gilt zwar als konservative Hardlinerin, allerdings auch als Intimfeindin von Donald Trump. Bereits in der Vergangenheit war sie immer wieder mit Trump aneinandergeraten, er hatte kürzlich sogar gefordert, sie aus ihrem Führungsposten zu entfernen. Trump hat immer wieder seine Macht ausgeübt, um ihm gegenüber kritisch gesinnte Republikaner loszuwerden.

Liz Cheney: Republikanerin wirft Trump vor, die Rechtsstaatlichkeit in den USA zu untergraben

Erneut kritisierte Cheney Donald Trumps Behauptung, dass er bei der Wahl im vergangenen Jahr durch Betrug verloren habe. Liz Cheney wirft dem Ex-Präsidenten laut dpa vor, diese Worte immer wieder zu wiederholen und sich so als den rechtmäßigen, Joe Biden dagegen als den illegitimen Präsidenten zu stilisieren. „Trump wiederholt diese Worte jetzt mit vollem Wissen, dass genau diese Art der Sprache am 6. Januar Gewalt provoziert hat“, sagte Cheney in Bezug auf die Erstürmung des Kapitols durch Trump-Anhänger. Sie wollten damit verhindern, dass der Sieg des demokratisch gewählten Präsidenten Joe Biden amtlich gemacht wird.

Liz Cheney warf Donald Trump laut dpa vor, das „Vertrauen in Wahlergebnisse und in die Rechtsstaatlichkeit“ zu untergraben. Dies sei ein Novum. Kein anderer amerikanischer Präsident habe es jemals gewagt, dies zu tun. Die republikanische Partei befinde sich nun an einem Wendepunkt, so Cheney. Entweder schließe sich die Partei Trumps „Kreuzzug“ gegen das legitime Wahlergebnis an oder sie entscheide sich dafür, die Wahrheit und die Verfassungstreue zu wahren.

Elizabeth Lynne „Liz“ Cheney Perry
Geboren28. Juli 1966, Madison, Wisconsin
EhepartnerPhilip Perry (verh. 1993)
ElternDick Cheney, Lynne Cheney
AmtRepräsentantin (Republikanische Partei) seit 2017

Donald Trump: Druck des Ex-Präsidenten der USA könnte Liz Cheney aus dem Amt befördern

Donald Trump reagierte laut dpa sofort und sprach Cheneys parteiinterner Konkurrentin, Elise Stefanik, seine volle Unterstützung aus. In einem Beitrag auf seinem neuen Blog, denn auf Facebook und Twitter ist er noch immer gesperrt, schrieb Trump über seine Intimfeindin Liz Cheney: „Liz Cheney ist eine kriegshetzerische Närrin, die in der republikanischen Parteiführung nichts zu suchen hat.“ Laut US-Medien könnten Parteikollegen aufgrund des Druckes des noch immer mächtigsten Mannes in der Partei Cheney schon in der kommenden Woche des Führungsamtes entheben.

Die Rivalität zwischen Donald Trump und Liz Cheney kocht, wie die dpa berichtet, schon seit langem. Sie war einige der nur zehn Abgeordneten gewesen, die im Januar für das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gestimmt hatten. Hintergrund war auch damals der Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol. Eine Mehrheit für ein „Impeachment“ kam damals aber nicht zustande. (als/dpa)

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