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Republikaner kritisiert Waffengesetz: Pläne richten sich gegen „dich und mich“

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Von: Delia Friess

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Der Republikaner Blake Masters bezeichnet das Waffenproblem der USA als ein Problem mit Bandengewalt. Waffengesetze lehnt er ab.

Phoenix – Der Republikaner Blake Masters hat sich in einem Podcast über Waffengewalt geäußert, wie das US-Online-Portal The Daily Beast berichtet. Masters, der in dem von den Republikanern regierten Bundesstaat Arizona für den Senat kandidiert, räumte in dem Interview ein, dass die USA ein Problem mit Waffengewalt hätten: „Wir haben ein Problem mit Waffengewalt in diesem Land, und das ist Bandengewalt“, so Masters im Gespräch mit dem Moderator. „In Chicago und St. Louis erschießen sich die Leute gegenseitig. Sehr oft sind es Schwarze, ehrlich gesagt. Die Demokraten wollen nichts dagegen tun“, sagte Masters in dem Anfang April ausgestrahlten Podcast außerdem. Wie er selbst konkret gegen Bandenkriminalität vorgehen wolle, legte der 35-Jährige jedoch nicht dar.

Republikaner kritisiert Waffengesetze: Pläne richten sich gegen „dich und mich“

Nach mehreren tödlichen Angriffen mit Schusswaffen, darunter ein Attentat in einer Grundschule in Texas im Mai 2022, hat US-Präsident Joe Biden erneut eine Verschärfung der Waffengesetze und ein Verbot von Sturmgewehren in den USA gefordert. Das Weiße Haus veröffentlichte bereits im April 2022 ein Statement, dass die Regierung von Joe Biden plane, gegen sogenannte „Ghost Guns“ stärker vorzugehen und die Verkäufer solcher Bausätze stärkeren Kontrollen zu unterwerfen. Die Sicherstellung dieser Waffe habe sich seit 2016 verzehnfacht. Ghost Guns können beispielsweise durch 3D-Drucker privat hergestellt werden und haben meistens keine ausreichende Registrierung.

Trump-Anhänger:innen beim Canyon Moon Ranch festival grounds am 15. Januar 2022 in Florence, Arizona.
Trump-Anhänger:innen beim Canyon Moon Ranch festival grounds am 15. Januar 2022 in Florence, Arizona. © MARIO TAMA / afp

Laut Masters richteten sich diese Pläne jedoch gegen „gesetzestreue Menschen wie dich und mich“, so der Republikaner. Wenn sie Geisterwaffen und Pistolenhalterungen verbieten, wollten sie gesetzestreue Menschen entwaffnen, sagte er. „Sie wollen, dass wir keine Waffen haben, mit denen wir uns verteidigen können.“ Nach einer Recherche des US-Senders CNN steigt auch die Waffengewalt durch Ghost Guns in den USA stark an. Demnach lag im vergangenen Jahr der Anteil an Ghost Guns von allen sichergestellten Waffen alleine in San Francisco bei 20 Prozent.

Blake Masters kandidiert in Arizona - Unterstützer ist Donald Trump

Der Tech-Investor Masters, der bereits ab 2016 für den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump tätig war, und von Trump bei seiner Kandidatur in Arizona unterstützt wird, teilt sonst auf seinem Twitter-Kanal auch Beiträge, in denen er verkündet, dass „Donald Trump heute Präsident sein sollte“ und „US-Institutionen an dem Betrug bei der US-Wahl 2020 beteiligt gewesen“ sein sollen. Dafür gibt es Wahlbeobachter:innen zufolge allerdings keine Belege, obwohl viele US-Bundesstaaten sogar mehrfach ausgezählt worden sind. Masters plädiert sonst für eine härtere Migrationspolitik und Grenzschutz. Sein Mentor ist der Tech-Investor Peter Thiel, der Masters Kandidatur in Arizona finanziell unterstützt. Zuvor unterstützte Thiel Donald Trump. Trump hatte nach dem Attentat in einer Grundschule in Texas bereits mehr Waffen für Lehrkräfte gefordert. (df)

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