Trump versus Twitter

Donald Trump wettert über Briefwahl – Twitter zieht Konsequenzen

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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Nachdem US-Präsident Donald Trump vermehrt Stimmung gegen die Briefwahl gemacht und auf Twitter Zweifel an der US-Wahl 2020 gesät hatte, hat der Nachrichtendienst jetzt Konesquenzen gezogen.

  • Wieder einmal reagiert Twitter auf einige Tweets von US-Präsident Donald Trump.
  • Denn immer wieder verbreitet Trump den Vorwurf, durch die Briefwahl werde Wahlfälschung betrieben.
  • Die Tweets von Donald Trump zum Thema sind jetzt mit speziellen Hinweisen versehen.

Washington - US-Präsident Donald Trump und Twitter, einerseits ist die Nachrichtenplattform für ihn ein willkommenes Instrument seine Agenda an seine Fans zu verbreiten. Doch andererseits lässt Twitter den US-Präsidenten gerade in den letzten Monaten nicht mehr einfach so zwitschern, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Jüngst hat die Nachrichtenplattform wieder mehrere Tweets von Donald Trump mit Hinweisen versehen.

Twitter hat mehrere Tweets von Donald Trump mit Hinweisen versehen.

Donald Trump macht auf Twitter Stimmung gegen Briefwahl

Weniger als zwei Monate vor der US-Wahl 2020 hat US-Präsident Donald Trump Zweifel daran geäußert, dass es je ein valides Ergebnis geben wird. „Wegen der neuen und beispiellos großen Menge an nicht beantragten Stimmzetteln, die dieses Jahr an ‚Wähler‘ oder wohin auch immer geschickt werden, könnte das Wahlergebnis vom 3. November niemals genau ermittelt sein, was manche wollen“, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter.

Die entscheidende Aussage seines Tweets, „niemals genau ermittelt sein“, schrieb er dabei in Großbuchstaben. In einem zweiten Tweet forderte Donald Trump jene Bundesstaaten auf, die wegen der Corona-Pandemie Unterlagen für die Briefwahl proaktiv an Wähler senden, dies sofort zu stoppen. Sie sollten stattdessen die Wähler aufrufen, in Wahllokalen abzustimmen.

Donald Trump und Twitter: Nachrichtendienst versieht Tweets des US-Präsidenten mit Hinweisen

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie wird bei den Wahlen am 3. November mit einer massiven Zunahme der Abstimmung per Briefwahl gerechnet. Die Briefwahl gilt insgesamt als sehr sicher und etabliert - bei der US-Wahl 2016 etwa hatte fast jeder vierte Wähler per Post abgestimmt. Donald Trump kritisiert Briefwahl allerdings immer wieder ohne Angabe von Gründen als betrugsanfällig. Twitter versah beide Tweets des US-Präsidenten mit einem Hinweis, über Nutzer auf weitergehende Informationen zur Sicherheit der Briefwahl geleitet werden.

Darin heißt es unter anderem, dass Behauptungen, die Briefwahl würde zu Wahlbetrug führen, unbegründet seien. Außerdem würden Experten und Daten bestätigen, dass die Briefwahl legal und sicher sei und es nur in wenigen Fällen zu Problemen komme, etwa weil Wähler vergessen, den Stimmzettel zu unterschreiben, oder die Frist verpassen. Stell Twitter in den Hinweisen klar.

Donald Trump: Kritiker werfen US-Präsidenten eine Belastung der US-Demokratie vor

Aufgrund seiner wiederholten Angriffe wird Donald Trump vorgeworfen, Zweifel an der Legitimität der US-Wahl zu säen, was zu einer beispiellosen Belastungsprobe der US-Demokratie führen könnte. Trump hat auf Nachfrage von Journalisten mehrfach offen gelassen, ob er eine Wahlniederlage akzeptieren würde. Würde er dies nicht tun, wäre völlig offen, was passiert.

Der republikanische Amtsinhaber tritt bei der Wahl gegen den ehemaligen US-Vizepräsidenten und Demokraten Joe Biden an. Landesweite Umfragen sehen Biden vor Trump. Wegen des komplizierten Wahlsystems haben die Erhebungen aber nur begrenzte Aussagekraft. (slo mit dpa)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/AP/dpa

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