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Nachwehen Trumps

USA: Mehrheit der US-Republikaner geht von Wahlbetrug aus 

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Nach wie vor ist Donald Trump davon überzeugt, dass ihm die Präsidentschaft durch Betrug genommen wurde. Viele Republikaner:innen sehen das ähnlich.

Washington DC - Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA, hat seine Wahlniederlage gegen Joe Biden bis heute nicht anerkannt. Der 75-Jährige verbreitet nach wie vor die Falschbehauptung, er sei durch massiven Wahlbetrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden. Der Rechtspopulist, der sich bei der Parteibasis großer Beliebtheit erfreut, flirtet immer wieder öffentlich mit einer möglichen Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2024. 

Ganz alleine steht Donald Trump mit der These vom Wahlbetrug natürlich nicht da. Viele seiner US-amerikanischen Landsleute sind laut einer Umfrage tief gespalten in ihrer Sicht auf die Demokratie in ihrem Land. Zumindest dann, wenn es sich um Anhänger:innen der Republikaner handelt, der Partei von Donald Trump also.

USA: Mehrheit der Republikaner überzeugt vom „Betrug“

Bei einer am Montag (01.11.2021) in Washington vorgestellten Umfrage des Public Religion Research Institute (PRRI) erklärten 68 Prozent der befragten Republikaner:innen, sie seien völlig oder weitgehend davon überzeugt, bei der Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 habe man Donald Trump den Sieg „gestohlen“. Nahezu alle Demokrat:innen indes halten den Wahlausgang mit dem Sieg des demokratischen Herausforderers Joe Biden für rechtens.

Donald Trump ist für viele US-Republikaner der eigentliche Wahlsieger.

60 Prozent der weißen Evangelikalen, 40 Prozent der weißen Katholik:innen und 37 Prozent der weißen „Mainline“-Protestant:innen erklärten, nach ihrer Ansicht seien die Wahlen „gestohlen“ worden. Insgesamt sprachen 31 Prozent der befragten US-Amerikaner:innen von Wahlbetrug. PRRI-Gründer Robert Jones erklärte, aus der Geschichte wisse man von der Gefahr, die von einer großen Lüge ausgehen könne. Jones warnte vor dem Anwachsen einer „weißen christlichen nationalistischen Ideologie“.

USA: Übereinstimmung mit Gedanken von QAnon

Bei der Umfrage erklärten laut PPRI 26 Prozent der Republikaner:innen und 23 Prozent der weißen Evangelikalen Übereinstimmung mit Gedanken von QAnon. Diese Bewegung verbreitet seit mehreren Jahren Legenden über eine geheime Elite, die den Staat kontrolliere. Im QAnon-Umfeld wurde verbreitet, Trump werde auf seinen ihm zustehenden Posten zurückkehren. 18 Prozent der Befragten erklärten bei der Erhebung, „wahre amerikanische Patrioten“ müssten möglicherweise zu Gewalt greifen, um die USA zu retten.

Für die Umfrage wurden 2508 US-Amerikaner:innen befragt. Zahlreiche Menschen machen sich den Ergebnissen zufolge Sorgen um ihr finanzielles Auskommen. 85 Prozent erklärten, ihre Kosten für Wohnung und Lebensmittel stiegen schneller als ihr Einkommen. (skr/epd/afp)

Rubriklistenbild: © MICHAEL ZARRILLI/afp

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