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Trump nennt Staatsanwältin eine „Rassistin“ und „tobende Irre“

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Von: Nadja Austel

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Der frühere US-Präsident Donald Trump spricht mit der Presse, bevor er das Weiße Haus verlässt.
Donald Trump wettert gegen die Generalstaatsanwältin von New York, die ihn auf 250 Millionen Dollar verklagen wird. (Archivbild) © Xinhua/dpa

Donald Trump schimpft in bekannt ausfallender Weise auf Staatsanwältin James – die hatte eine Klage in Höhe von 250 Millionen Dollar gegen ihn angekündigt.

New York – Der ehemalige Präsident der USA, Donald Trump, war am Freitag (23. September) im Bundesstaat North Carolina, um den republikanischen Abgeordneten Ted Budd bei seiner Kandidatur für den Senat zu unterstützen. Seinen Auftritt auf der Veranstaltung nutzte er jedoch vornehmlich, um seine eigenen Themen in den Vordergrund zu stellen. 

Vor allem gegen die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James schoss Trump mit scharfen Geschützen. Sie sei eine „Rassistin“ und „tobende Irre“ (im Original: „raging maniac“), die es „ohne jegliche Beweise“ auf ihn abgesehen habe. Doch der verbale Angriff kommt wenig überraschend.

USA – Letitia James kündigt 250-Millionen-Dollar-Klage an, Trump erzürnt

Denn der ehemalige Präsident sieht sich mit zunehmenden rechtlichen Problemen konfrontiert – darunter eine Zivilklage von Staatsanwältin James gegen ihn. Auch beim FBI steht Trump weiterhin im Fokus einer Untersuchung, in der sein Umgang mit sensiblen Dokumenten des Weißen Hauses in seinem Haus in Florida geprüft wird.

Am Mittwoch (21. September) hatte Letitia James eine Zivilklage in Höhe von 250 Millionen Dollar gegen Trump, die Trump Organization und seine Kinder – Donald Trump Jr., Eric Trump und Ivanka Trump – angekündigt. Gegenstand der Klage ist der Betrug von Kreditgebern und anderen Personen über einen Zeitraum von 20 Jahren mit falschen und irreführenden Finanzberichten.

Donald Trump: Lügen und Beleidigungen als Wahlkampf-Strategie?

Trump forderte auf der Bühne in North Carolina schließlich, dass James ihr Amt entzogen werden solle. Die Klage gegen ihn sei ein Missbrauch ihres Amtes, zudem „unbegründet, beleidigend und verwerflich“. Trump schimpfte weiter: „Diese tobende Irre hat im Wahlkampf von ihrem Ziel geschwärmt (…) Ihr einziges Ziel ist: Wir müssen Donald Trump kriegen.“

Auch seine Lüge um den angeblichen Wahlbetrug bei den Präsidentschaftswahlen 2020 wiederholte der Ex-Präsident bei dem Auftritt aufs Neue: Die Wahl hätte er demnach gewonnen und sie sei ihm gestohlen worden. Diese mehrfach widerlegten Behauptungen wurden unter Trump-Kritikern mittlerweile die „Große Lüge“ getauft.

Letitia James, eine Schwarze Frau, steht bei einer Pressekonferenz an einem Rednerpult und sieht ernst und mit festem Blick in die Kamera. Hinter ihr hängt die amerikanische Flagge.
Die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James © Michael Nigro/imago

Seinen Appell an die Menschen im Publikum zur Stimmabgabe bei der Wahl ergänzte er mit den Worten: „Ihr habt keine Wahl.“ Und: „Wir werden kein Land mehr haben. (…) Ihr müsst sie überschwemmen.“

USA: Auch Präsident Joe Biden wird von Trump erneut attackiert

Darüber hinaus stellte Trump die geistigen Fähigkeiten von Präsident Joe Biden in Frage und deutete an, dass die USA in einem dritten Weltkrieg enden könnten. „Wir haben einen Präsidenten, der kognitiv beeinträchtigt und nicht in der Lage ist, unser Land zu führen“, sagte Trump auf der Kundgebung.

Seine Äußerungen fallen in eine Zeit erhöhter Spannungen, nachdem Russland Anfang der Woche eine Teilmobilisierung seiner Streitkräfte im Ukraine-Krieg angekündigt hatte und der russische Präsident Wladimir Putin dem Westen mit Atomwaffen zu drohen schien. (na)

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