Zwischenwahlen

Midterms: Trump macht Wahlkampf in Florida gegen Gouverneur DeSantis - „will ihn zerstören“

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA rührt Donald Trump noch einmal kräftig die Werbetrommel. Gouverneur Ron DeSantis war nicht eingeladen.

Miami - Kurz vor den Midterms in den USA hat der ehemalige Präsident Donald Trump in seiner Wahlheimat Florida nochmals kräftig die Werbetrommel für die Republikaner gerührt. Nicht mit dabei: der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis. Auch Trump erwähnte ihn mit keinem Wort. US-Medien berichteten unter Berufung auf Mitarbeiter Trumps, DeSantis sei nicht einmal zu der Kundgebung eingeladen worden und habe auch nicht um eine Teilnahme gebeten. DeSantis nahm unterdessen andere Wahlkampftermine in dem südlichen US-Bundesstaat wahr.

Der 44-jährige DeSantis, der am kommenden Dienstag (08. November, Ortszeit) im Amt bestätigt werden möchte, gilt als stärkster innerparteilicher Konkurrent Donald Trumps für die Präsidentenwahlen 2024. Noch haben zwar weder Trump noch DeSantis offiziell ihre Präsidentschaftsbewerbung verkündet, zumindest Trumps Ankündigung wird aber nach den „Midterms“ erwartet. Erst vor wenigen Tagen hatte er erneut Andeutungen gemacht.

Donald Trump unterstützt erfolgreiche Republikaner – die ihn mögen

Umfragen zufolge hat DeSantis gute Chancen, das Gouverneursrennen in Florida zu gewinnen. Am 8. November stimmen die Amerikaner:innen über die Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress sowie über zahlreiche Gouverneurs- und andere Posten ab.

Trump unterstützte im Wahlkampf sehr viele erfolgreiche Republikaner, die ihm gewogen waren, öffentlich. Am Sonntagabend (06. November) trat er mit dem republikanischen Senatoren Marco Rubio auf, dessen Wiederwahl am kommenden Dienstag ebenfalls als sehr wahrscheinlich gilt. Zudem lobte er in seiner Rede eine ganze Reihe an Republikanern in Florida. „Jede dieser Personen, die ich hier aufzähle, hat meine volle und uneingeschränkte Unterstützung“, sagte er. DeSantis erwähnte er nicht.

Midterms in den USA: Donald Trump klammert Ron DeSantis aus

Trump hatte DeSantis auch in der Vergangenheit eher ausgeklammert. In einer Rede am Samstag (05. November) erlaubte er sich einen Seitenhieb, indem er ihn als „Ron DeSanctimonious“ bezeichnete. „Sanctimonious“ heißt auf Deutsch scheinheilig. Viele Republikaner:innen waren nicht erfreut darüber, dass Trump den zunehmend beliebten DeSantis am Samstagabend ins Visier genommen hatte.

Beobachter in den USA werteten die konkurrierenden Auftritte in Florida am Sonntag als Zeichen einer wachsenden Spannung zwischen den zwei potenziell aussichtsreichen republikanischen Kandidaten für die Präsidentenwahl 2024. „Trump wird versuchen, ihn zu zerstören“, hatte ein Berater bereits vor den Auftritten gegenüber The Daily Beast gesagt. (msb/dpa)

Rubriklistenbild: © Rebecca Blackwell/dpa

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