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Trump macht Abtreibungsdebatte für Niederlage verantwortlich

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Ex-Präsident Donald Trump verteidigt sich: Die Schuld für die Ergebnisse der Midterms liegt bei den Konservativen – und bei den Abtreibungsgegnern.

Washington – Der ehemalige Präsident Donald Trump hat sich gegen den Vorwurf verteidigt, dass seine Unterstützung rechtsextremer Wahlleugner die Republikaner in den Zwischenwahlen teuer zu stehen kam. Er sagte, dass die Schuld eigentlich bei den Konservativen liegt, die sich für Abtreibungsbeschränkungen ohne Ausnahmen bei Vergewaltigung oder Inzest eingesetzt haben. Auch wenn, wie sich herausstellt, viele von Trumps Wahlleugnern auch Abtreibungsgegner waren.

„Es war nicht meine Schuld, dass die Republikaner bei den Midterms die Erwartungen nicht erfüllt haben“, schrieb Trump am Sonntag (1. Januar) auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. „Meine Bilanz: 233-20!“, schrieb er und bezog sich dabei auf die Siege derjenigen Kandidat:innen, die er unterstützt hatte. „Es war die ‚Abtreibungsfrage‘, die von vielen Republikanern schlecht gehandhabt wurde, vor allem von denen, die fest darauf bestanden, dass es keine Ausnahmen geben darf, selbst im Falle von Vergewaltigung, Inzest oder dem Leben der Mutter, die eine große Anzahl von Wählern verloren haben.“

Donald Trump will wieder US-Präsident werden
Ex-Präsident Donald Trump will bei der Wahl 2024 erneut antreten und zum zweiten Mal US-Präsident werden. © Andrew Harnik/dpa

Trump verteidigt sich: Abtreibungsgegner hätten sich nicht für die Republikaner eingesetzt

Trump griff die Abtreibungsgegner weiter an, indem er behauptete, sie hätten sich nicht für die Republikaner eingesetzt, nachdem Trump und die Republikaner im Senat die Stimmen für den Obersten Gerichtshof abgegeben hatten, die notwendig waren, um die Grundsatzentscheidung  „Roe v. Wade“ zu kippen. „Die Leute, die jahrzehntelang so hart gegen die Abtreibung gekämpft haben, haben ihren Wunsch vom Obersten Gerichtshof der USA bekommen und sind einfach verschwunden“, sagte Trump.

Während des Wahlkampfes 2022 griff Trump wiederholt Republikaner an, die nicht sagten, dass die Wahl 2020 von ihm gestohlen wurde. Er forderte seine Verbündeten auf, die Behauptung des Wahlbetrugs zum zentralen Thema ihrer Kampagnen 2022 zu machen.

Laut Zeugenaussagen, die der Untersuchungsausschuss des US-Kongresses veröffentlicht hatte, sträubte sich Donald Trump mit allen Mitteln dagegen, das Weiße Haus zu verlassen.

Die Demokraten verloren im November zwar knapp das Repräsentantenhaus, gewannen aber einen Senatssitz hinzu und erzielten enorme Zugewinne in den Bundesstaaten. Obwohl Experten vorhergesagt hatten, dass die Inflation die Wählerinnen und Wähler im November zu den Wahlurnen treiben würde, zeigten die Umfragen, dass Abtreibung eines der wichtigsten Themen für die Wähler war. ABC News zufolge tendierten junge Wähler:innen sogar noch stärker zu den Demokraten als im Jahr 2020, was dazu beitrug, die Verluste der Regierungspartei abzumildern. (cas)

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