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Präsidenten-Dekret: Militär sollte zur Beschlagnahmung von Wahlmaschinen angewiesen werden

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Von: Delia Friess

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Ein Untersuchungsausschuss befasst sich mit den Ereignissen am 6. Januar 2021. Laut Medienberichten wollte das Trump-Lager das Militär zur Beschlagnahmung von Wahlmaschinen anweisen.

Washington - In den USA untersucht ein Ausschuss die Ereignisse am 6. Januar 2021. An dem Tag verschafften sich Fans von Donald Trump gewaltsam Zugang zum US-Kapitol. Wie der Vorsitzende des Ausschusses, der demokratische Abgeordnete Bennie Thompson, im US-Fernsehen sagte, soll das Militär möglicherweise durch das Trump-Lager angewiesen worden sein, Wahlmaschinen zu beschlagnahmen. Das berichtet auch die dpa.

Ausschuss untersucht Rolle von Donald Trump und seinen Kindern am 6. Januar 2021

US-Medien berichteten zuvor, dass ein entsprechendes Dekret durch das Justizministerium ausgearbeitet worden sein soll. Der Entwurf soll demnach nicht unterschrieben worden sein, und es soll unklar sein, wer den Plan verfasst habe. Das Dekret sei dem Ausschuss aus dem Nationalarchiv übergeben worden.

Der ehemalige US-Justizminister William Barr.
Der ehemalige US-Justizminister William Barr. © CHIP SOMODEVILLA/afp

Dekret: Trump-Lager wollte wohl Militär drängen, Wahlmaschinen zu beschlagnahmen

Wenn das Militär dabei involviert werden sollte, Wahlmaschinen zu beschlagnahmen, auch wenn es nur zur Diskussion gestanden habe, müsse die Öffentlichkeit das wissen, sagte Thompson weiter im TV. Der ehemalige Justizminister und Trump-Vertraute William Barr soll bereits dazu befragt worden sein. Weitere Untersuchungen stehen an.

Im Fokus der Ermittlungen sind auch die Kinder von Donald Trump. Ivanka Trump soll bereits vorgeladen worden sein: Der Ausschuss will die Trump-Tochter im Februar befragen. Hintergrund der Untersuchung sind die Ereignisse am 6. Januar 2021. Nach mehreren Tweets von Donald Trump, in denen er den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bestritt, fanden teils gewalttätige Demonstrationen in Washington statt.

Neben radikalen Trump-Anhängern nahm beispielsweise auch Donald Trump Jr. an den Protesten teil. Mehrere Untersuchungen und Nachzählungen ergaben, dass kein Wahlbetrug stattgefunden hat und Joe Biden zum Präsidenten der USA gewählt worden ist. Dutzende Klagen von Donald Trump scheiterten vor Gericht. Auch führende Republikaner erkennen den Sieg des Demokraten Joe Biden bei den US-Wahlen 2020 an. (dpa, df)

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