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Ehemalige Berater von Donald Trump wollen Kandidatur des Ex-Präsidenten verhindern

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Von: Karolin Schäfer

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Donald Trump
Donald Trump, ehemaliger US-Präsident, auf der CPAC 2022. © Joe Marion / Imago Images

Immer mehr ehemalige Berater wenden sich gegen Donald Trump. Das wirft schlechtes Licht auf eine bevorstehende Kandidatur zum US-Präsidenten 2024.

Washington D.C. – Einige Berater stellten sich bereits gegen ihn: Nach den Anhörungen zum Sturm aufs US-Kapitol am 6. Januar und den deutlichen Aussagen von Cassidy Hutchinson wollen seine einstigen Beschäftigten offenbar die Kandidatur von Donald Trump für die Präsidentschaftswahl 2024 verhindern.

„Die Zeugenaussage der ehemaligen Mitarbeiterin des Weißen Hauses, Cassidy Hutchinson, am Dienstag sollte die Todesglocke für die politische Karriere des ehemaligen Präsidenten Donald Trump läuten“, hieß es in einem Artikel des US-Magazins Washington Examiner.

Donald Trump
Geboren14. Juni 1946 in New York City
45. PräsidentschaftVon 2017 bis 2021

USA: Trump-Berater stellen sich gegen Ex-Präsidenten

Einen ähnlichen Eindruck hat auch der konservative Kolumnist bei The Daily Beast, Matt K. Lewis. Der Kolumnist kann sich an keinen ehemaligen Präsidenten der USA erinnern, der so viel Gegenwehr von Mitarbeitenden bekommen habe. „Ich glaube nicht, dass es jemals einen früheren Präsidenten gegeben hat, der so wenig Loyalität von seinem inneren Kreis erhalten hat“, schrieb er in seiner Kolumne am Freitag (1. Juli).

Die Aussagen der ehemaligen Trump-Berater:innen scheinen dabei vor allem Konkurrenten Ron DeSantis zugute zukommen. Einer Umfrage der University of New Hampshire zufolge, sollen inzwischen 39 Prozent der Befragten DeSantis unterstützen, 37 Prozent fallen auf Trump. Im Oktober 2021 hatte Trump noch doppelt so viel Vorsprung wie sein republikanischer Parteikollege.

Ausschuss zum Kapitol-Sturm: Öffentlichkeit erfährt mehr über Trumps Präsidentschaft

Allerdings sei es noch zu früh, um Trump schon vorschnell abzuschreiben, warnte Lewis. Dennoch beobachte die Öffentlichkeit die Aussagen vor dem Untersuchungsausschuss zum Kapitol-Sturm. Dass „echte Republikaner“ andere „echte Republikaner“ über die Amtszeit von Trump befragen, scheint „einen Unterschied gemacht zu haben.“ Liz Cheney, Republikanerin und Vize-Vorsitzende des Ausschusses, bezeichnete den Ex-Präsidenten zuletzt als „innenpolitische Bedrohung“.

Matt Lewis zufolge erfahre die Öffentlichkeit nun, „warum eine erstaunliche Anzahl von Republikanern“ beschlossen habe, dass Donald Trump 2024 nicht als Kandidat der GOP antreten sollte. Nur dann könne Amerika wieder an erster Stelle stehen. (kas)

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