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Donald Trump: Hoffen die Demokraten auf die erneute Kandidatur?

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Von: Nadja Austel

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Donald Trump könnte offiziell für die Präsidentschaftswahl 2024 in den USA kandidieren – und die Demokraten würden das sogar begrüßen.

Washington D. C. – Die Demokraten der US-amerikanischen Politik erwarten begierig eine offizielle Kandidatur des ehemaligen Präsidenten der USA, Donald Trump. Zwar hatte dieser bereits in Interviews angedeutet, dass er die Absicht habe, zu kandidieren. Eine formelle und damit offizielle Ankündigung gab es allerdings bisher noch nicht. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Politico schmieden die Demokraten jedoch bereits Pläne, wie sie eine Kandidatur Trumps für ihre Zwecke nutzen könnten.

Wenn Donald Trump noch vor den Zwischenwahlen im Herbst in das Präsidentschaftsrennen für 2024 einsteigt, könnten sie daraus demnach sofort Kapital schlagen. Ihre Chance, Stimmen und Unterstützung zu gewinnen, sehen sie laut Politico vor allem unter verzagten Stammwählern und Vorstadtbewohnern, die der Partei wegen der hohen Inflation den Rücken gekehrt hatten.

Trump als Kontrastmittel: Kandidatur zur Präsidentschaftswahl der USA 2024

Eine formelle Ankündigung der Kandidatur Trumps würde aufzeigen, was auf dem Spiel stehe – und dass die Republikaner nach wie vor eine extreme Linie fahren. Der Kontrast der eigenen Werte gegenüber den strikt konservativen republikanischen Werten könnte das Profil der Demokraten schärfen. Diese müssten sich darauf besinnen, wofür sie stehen, so ein Sprecher des demokratischen Nationalkomitees.

Donald Trump vor einem Mikrofon, er spricht und erhebt dabei den Finger. (Symbolbild)
Eine Kandidatur Trumps für 2024 könnte den Demokraten in die Karten spielen. (Symbolbild) © dpa/Mark Humphrey

Jüngste Umfragen zeigten nach Angaben von Politico, dass unter den Demokraten beträchtliche Zweifel an Joe Bidens politischer Zukunft bestünden. Regierungsvertreter seien aber zuversichtlich, dass er für Jahr 2024 keine ernstzunehmende Konkurrenz unter den Demokraten fürchten müsse. 

USA – Die Demokraten hoffen auf Donald Trump

Trump hingegen gerate hinsichtlich seiner Kandidatur immer mehr unter Druck. Seine Anhörungen vor der Justiz und mehrere Prozesse, die gegen ihn laufen, sein sinkendes Ansehen und potenzielle Konkurrenten aus den republikanischen Reihen könnten ihn zum Handeln treiben. Unter anderem wird im US-Bundesstaat Georgia ermittelt, ob er eine Straftat begangen hat: Trump soll den republikanischen Staatssekretär von Georgia aufgefordert haben, 11.780 Stimmen zu „finden“, um die Wahlergebnisse des Staates bei den Wahlen 2020 zu kippen. Seit dem 1. Juni werden bereits Zeugen vernommen.

In Interviews hätten mehr als zwei Dutzend Vertreter der Demokraten eine offizielle Kandidatur Trumps vor den Zwischenwahlen als positive Entwicklung für die demokratische Partei, wenn nicht gar als Wendepunkt, eingeschätzt, so Politico. Ein Mitarbeiter der republikanischen Partei hätte dagegen auf die Frage, ob er einen einzigen Wahlkampfberater aus den eigenen Reihen kenne, der befürworte, dass Trump seine Kandidatur vor November erklärt, geantwortet mit: „Lol. Nein.“ (Lol: laughing out loud; deutsch: laut lachen) (Nadja Austel)

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