1. Startseite
  2. Politik

Amoklauf von Parkland: DeSantis kritisiert Jury scharf für umstrittenes Urteil

Erstellt:

Von: Lucas Maier

Kommentare

Nach Parkland Amoklauf: Gouverneur von Florida kritisiert Jury hart und will Rechtssystem ändern.
Nach Parkland Amoklauf: Gouverneur von Florida kritisiert Jury hart und will Rechtssystem ändern. (Archivbild) © Evan Vucci/dpa

Nach dem Massaker von Parkland (USA) im Jahr 2018 ist die Jury zu einer Entscheidung gekommen. Der Gouverneur DeSantis kritisiert das Urteil.

Florida – Der 14. Februar 2018 gilt als dunkler Tag in der Geschichte der USA und des Bundesstaats Florida. Ein Schütze tötete an diesem Tag 17 Menschen bei einem Amoklauf.

Der damals erst 19 Jahre alte N. Cruz stürmte mit einer Schnellfeuerwaffe (AR-15) seine alte Schule in Parkland (Florida – USA) und eröffnete das Feuer. Es sterben dabei 14 Minderjährige und drei Erwachsene. Außerdem kommen 17 Personen mit Verletzungen in Krankenhäuser, wie die US-Onlinezeitung Newsweek berichtet. Bereits kurz nach der Tat wurde Kritik am staatlichen Vorgehen laut. Am Freitag (14. Oktober) hagelte es nun erneut Kritik, diesmal von Gouverneur Ron DeSantis.

Florida (USA): Kritik an staatlichem Vorgehen nimmt weiter zu

Während kurz nach dem Amoklauf in Florida, das FBI im Fadenkreuz der Kritik stand, ist es aktuell das Urteil des Gerichts, wie Newsweek berichtet. Die mit dem Fall betraute 12-köpfige Jury hatte am Donnerstag (13. Oktober) die Empfehlung ausgesprochen, von der Todesstrafe abzusehen. Stattdessen empfahlen die Geschworenen eine lebenslange Haftstrafe.

Der Gouverneur des Bundesstaates Florida kritisierte die Empfehlung scharf. Bei einer Pressekonferenz am Freitag sagte er, dass in Florida bereits Menschen für weniger schwere Vergehen hingerichtet worden sein, wie Newsweek den Politiker zitiert.

Parkland Massaker: Wird der Gouverneur die Gesetze ändern?

Der 44-Jährige machte aber nicht nur seinem Unmut über die Empfehlung der Jury Luft. Die Länge des Prozesses kritisierte DeSantis ebenfalls. „Es gibt ein Sprichwort: Verzögerte Gerechtigkeit ist verweigerte Gerechtigkeit“, so der Gouverneur laut Newsweek.

Der Republikaner kündigte nun mögliche Reformen im Rechtssystem an. „So sollte das Justizsystem meiner Meinung nach nicht funktionieren“. Für seinen Vorstoß beim Thema Todesstrafe könnte der Gouverneur rechtliche Unterstützung aus dem Obersten Gerichtshof bekommen, wie die Non-Profit Nachrichtenseite Florida Phoenix berichtet. Dort herrscht seit dem Jahr 2016 eine „konservative Supermehrheit“, denn alle sieben Richter wurden von den Republikanern ernannt, wie Newsweek schreibt. Bisher ist in Florida eine einstimmige Entscheidung der Jury notwendig, um eine Todesstrafe zu billigen. (Lucas Maier)

Ron DeSantis hatte zuletzt auch ein hartes Vorgehen gegen Disney World angekündigt.

Auch interessant

Kommentare