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Nach Ausschreitungen in Washington

„Eine Überlebende“: US-Demokratin Ocasio-Cortez spricht über sexueller Gewalt

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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In den USA spricht die Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez von einem schrecklichen Trauma und zieht Parallelen zum Sturm auf das Kapitol.

  • Sie ist wohl einer der bekanntesten Demokratinnen in den USA.
  • Jetzt spricht Alexandria Ocasio-Cortez über ein schreckliches Trauma aus ihrer Vergangenheit.
  • Die streitbare Politikerin der Demokraten zieht Parallelen zu dem Sturm aufs Kapitol.

Washington D.C. - Sie ist in den USA so erfolgreich wie umstritten. Die US-Demokratin, Alexandria Ocasio-Cortez (AOC), gilt als eine Lieblingsfeindin von Donald Trump und seinen Anhänger:innen aufseiten der Republikaner. Immer wieder machte sie mit handfesten Forderungen und harscher Kritik am ehemaligen US-Präsidenten von sich reden. Stets präsentierte sie sich als starke Politikerin, die so schnell nichts erschüttern kann. In einem Live-Video auf Instagram zeigte sich Ocasio-Cortez jetzt von einer ungewohnten Seite. Sie sprach ganz offen davon, dass sie selbst Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden war.

Mit Tränen in den Augen schaute die junge US-Demokratin in die Kamera und sagt mit brüchiger Stimme: „Ich bin eine Überlebende von sexueller Gewalt.“ Alexandria Ocasio-Cortez habe das bisher noch mit wenigen Menschen geteilt, aber die Demokratin findet es wichtig, es gerade jetzt anzusprechen. Denn die erschreckenden Erfahrungen nach dem Sturm auf das Kapitol weckten in ihr Erinnerungen. Und sie sieht eindeutige Parallelen.

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US-Demokratin Ocasio-Cortez spricht über ihre traumatische Erfahrung mit sexueller Gewalt und zieht Parallelen

Nach dem Sturm auf das Kapitol, der viele mit schmerzhaften Erinnerungen und Traumata zurücklässt, gebe es Menschen, die das Ganze unter den Tisch kehren wollten. Die Beteiligten wollten sich aus der Verantwortung ziehen und das Geschehene kleinreden, so die Demokratin mit dem Spitznamen „AOC“ in ihrem Instagram-Video. Diese Personen versuchen teilweise sogar, Opfern des Angriffs auf das Kapitol ihre Geschichte abzusprechen, sie als unwahr darzustellen oder glauben ihnen schlicht nicht. Das seien genau dieselben Herangehensweisen, wie sie Täter nach sexuellen Übergriffen nutzen.

Sie selbst habe lange zu dem sexuellen Übergriff geschwiegen, denn „als eine Überlebende war ich mit nicht sicher, ob mir geglaubt wird.“ Opfern von sexueller Gewalt auch oft eine Teilschuld vom Täter zugeschoben. Die Schuld werde vom Täter weggeschoben, die Verantwortung nicht anerkannt. Ebenso gingen die Mittäter beim Sturm auf das Kapitol vor. Sie wollten sich ihre Verantwortung nicht stellen. Aber, ohne dass die Verantwortung klar feststehe, könne man nicht einfach weitermachen, betont die US-Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez.

Nach Sturm auf Kapitol: Demokratin Ocasio-Cortez wählt harte Worte gegen Ted Cruz

Unter anderem dem Senator Ted Cruz gibt Cortez eine Mitschuld am Sturm aufs Kapitol: „Ihretwegen wäre ich vor drei Wochen fast ermordet worden“, wirft sie dem Anhänger von Donald Trump auf Twitter vor. „Während Sie darüber reden, die Sache ‚hinter sich zu lassen‘, hat ein weiterer Beamter der Kapitol-Polizei durch Nachwirkungen der Attacken, bei denen Sie eine Rolle gespielt haben, sein Leben verloren“, fügte Ocasio-Cortez in einem weiteren Tweet hinzu. „Das ist kein Witz. Wir brauchen Rechenschaft, und das schließt einen neuen Senator aus Texas mit ein.“ Starke Worte von einer starken Frau. Bleibt abzuwarten, was dazu das Impeachment-Verfahren von Donald Trump zu Tage fördern wird. (Sophia Lother)

Rubriklistenbild: © Msnbc via www.imago-images.de

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