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Reisen

USA planen Corona-Impfpflicht für ausländische Einreisende

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Die EU hat die Corona-Einreisebeschränkungen für Reisende aus den USA gelockert. Die US-Regierung um Präsident Joe Biden zögert. Nun könnte eine Impfpflicht kommen.

Washington, D. C. – US-Präsident Joe Biden macht ernst: Die Einreise in die USA könnte bald schon nur noch vollständig gegen Corona geimpften Personen freistehen. Medienberichten zufolge soll in Zukunft bei Einreisenden aus fast jedem Land ein Nachweis zur vollständigen Corona-Impfung verlangt werden. Darüber hinaus sollen damit aber auch die derzeit geltenden Einreisebeschränkungen für Menschen aus Europa gekippt werden, wie die New York Times am Mittwoch (04.08.2021) unter Berufung auf Kreise des Weißen Hauses berichtete. Eine offizielle Stellungnahme steht derzeit noch aus. Auch ist nicht bekannt, wann derartige Änderungen bei der Einreise in Kraft treten könnten.

Erst vergangene Woche hatte die USA angekündigt, an den Einreisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie festhalten zu wollen. Als Grund gab Jen Psaki, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, die steigenden Corona-Fallzahlen als Folge der ansteckenderen Delta-Variante an. Von der weitreichenden Einreisesperre ist neben der Geschäftswelt natürlich auch der Tourismus betroffen.

Kommt die Impfpflicht für die Einreise in die USA? Behörden arbeiten an neuem Konzept

Zuletzt hatte US-Präsident Joe Biden beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor wenigen Wochen eine baldige Entscheidung zu den Corona-Einreisebeschränkungen angekündigt. Dies sorgte bei vielen Reisenden für Hoffnung, in Kürze wieder in die USA reisen zu können. Medienberichten zufolge arbeiteten die Behörden bereits an einem Plan für eine beständige und sichere internationale Reisestrategie mit dem Ziel, ein neues System parat zu haben, sobald das Reisen wieder aufgenommen werden könne. Einzig die praktische Umsetzung sei noch recht vage. Vor allem in Bezug darauf, welche Impfnachweise bei der Einreise in die Vereinigten Staaten anerkannt werden.

Corona sorgt bei der Einreise in die USA weiter für erhebliche Beschränkungen. Nun plant die US-Regierung eine Impfpflicht für ausländische Reisende. (Archivbild)

Zurzeit entwickelt die Regierung in Washington D. C. einen stufenweisen Ansatz, der im Laufe der Zeit bedeuten wird, dass ausländische Staatsangehörige, die in die Vereinigten Staaten reisen – aus allen Ländern – vollständig geimpft sein müssen“, sagte ein Beamter des Weißen Hauses. Dabei werde es aber weiterhin „begrenzte Ausnahmen“ geben.

Impfpflicht für Einreise in die USA angedacht: Welche Corona-Impfstoffe werden akzeptiert?

Ebenfalls sei noch unklar, ob die US-Behörden nur Impfungen mit Corona-Impfstoffen akzeptieren würden, die derzeit in den USA zugelassen sind. Auch eine Akzeptanz aller von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassenen Vakzine sei denkbar. In den USA sind bislang nur die Impfstoffe der Hersteller Moderna, Pfizer/Biontech und Johnson & Johnson erlaubt – Astrazeneca beispielsweise nicht.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie gilt in den USA ein weitreichendes Einreiseverbot für Menschen aus Europa. Ausgenommen sind Inhaber:innen von US-Pässen und einige andere Personengruppen, wie zum Beispiel enge Verwandte von US-Amerikaner:innen, Diplomat:innen und Angestellte von internationalen Organisationen. Auch die Einreise aus Ländern wie China, Südafrika und Brasilien ist auf wenige Ausnahmen limitiert. Sämtliche Fluggäste benötigen bei der Einreise in die USA einen aktuellen, negativen Corona-Test.

EU lockert Corona-Einreisebeschränkungen für US-Bürger:innen - und fordert Handeln der USA

Die Europäische Union (EU) hatte die Corona-Einreisebeschränkungen für US-Bürgerinnen und US-Bürger schon im Juni aufgehoben. Seither drängt die EU darauf, dass die US-Regierung um Präsident Joe Biden nachzieht. „Wir pochen darauf, dass für Einreisende in beiden Richtungen vergleichbare Regeln gelten“, forderte zuletzt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. „Das darf sich nicht noch wochenlang ziehen“, sagte sie gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Zwar hat sich die Corona-Lage sowohl in Europa als auch in den USA durch die jeweils fortschreitenden Impfkampagnen in den vergangenen Monaten etwas entspannt, dennoch ist die Vorsicht aufgrund der ansteckenderen Delta-Variante groß. Aufgrund der neuartigen Mutante des Coronavirus steigen die Inzidenzen in vielen Regionen seit einigen Wochen wieder an. (yw/dpa)

Rubriklistenbild: © Gene J. Puskar/dpa

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