Corona-Krise

Corona-Zahlen zum Trotz - Ivanka Trump: „Mein Vater ist der beste für den Job“

Vor US-Wahl besucht Ivanka Trump den Bundesstaat Michigan. Im Angesicht der Corona-Krise beschwört die Tochter von US-Präsident Donald Trump den wirtschaftlichen Aufschwung.

Grand Rapids - Gut zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA hat Ivanka Trump am gestrigen Montag, 19. Oktober, den Bundesstaat Michigan besucht. Die Tochter und Beraterin von Präsident Donald Trump war in einem Obstgarten in Grand Rapids und in Alto zu Gast. Vor rund 100 Leuten beschwor sie die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise in den USA. Ivanka Trump sprach sich gegen einen „fortwährenden Shutdown“ aus, der darauf abzielt, die Corona-Pandemie einzudämmen.

Ivanka Trump spricht sich trotz steigender Zahlen in der Corona-Krise für Öffnung des Landes aus

„Schließungen, fortwährende Schließungen, das ist keine Strategie“, sagte Ivanka Trump in Alto. Später fügte die Tochter von Donald Trump hinzu: „Wir müssen wissen, wie wir mit Covid-19 leben können.“ Man solle verantwortungsvoll handeln und sich gegenseitig schützen, insbesondere die Schwächsten. Das Coronavirus müsse mit Komplexität angegangen werden und nicht mit einer „Einheitslösung“.

Gretchen Whitmer, Gouverneurin von Michigan, hatte zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr strenge Beschränkungen für den Bundesstaat der USA auferlegt. In den vergangenen Monaten wurden diese Beschränkungen allerdings wieder schrittweise gelockert. Die Schulbezirke in Michigan dürfen beispielsweise mittlerweile selbst entscheiden, ob persönlicher Unterricht in den Klassen angeboten wird.

Ivanka Trump: Mein Vater ist der beste für den Job

Ivanka Trump erklärte, dass das Streben ihres Vaters nach der Abschaffung von Vorschriften kleinen Unternehmen und amerikanischen Arbeitnehmern zugute gekommen sei. Außerdem wisse US-Präsident Donald Trump, wie wichtig es sei, dass sich gleichaltrige Kinder trotz der Corona-Krise in den Schulen treffen.

Ivanka Trump mit Bruder Eric bei der ersten Präsidentschaftsdebatte.

Donald Trump sei am besten dafür geeignet, die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Pandemie in den USA zu überwachen. Ivanka Trump berichtete, dass die Anhänger der Präsidenten für das „große amerikanische Comeback“ kämpfen. „Dieser Präsident hat gesagt, dass er in den nächsten zehn Monaten zehn Millionen Arbeitsplätze schaffen wird. Und niemand sonst wird dazu in der Lage sein“, so die 38-jährige Tochter von Donald Trump.

Corona-Zahlen in den USA steigen: Ivanka Trump besucht Michigan

Die Corona-Zahlen in Michigan sind in den vergangenen Tagen stark angestiegen. In der letzten Woche wurden 10.241 neue Fälle gemeldet. Das ist der bisher höchste Anstieg binnen einer Woche in dem Bundesstaat. Die 7-Tage-Inzidenz ist mittlerweile genauso hoch wie im April.

Ivanka Trumps Besuch in dem US-Bundesstaat folgte auf eine Kundgebung von Donald Trump in Muskegon (Michigan) am vergangenen Samstag. Auch Vizepräsident Mike Pence und Eric Trump, einer der Söhne des Präsidenten, waren kürzlich in Michigan zu Gast. Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der Demokraten, war ebenfalls schon in dem Bundesstaat im Norden der USA unterwegs.

Michigan gehört zu den sogenannten „Swing States“, in denen noch nicht vorhergesagt werden kann, ob die Demokraten oder die Republikaner siegen werden. Bei der Wahl 2016 gewann Donald Trump in Michigan. Laut aktuellen Umfragen liegt derzeit allerdings sein Konkurrent Joe Biden in dem Bundesstaat vorne. (Tobias Ketter)

Rubriklistenbild: © Olivier Douliery/dpa

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