Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, politische Vertraute des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, sorgt mit einem weiteren Nazi-Vergleich erneut für Aufsehen.
+
Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, politische Vertraute des ehemaligen Präsidenten Donald Trump. (Archivbild)

USA

Wegen Corona-Impfungen: Donald Trumps Vertraute zieht mal wieder Nazi-Vergleich

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
    schließen

Marjorie Taylor Greene, Anhängerin von Donald Trump, sorgt erneut für einen Eklat. Diesmal im Bezug auf die Corona-Impfung.

Washington D. C. – Sie kann es einfach nicht lassen. Die republikanische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus und Anhängerin des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, Marjorie Taylor Greene, zieht wieder einmal die Aufmerksamkeit auf sich. Diesmal kommentierte sie einen Vorstoß seitens der US-Regierung um Präsident Joe Biden, möglichst schnell alle Bürger in den USA von der Schutzimpfung gegen das Coronavirus zu überzeugen. Nazi-Vergleich inklusive.

Bereits in der jüngeren Vergangenheit fiel die Unterstützerin Donald Trumps wiederholt mit rechtsextremen Ansichten und Verschwörungstheorien – insbesondere im Bezug auf die Corona-Pandemie – auf. Bei ihrer neuesten Entgleisung reagierte die 47-Jährige via Twitter auf eine Ansprache des US-Präsidenten Joe Biden am Dienstag (06.07.2021). Darin forderte Biden, man müsse buchstäblich an Türen klopfen, um auch den Menschen mit der Corona-Impfung zu helfen, die dem Virus bislang schutzlos ausgeliefert seien.

Corona-Impfungen in den USA: Marjorie Taylor Greene sorgt mit Nazi-Vergleich für Eklat

Daraufhin polterte die QAnon-Anhängerin Marjorie Taylor Greene: „Die Tatsache, dass Biden einen Impfstoff vorantreibt, der NICHT von der FDA [US Food and Drug Administration, Anm. d. Red.] zugelassen ist, zeigt, dass Covid ein politisches Werkzeug ist, um Menschen zu kontrollieren“, so die Kongressabgeordnete. „Du kannst Menschen nicht dazu zwingen, ein Teil eines Menschenversuchs zu sein.“ Darüber hinaus zog die republikanische Politikerin noch einen unpassenden Nazi-Vergleich heran.

„Die Leute haben die Wahl. Sie brauchen keine medizinischen Braunhemden, die an ihrer Tür auftauchen und Impfungen verteilen“, so Marjorie Taylor Greene. Als „Braunhemden“ wurde in der Zeit der Weimarer Republik die paramilitärische Kampforganisation, die Sturmabteilung (SA), der NSDAP wegen ihrer braunen Uniformierung bezeichnet. Die Abteilung war in den Jahren vor der Machtübernahme Adolf Hitlers und der NSDAP für zahlreiche Gewalttaten gegen Sozialdemokraten, Kommunisten und Juden verantwortlich.

Trump-Anhängerin und Impfgegnerin: Greene kritisiert Vorstoß von US-Präsident Joe Biden

Was Greene im Übrigen mit der Aussage zum Ausdruck bringen wollte, dass der Corona-Impfstoff in den USA nicht von der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA zugelassen sei, ist nicht bekannt. Alle drei in den Vereinigten Staaten eingesetzten Impfstoffe wurden im vergangenen Winter per Notverordnung zugelassen, um den Prozess zu beschleunigen. Bislang werden in den USA nur die Vakzine von Biontech/Pfizer, Johnson & Johnson und Moderna verimpft. 

Trump-Anhängerin Greene fällt wiederholt mit rechtsextremen Äußerungen auf

Ohnehin ist es nicht das erste Mal, dass die US-Abgeordnete der republikanischen Partei mit derartigen Äußerungen auffällt. Erst wenige Wochen zuvor entschuldigte sich Greene öffentlich nach dem Besuch des United States Holocaust Memorial Museum in Washington D. C. für einen weiteren eklatanten Nazi-Vergleich. Diesen hatte sie im Zuge der Diskussion über die Corona-Maskenpflicht in den USA geäußert. Gegenüber dem rechtsextremen Nachrichtenmagazin Real America’s Voice verglich die Trump-Anhängerin Greene das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes mit dem Holocaust. Die Organisation American Jewish Congress hatte nach Greenes Äußerungen eine Entschuldigung gefordert.

Zu weiteren verbalen Entgleisungen, wie etwa dem Vergleich der US-Demokraten mit der NSDAP einige Wochen zuvor, äußerte sie sich in diesem Zusammenhang nicht, wie die Washington Post berichtet. Kritik für ihre wiederholten Nazi- und Holocaust-Vergleiche erntete die Abgeordnete nicht nur von den US-Demokraten. Auch Politiker:innen aus der eigenen Partie stellten sich gegen Greene. „Das ist böser Irrsinn“, gab etwa die republikanische Kongressabgeordnete und Trump-Kritikerin Liz Cheney auf Twitter bekannt. (Yannick Wenig)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare