Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Impfgegner in den USA
+
In den USA demonstrieren Corona-Impfgegner in Restaurants. (Symbolbild)

USA

Corona-Impfgegner organisieren Sitzstreiks in Restaurants

  • Ares Abasi
    VonAres Abasi
    schließen

In den USA finden sich aktuell viele Corona-Impfgegner, die gegen die Maßnahmen demonstrieren. Ein neuer Trick: Sitzstreiks in Restaurants.

New York City – Am vergangenen Sonntag (19.12.2021) reiste eine Gruppe von Impfgegnern durch die New Yorker Stadtbezirke auf der Suche nach Filialen der Bäckerei-Kette „Panera-Bread“. An diesem Tag stellte New York City den Tagesrekord für neue Corona-Fälle in den USA auf, so die Nachrichtenseite The Daily Beast. „Wenn sie mich nach meinem Impfausweis fragen, werde ich ihnen das hier geben“, sagte ein Mann und hielt eine Broschüre mit dem Text der Unabhängigkeitserklärung und der Verfassung der Vereinigten Staaten hoch.

Die Zahl der Corona-Fälle steigt, entfacht durch die hochansteckende Omicron-Variante des Virus. In den Einkaufszentren und Restaurantketten der Nation finden sich jedoch viele Impfgegner, die sich mit Angestellten des Einzelhandels über Corona-Maßnahmen streiten. In Oregon ist es eine mit den „Proud Boys“ verbundene Gruppe, die Mitarbeiter einer Kette für Outdoor-Ausrüstung anpöbelt. In New York ist es eine Gruppe von Impfgegnern, die immer wieder in Fast-Food-Restaurants verhaftet wird.

USA: Corona-Impfgegner organisieren Sitzstreik – Polizei löst Demo auf

Seit September müssen Restaurants in der Stadt von ihren Gästen einen Impfnachweis verlangen, bevor sie drinnen essen dürfen. Mehr als 80 Prozent der Menschen in der Stadt sind vollständig geimpft. Aber eine Gruppe von Impfgegnern hat die letzten Tage damit verbracht, dem Personal von Restaurants wie der Cheesecake Factory, Applebee‘s, Shake Shack und Panera Bread das Leben schwer zu machen, berichtet The Daily Beast. Ihre einwöchige Offensive begann am vergangenen Dienstag (14.12.2021) mit einem „Sit-in“ in der Cheesecake Factory in der Queens Center Mall. Dort übersprangen die Impfgegner die Check-in-Schlange und setzten sich an Tische, offenbar in der Absicht, die Polizei auf sich aufmerksam zu machen.

„Etwa 30 Leute machen sich bereit, verhaftet zu werden, mal sehen, was passiert“, schrieb ein Mitglied unter einem Video der Gruppe im Internet. Schließlich habe das Restaurant die Polizei gerufen, die versuchte, die Situation mit den Anführern der Gruppe zu schlichten, so The Daily Beast. „Wir sind hier, um Ihnen mitzuteilen, dass wir im Moment nichts tun“, sagte ein NYPD-Beamter in den Aufnahmen. „Wir sagen Ihnen, dass der Manager Sie jetzt gebeten hat, zu gehen. Deshalb haben wir darum gebeten, mit einem Verantwortlichen zu sprechen, damit Sie sich untereinander unterhalten können. Man bittet Sie also zu gehen.“

Corona-Impfgegner organisieren Sitzstreik: Vergleich mit rassistischer Rassentrennung

Vier Demonstranten seien schließlich wegen Hausfriedensbruchs verhaftet worden, wie ein Mitglied der Gruppe in einem Video vom Dienstagabend behauptete. Aufnahmen aus der Cheesecake Factory zeigen einen Mann, der den Vorfall mit rassistischer Rassentrennung vergleicht, während er aus dem Gebäude eskortiert wird, während ein anderer die Polizei auffordert, ihm keine Handschellen anzulegen, weil er auf ihrer Seite sei.

„Ich werde nicht mit Ihnen kämpfen“, sagte er. „Ich bin auf eurer Seite. Sie brauchen mir keine Handschellen anzulegen, weil ich mit Ihnen untergehen werde. Es spielt keine Rolle.“ Die Restaurant-Kette gab eine Erklärung ab, in der sie den Vorfall verurteilte: „Die Ereignisse, die sich am 14.12. in unserem Restaurant in Queens, NY, ereignet haben, waren bedauerlich“, heißt es. „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Gäste hat für uns oberste Priorität und wir halten uns an die örtliche Verordnung bezüglich der Covid-19-Impfpflicht.“

Corona-Impfgegner organisieren Sitzstreik: Anti-Masken-Demonstrationen in Einkaufszentren

Unbeeindruckt davon kündigten die Impfgegner am nächsten Tag einen erneuten Ansturm auf die Cheesecake Factory an, obwohl das Restaurant anscheinend vorsorglich geschlossen wurde. „Das Restaurant war heute Abend geschlossen und wurde von Dutzenden von Polizisten bewacht“, twitterte ein Impfgegner in der Nacht. „Wir waren stattdessen bei Shake Shack und Apple Bees.“ Diese Abendessen führten ebenfalls zu Konflikten, da die Impfgegner einen Sitzstreik bei Shake Shack angekündigt hatten, bevor sie schließlich für einen erneuten Sitzstreik bei Applebee‘s verhaftet wurden.

Anti-Impf- oder Anti-Masken-Demonstrationen in Einkaufszentren wie dem Queens Center Mall sind während der Pandemie immer wieder aufgetaucht. Eine inzwischen gelöschte Facebook-Seite lud die Einwohner von Los Angeles dazu ein, sich Anfang des Jahres Gruppen in Einkaufszentren anzuschließen, während eine in Arizona ansässige Gruppe noch weiter ging und unmaskiert in ein Perückengeschäft stürmte, das das Tragen einer Maske verlangt, weil es Krebspatienten bedient. (Ares Abasi)

Ende November ist in den USA der predigende TV-Impfgegner Marcus Lamb nach einer Corona-Infektion gestorben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare