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Anschlag in Colorado: Neue Details über Täter und Motiv bekannt

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Von: Lucas Maier

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Schüsse in LGBT-Club: Trauer nach Angriff auf den Club Q in Colorado Springs.
Schüsse in LGBTQ-Club: Trauer nach Angriff auf den Club „Q“ in Colorado Springs. © Geneva Heffernan/dpa

Fünf Menschen sterben in den USA nach einem Anschlag in einer LGBTQ-Bar in Colorado-Springs. Der Täter schweigt.

+++ 10.00 Uhr: Nach dem Anschlag in Colorado-Springs werden weitere Details über den Täter bekannt. Laut Angaben mehrerer US-Medien soll es sich um einen 22 Jahre alten US-Amerikaner handeln. Der Mann soll zudem der Enkelsohn von Randy Voepel sein, Politiker der Republikaner im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

Update vom Montag, 21. November, 06.43 Uhr: Nach den Schüssen in einer LGBTQ-Bar in Colorado, schweigt der Beschuldigte weiterhin. Die Zahl der Verletzten wurde unterdessen von anfänglich 18 auf 25 Personen nach oben korrigiert, wie die New York Times berichtet.

Der Verdächtige soll der Ansicht der Polizei nach, mit einer Handfeuerwaffe, sowie einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen sein. Ein Gast habe den Angreifer anschließen attackiert und ihm die Waffe entrissen. Mit der Schusswaffe schlug der Mann den Angreifer nieder, wie die New York Times schreibt. Der Gast befinde sich aktuell verletzt im Krankenhaus. „Er hat dutzende und aberdutzende Leben gerettet“, sagte der Clubbesitzer laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Schüsse in Colorado: Schütze ist wohl kein Unbekannter

Über den Schützen ist mittlerweile bekannt, dass dieser im vergangenen Jahr bereits mit einer Bombendrohung einen Polizeieinsatz ausgelöst hatte. Bei dem Einsatz am Club Q soll es sich um den bisher größten der Geschichte von Colorado Springs handeln. Der Club galt als ein „sicherer Hafen“ in der Stadt, es ist scheinbar die einzige LGBTQ-Bar in Colorado Springs, wie Lokalsender schreiben.

Der US-Präsident Joe Biden hat sich mittlerweile ebenfalls zu der Tat geäußert. Die LGBTQ-Gemeinschaft in Amerika sei in den letzten Jahren mehrfach von „schreckliche Gewalt“ getroffen worden. „Wir dürfen Hass nicht tolerieren“, schrieb Biden in einer Stellungnahme. Zudem forderte er erneut schärfere Waffengesetze in den USA.

Fünf Tote bei Schüssen in den USA: Zwei Gäste stoppen den Angreifer

+++ 17.00 Uhr: In einer Pressekonferenz in Colorada Springs wurden weitere Details zu den Schüssen im Club Q bekannt gegeben. Der Angreifer ist laut den Informationen der Polizei aus Colorado Springs ein 22 Jahre alter Mann. Vor Ort wurden zwei Schusswaffen gefunden, wem diese gehören ist jedoch noch Teil der Ermittlungen.

Nachdem jetzigen Stand der Ermittlungen soll der Angreifer den Club betreten und sofort das Feuer eröffnet haben, wie der Polizeichef von Colorado Springs, Adrian Vasquez, bekannt gab. Zwei Gäste sollen den Mann angegriffen und ihn so gestoppt haben, wie die Polizei mitteilte. Dass bei dem Angriff ein Gewehr verwendet wurde, betätigte ein Polizeisprecher nicht. Es seien zwei Schusswaffen am Tatort gefunden worden, es sei Teil der Ermittlungen, ob diese vom Angreifer verwendet wurden.

Schüsse in LGBTQ-Bar in den USA: Angreifer von Gästen überwältigt

Der Bürgermeister von Colorado Springs, John Suthers, bedankte sich zu Beginn seiner Rede bei den Gästen, welche den Angreifer gestoppt hätten. „Sie haben sich heroisch gegen den Angreifer gestellt, dafür wollen wir ihnen danken, sie haben Leben gerettet.“

Nach Angaben einer Polizeisprecherin seien die ersten Notrufe um 23.56 Uhr eingegangen, vier Minuten später seien die ersten Polizisten vor Ort gewesen. Die Festnahme sei dann um 0.02 Uhr erfolgt. Insgesamt waren 39 Polizeikräfte vor Ort. Momentan konzentriert sich die Hauptarbeit der Ermittler darauf, die Opfer zu identifizieren und deren Familien zu benachrichtigen, so die Sprecherin.

Schüsse in Colorado: Mindestens zwei Personen befinden sich in einem kritischen Zustand

Auf die Nachfrage, ob es sich bei dem Club Q um einen gefährlichen Ort handle, sagte die Sprecherin: „Der Club Q ist ein sicherer Ort für unsere Bevölkerung, da gab es nie Probleme.“

Zwei Sprecher der Krankenhäuser von Colorado Springs sprachen davon, dass sich noch mindestens zwei Personen in einem kritischen Zustand befänden. Die Sprecherin der Polizei machte mehrfach klar, dass sich die Ermittlungen noch in einem sehr frühen Stadium befänden, weshalb noch nicht alle Informationen preisgegeben werden könnten. Die Pressekonferenz wurde live von KRDO übertragen.

Fünf Tote in den USA: Schütze soll mit Maske und kugelsicherer Weste in LGBTQ-Bar gestürmt sein

+++ 16.00 Uhr: Nach den Schüssen in einer LGBTQ-Bar in Colorado Springs hat sich ein Betroffener geäußert. „Er trug eine Maske und eine kugelsichere Weste“, das sagte ein Betroffener im Interview mit KRDO. Der Mann hatte die Bar zehn Minuten vor den ersten Schüssen verlassen. Später stand er in direktem Kontakt mit Menschen, die sich während den Schüssen in der Bar befanden. Ein Freund des Mannes verstarb in Folge seiner Schussverletzungen, wie der Mann gegenüber KRDO angab.

In den USA würden die Attacken auf die Mitglieder der LGBTQ-Community zunehmen, was eine solche Situation noch schwerer für ihn macht, so der Betroffene. Den ersten Anruf aus der Bar hätte er um 11.49 Uhr erhalten, also noch bevor die ersten Notrufe bei der Polizei eingingen.

„Hassanschlag“ in den USA: Fünf Tote nach Schüssen in Bar in Colorado

Update vom Sonntag, 20. November, 15.35 Uhr: Am 20. November ist der internationale Gedenktag für die Opfer von Transfeindlichkeit. Im Club Q war deshalb eine extra „Transgender-Party“ angesetzt, wie der lokale Sender KRDO aus Colorado berichtet. Der Club soll zudem für seine Drag-Shows bekannt sein, wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt. In der Nacht zum Sonntag wurden in dem Club mindestens fünf Menschen durch Schüsse getötet. (s. Erstmeldung)

Zu dem Motiv des Schützens und zu einer möglicherweise gezielten transfeindlichen Attacke, hat die Polizei in Colorado bisher keine Angaben gemacht. Es ist eine Pressekonferenz für acht Uhr (Ortszeit) am heutigen Sonntag (20. November) angesetzt, dort werden weitere Informationen erwartet.

Colorado: Schüsse fielen in der Nacht zum „Transgender Day of Remembrance“

Erstmeldung vom Sonntag, 20. November: Colorado Springs – In einem LGBTQ-Club in den USA sind am Samstagabend (19. November) Schüsse gefallen. Fünf Menschen verloren dabei ihr Leben, wie der US-Sender CNN unter Berufung auf Polizeikreise schreibt. 18 weitere sollen durch die Schüsse verletzt worden sein.

Der Club Q im Ort Colorado Springs liegt im US-Bundesstaat Colorado. In einem Statement sprach der Club von einem „Hassanschlag“. Weiter bedankten sich die Verantwortlichen des Clubs für die „schnellen Reaktionen der heldenhaften Kunden, die den Bewaffneten überwältigten“. Bislang haben sich die Ermittler noch nicht zu den Motiven des Verdächtigen geäußert.

USA: Zahlreiche Notrufe nach Schüssen in Colorado

Gegen 23.57 Uhr seien zahlreiche Notrufe bei den Sicherheitsbehörden eingegangen, sagte Lt. Pamela Castro von der Polizei von Colorado Springs gegenüber CNN. Den Informationen zufolge soll sich der Verdächtige in Untersuchungshaft befinden. Aufgrund seiner Verletzungen sei er zudem noch in ärztlicher Behandlung.

Bisher ist unklar, ob der vermeintliche Schütze zu den 18 Verletzten gezählt wurde oder nicht, wie CNN schreibt. Zu einem möglichen Motiv äußerte sich die Polizei bisher nicht. „Dies war keine Schießerei, an der Beamte beteiligt waren“, Castro gegenüber CNN. Die Ermittlungen dem Fall dauern noch an, das FBI ist ebenfalls involviert, wie der Polizeisprecher angab. Zuletzt raste in den USA ein Auto in eine LGBTIQ*-Demonstration. (lm mit dpa/AFP)

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