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Eisige Stimmung in Anchorage: Das erste Treffen zwischen der US-Regierung von Joe Biden und Vertretern der Volksrepublik China läuft alles andere als gut.
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Frostiges Verhältnis

USA und China: Schlagabtausch in Alaska – Chaotische Szenen beim ersten Treffen

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Die USA unter Joe Biden behaupten, das Verhältnis zu China wieder verbessern zu wollen. Doch das erste Treffen mit Vertretern der Volksrepublik geht nach hinten los.

Anchorage, Alaska - Keine 60 Tage ist Joe Biden im Amt, und schon schickt der neue US-Präsident seinen Außenminister zu einem Treffen mit der Volksrepublik China. Anthony Blinken traf in Anchorage, der größten Stadt des nördlichsten US-Bundesstaates, auf Yang Jiechi, Chef-Unterhändler für internationale Beziehungen in China. Doch statt Beteuerungen und Kooperation endete das Treffen mit gegenseitigen Anschuldigungen und chaotischen Szenen.

Blinken übte in seinem Eröffnungs-Statement harsche Kritik an China. Drei Punkte nannte der US-Außenminister in seiner Kritik:

  • Die Unterdrückung der Uiguren im Westen des Landes durch die Zentralregierung in Peking.
  • Die mutmaßlichen Cyber-Attacken der Chinesen auf die USA und ihre Verbündeten.
  • Die restriktive Politik der Zentralregierung aus Peking gegenüber der Sonderverwaltungszone Hongkong.

USA und China: Gegenseitige Vorwürfe beim Treffen in Alaska

Das wiederum wollte die chinesische Delegation aber nicht auf sich sitzen lassen. Jiechi reagiert auf Blinkens Anschuldigungen, in dem er die USA als den wahren „Champion“ in Sachen „Cyber-Attacken“ erklärte. Die Kritik der Biden-Regierung an mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen Chinas und aggressiver Politik der Volksrepublik gegenüber Taiwan und Hongkong konterte die chinesische Delegation ebenfalls. Es seien die USA, die ein „tief verwurzeltes Problem mit Menschenrechten“ hätten, so Jiechi. Die Vereinigten Staaten seien außerdem weit davon entfernt, eine „globale öffentlich Meinung“ zu repräsentieren.

Danach wollten laut dem US-Nachrichtensender CNN die anwesenden Kameraleute das Meeting wieder verlassen. Doch Blinken forderte sie zum Bleiben auf. Er habe noch mehr zu sagen, so der US-Außenminister, bevor man „mit der Arbeit beginnen“ könne. Die anwesenden Medienverterter:innen sollen laut CNN-Korrespondentin sichtlich verwirrt gewesen sein ob der chaotischen Szenen und des offenen Streits zwischen den Außenpolitikern.

USA wollen Beziehungen zu China verbessern

Das Treffen markiert damit einen denkbar schlechten Start für die Regierung von Joe Biden und Kamala Harris in die Beziehungen mit China. Außenminister Blinken hatte diese Beziehungen in seiner Antrittsrede als „den größten geopolitischen Test im 21. Jahrhundert“ bezeichnet.

Der Plan der Demokraten war es ursprünglich gewesen, die unter der Vorgänger-Regierung von Donald Trump stark gebeutelten Beziehungen zur Volksrepublik China wieder zu verbessern. Laut Jake Sullivan, Nationaler Sicherheitsberater Joe Bidens, suche die USA unter ihrer neuen Regierung keinen Konflikt mit China. Ob sich dieser nach dem ersten Treffen aber noch vermeiden lassen wird, das muss sich erst herausstellen. (Daniel Dillmann)

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