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Die USS Connecticut verlässt im Mai 2021 den Marinestützpunkt Kitsap-Bremerton.
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Die USS Connecticut verlässt im Mai 2021 den Marinestützpunkt Kitsap-Bremerton.

Unfall der „USS Connecticut“

Atom-U-Boot der USA stößt vor China mit unbekanntem Objekt zusammen

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Im Indopazifik sorgt ein nicht identifizierter Gegenstand für Aufregung. China äußert daraufhin scharfe Kritik an den USA.

Peking/Washington, DC - Unbekannte Objekte gibt es vor allem in der Luft. Doch ganz offenbar kommen sie auch im Wasser vor. Es scheinen also nicht nur Ufos in dieser Welt zu existieren, sondern auch Uwos, unbekannte Wasserobjekte sozusagen. Ein solches Uwo sorgt nun im Indopazifik für helle Aufregung. Dort ist nämlich ausgerechnet ein Atom-U-Boot der USA mit einem dieser nicht identifizierten Gegenstände zusammengerasselt. Das gibt zu denken.

Wie die US-Marine jetzt mitteilte, ereignete sich der Unfall der „USS Connecticut“ bereits am Samstag (02.10.2021). Niemand an Bord des Jagd-U-Bootes der Seawolf-Klasse sei lebensbedrohlich verletzt worden. Die auf die Marine spezialisierte Nachrichten-Website Usni News berichtete, dass rund ein Dutzend Besatzungsmitglieder „mittlere bis leichte Verletzungen“ erlitten hätten. Der Atomantrieb des U-Boots wurde laut US-Marine nicht beschädigt. „Das U-Boot befindet sich weiterhin in einem sicheren und stabilen Zustand.“ Das Ausmaß der Schäden werde nun untersucht.

Ort des Geschehens waren laut US-Marine „internationale Gewässer in der Indopazifik-Region“. Nähere Angaben machte die Marine nicht. Laut US-Medien soll sich der Zwischenfall im Südchinesischen Meer ereignet haben. Ursache des Zusammenstoßes könnten demnach ein versunkenes Schiff oder ein Container gewesen sein. Das Boot solle nun auf dem US-Marine-Stützpunkt Guam inspiziert werden.

China „sehr besorgt“ über Zwischenfall mit Atom-U-Boot der USA

Im Südchinesischen Meer will China seine Vormacht ausbauen. Die USA zeigen daher dort verstärkt Präsenz. Erst vor wenigen Tagen hatte sich Washington „sehr besorgt“ über die jüngsten Militäraktionen Pekings gegenüber Taiwan geäußert. Das Eindringen chinesischer Militärflugzeuge in die Identifikationszone zur Luftverteidigung (ADIZ) Taiwans sei „destabilisierend, riskiert Fehlkalkulationen und untergräbt Frieden und Stabilität in der Region“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Ned Price.

Aber was die USA können, kann China schon lange. Nach der Kollision war Peking an der Reihe, sich „sehr besorgt“ zu zeigen. So forderte Zhao Lijian die USA nun auf, den genauen Ort und Details des Zwischenfalls sowie den Zweck der Fahrt offenzulegen. Auch müsse geklärt werden, so der Sprecher des Außenministeriums, ob es ein nukleares Leck gegeben habe und die Umwelt geschädigt worden sei.

Zhao Lijian übte schwere Kritik an den USA, die im Südchinesischen Meer unter dem Banner der freien Schifffahrt „Wellen machen“. „Das ist die Ursache dieses Zwischenfalls.“ Die USA gefährdeten Frieden und Stabilität in der Region. Er warf den USA auch vor, den Unfall zu vertuschen und nicht transparent zu agieren. Der Zwischenfall zeige auch, dass der geplante Verkauf eines Atom-U-Bootes durch die USA an Australien die regionalen Sicherheitsrisiken verstärken dürften. (cs/dpa/afp)

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