Der Tag nach den Plünderungen in Chicago: Eine Frau blickt durch ein zerschlagenes Schaufenster.
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Der Tag nach den Plünderungen in Chicago: Eine Frau blickt durch ein zerschlagenes Schaufenster.

Krawalle in den USA

Plünderungen in Chicago: Eskalation nach Schusswechsel und Falschmeldung

Nach einem Schusswechsel der Polizei mit einem Verdächtigen kommt es in Chicago zu Gewaltausbrüchen und Plünderungen.

  • Plünderungen und Gewaltausbrüche in der Innenstadt von Chicago
  • Schusswechsel der Polizei mit einem Verdächtigen war Auslöser für die Ausschreitungen in Chicago
  • Mehr als 100 Verdächtige wurden von der Polizei in Chicago festgenommen, 13 Polizisten wurden leicht verletzt

Chicago - In der US-Millionenmetropole Chicago im Bundesstaat Illinois ist es zu Ausschreitungen und Plünderungen gekommen. Die Medien in den USA berichten von mehreren hundert Menschen, die in der Nacht zum Montag (Ortszeit) in einer bekannten Einkaufsgegend, der sogenannten Magnificent Mile, in der Innenstadt Schaufensterscheiben demolierten und Waren stahlen.

Auf Videos sind auch Auseinandersetzungen mit der Polizei zu sehen. Mehr als 100 Verdächtige seien bei den Krawallen und Plünderungen in Chicago festgenommen und zwei Menschen angeschossen worden, hieß es. 13 Polizisten seien verletzt worden..

Plünderungen in Chicago: Schusswechsel und Falschmeldung sollen Auslöser gewesen sein

Auslöser war offenbar ein Schusswechsel zwischen einem Verdächtigen und der Polizei am Sonntagnachmittag. Nachdem die Polizei wegen eines bewaffneten Mannes alarmiert wurde, leistete sie sich laut Chicagos Polizeichef David Brown eine Verfolgungsjagd mit dem Verdächtigen, der schließlich das Feuer eröffnet haben sollte.

Bürgermeisterin Lori Lightfoot nannte die Ereignisse in Chicago „schlicht und ergreifend kriminelles Verhalten“. Möglicherweise hätten über soziale Medien geteilte Falschinformationen zu einem angeblich von der Polizei erschossenen 15-Jährigen infolgedessen zu den Unruhen geführt.

Der Zugang zur Innenstadt von Chicago wurde infolge der Ausschreitungen und Plünderungen vorübergehend eingeschränkt. Das Polizeiaufgebot in den betroffenen Teilen Chicagos erhöht.

Kriminalität wird in Chicago zu einem immer größeren Problem

Die Ausschreitungen treffen Chicago zu einer Zeit, in der die Straftaten in der Metropole im US-Bundesstaat Illinois, die ohnehin eine hohe Kriminalitätsrate hat, deutlich zugenommen haben. US-Präsident

2020 könnte Chicago, die drittgrößte Stadt der USA, die höchste Mordrate seit mehr als 20 Jahren erreichen. Durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind viele Menschen in ihrer Existenz bedroht. Dazu kommen die anhaltenden Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner, seit dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis vor mehr als zwei Monaten.

Gerade in Portland, im US-Bundesstaat Oregon, kam es seitdem zu wochenlangen gewaltsamen Protesten. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump kündigte zuletzt weitere Verschärfungen im Vorgehen gegen Demonstranten und mutmaßliche Gewalttäter an. (dpa/Yannick Wenig)

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