1. Startseite
  2. Politik

„Bis wir Freiheit zurückhaben“: Trumps Kandidatin kämpft verbissen gegen Niederlage

Erstellt:

Von: Christian Stör

Kommentare

Ein Bild aus fröhlicheren Tagen: Kari Lake mit Donald Trump, vor ihrer Niederlage bei den Midterms.
Ein Bild aus fröhlicheren Tagen: Kari Lake mit Donald Trump, vor ihrer Niederlage bei den Midterms. © IMAGO/Christopher Brown

Kari Lake zweifelt ganz im Stile Trumps ihren Misserfolg in Arizona an. Die Republikanerin will bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen.

Phoenix/Mar-a-Lago - Kari Lake gibt nicht auf. Noch immer will die Republikanerin ihre Niederlage bei den Midterms in den USA nicht wahrhaben. Jetzt nutzte die glühende Anhängerin von Donald Trump einen gemeinsamen Auftritt mit dem früheren Präsidenten in dessen Anwesen in Mar-a-Lago, um ein für allemal festzuhalten, dass sie das Ergebnis der Wahl zur neuen Gouverneurin im US-Bundesstaat Arizona vor dem Supreme Court, dem Obersten Gerichtshof der USA, anzufechten gedenke.

„Unsere Bewegung ist so massiv, dass sie uns stoppen mussten, weil wir genau das tun wollten, was dieser erstaunliche Mann [Trump] in Arizona für Amerika getan hat“, sagte Lake in unmissverständlichem Tonfall und erklärte auch detailliert, was sie damit eigentlich meinte: „Die Grenzen zu sichern, die Kartelle zu stoppen, die Kriminalität zum Erliegen zu bringen, unsere Straßen wieder sicherzumachen.“ Aber ach: „Das wollten sie nicht.“

Trump-Kandidatin will vor den Supreme Court ziehen

Es ist wohl leicht zu beantworten, wen die Republikanerin mit dem zweimal erwähnten „sie“ eigentlich meinte. Es sind die Demokraten, die ihrer Meinung nach bei den Zwischenwahlen im November 2022 in Arizona die Wahl nur durch massiven Betrug gewonnen haben können. Und deshalb „kämpfen wir weiter“ – und zwar so lange, „bis wir unsere Freiheit zurückhaben“.

NameKari Ann Lake
Geboren23. August 1969
GeburtsortRock Island, Illinois
ParteiRepublikaner

Auf diese Freiheit wartet Lake schon seit mehr als zwei Jahren, zählt sie doch zu jenen, die Trumps unbegründete Behauptungen wiederholen, Joe Biden habe die Präsidentschaftswahl 2020 „gestohlen“. Trump, der die frühere TV-Moderatorin im Wahlkampf unterstützt hatte, hat seine damalige Niederlage bis heute nicht eingestanden.

Dass die Demokratin Katie Hobbs, die die Wahl im November mit knapp 17.000 Stimmen Vorsprung gewonnen hat, seit dem 3. Januar in Amt und Würden ist, scheint Lake auch nicht weiter zu stören. „Wir sind jetzt vor dem Berufungsgericht. Wir werden es vor den Obersten Gerichtshof von Arizona bringen. Wir werden vor den Obersten Gerichtshof der USA gehen.“

Lake kann bleibt Beweis für „Wahlbetrug“ schuldig

Das zeugt vom Kampfgeist, auch wenn Lake bisher mit all ihren Versuchen, das Ergebnis rückgängig zu machen, bisher kläglich gescheitert ist. Erst im Dezember hatte ein Richter eine Klage der Republikanerin abgewiesen. Es gebe keine eindeutigen oder überzeugenden Beweise für das von Lake behauptete systematische Fehlverhalten von Verantwortlichen bei der Wahl.

Lake kündigte unmittelbar nach Bekanntwerden der Entscheidung an, das Urteil anfechten zu wollen, um „das Vertrauen und die Ehrlichkeit in unsere Wahlen wiederherzustellen“. Schließlich habe sie der Welt bewiesen, dass sich die Wahlen außerhalb des Gesetzes bewegen, behauptete die 53-Jährige auf Twitter, blieb aber den von ihr behaupteten Beweis schuldig. (Christian Stör)

Auch interessant

Kommentare