Donald Trump und Melania Trump an der Gedenkstätte für Flug 93 in Shanksville, Pennsylvania.
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Donald Trump und Melania Trump an der Gedenkstätte für Flug 93 in Shanksville, Pennsylvania.

US-Wahl 2020

11. September: Donald Trump spricht in Pennsylvania - auch Joe Biden kommt vorbei

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Zum Gedenken an die Terroranschläge des 11. Septembers besuchen Donald Trump und Joe Biden eine Gedenkstätte in Shanksville, Pennsylvania. Entführer ließen hier ein Flugzeug abstürzen.

  • Am 19. Jahrestag wird den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gedacht
  • US-Präsident Donald Trump und Joe Biden besuchen eine Gedänkstätte in Shanksville, Pennsylvania
  • Entführer ließen am 11. September ein Flugzeug bei Shanksville zum Absturz bringen - alle Insassen starben

+++ 19.52 Uhr: Auch Joe Biden ist am Denkmal für „Flug 93“ in Shanksville, Pennsylvania angekommen. Der Präsidentschaftskandidat hat einen Kranz für die 40 Insassen niedergelegt, deren Flugzeug am 11. September entführt und zum Absturz gebracht wurde. In einer anschließenden Rede sprach Biden die Stärke von Angehörigen der Opfer an und erzählte, was der Tag ihm persönlich bedeute.

„Es bedeutet, dass ich mich an alle Freunde erinnere, die ich verloren hab“, so Biden. Es brauche viel Mut, heute zurückzukommen, nachdem man jemanden verloren hat. „Ich spreche aus Erfahrung. Meine Frau, meine Tochter, meinen Sohn - man erlebt den Moment noch einmal, als würde er erneut passieren. Es ist hart.“ Biden bewundere zudem die Familien, die zum Gedenken an die Opfer erscheinen.

Joe Biden legt am Denkmal einen Kranz für die Opfer von Flug 93 nieder.

11. September: Donald Trump und Joe Biden sprechen in Shanksville

+++ 18.10 Uhr: Die Demokratische Vize-Kandidatin Kamala Harris war ebenfalls bei einer Gedenkveranstaltung für die Terroranschläge des 11. September zu Gast. In Fairfax (US-Bundesstaat Virginia) hielt sie eine Rede und beschrieb, wie sie den Tag vor 19 Jahren erlebte. „Ich war in Kalifornien in einem Fitnessstudio“, erzählte Harris. „Als die Bilder eintrafen, ist jeder von seinem Equipment weggegangen. Wir standen nur ungläubig da. Fremde haben sich umarmt“, sagte sie.

Der 11. September hätte ihr beigebracht, dass der menschliche Geist keine Grenzen kenne. Sie lobte die Einsatzkräfte und bezeichnete Mut und Liebe in schweren Situationen als amerikanische Instinkte.

11. September: Donald Trump hält eine Rede in Shanksville, Pennsylvania

+++ 16.51 Uhr: Bei den Terroranschlägen am 11. September seien „3.000 wertvolle und wunderschöne Seelen“ genommen worden, sagte US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede in Shanksville, Pennsylvania. Obwohl man den Schmerz nicht beseitigen kann, könne man den Angehörigen helfen, die Last von ihren Schultern zu nehmen. Trump beschrieb, wie die Fluggäste und die Besatzung an Bord von Flug 93 die USA vor dem Schlimmsten bewahrt hätten. 40 mutige Männer und Frauen hätten am 11. September 2001 radikal islamistische Terroristen aufgehalten, in das Kapitol zu fliegen. „20 Minuten waren sie von ihrem finsteren Ziel entfernt“, so Trump.

„Amerika wird immer wieder auferstehen und zurückkämpfen“, betonte der Präsident. Die Insassen des Flugzeugs hätten das „amerikanischste“ überhaupt gemacht, sagte Trump. „Sie haben abgestimmt und gehandelt“, als sie versuchten, die Terroristen im Cockpit des Flugzeugs zu überwältigen. Er dankte den Feuerwehrleuten, Polizisten und der Hafenbehörde in New York, die sich für die Rettung von Menschenleben am 11. September einsetzten.

Donald Trump erzählt von den Erfolgen der USA in der Bekämpfung internationalen Terrors. Den Anführer des Islamischen Staats, Abu Bakr al-Baghdadi sei erfolgreich getötet worden. Auch der Iranische General Qasem Soleimani, den er einen „schonungslosen Schlachter“ nennt, der zahlreiche amerikanische Truppen auf dem Gewissen habe, wie Trump behauptete, ist tot. Zuvor wurden die Namen der Opfer von Flug 93 vorgelesen. Am 11. September ließen islamistische Terroristen ein Flugzeug bei Shanksville abstürzen.

Joe Biden wird erst später in Shanksville eintreffen. Am Morgen (Ortszeit) befand sich der demokratische Präsidentschaftskandidat noch in New York. Bei der dortigen Gedenkveranstaltung traf er auch Vizepräsident Mike Pence, den er kurz grüßte.

Donald Trump und Melania Trump an der Gedenkstätte für Flug 93 in Shanksville, Pennsylvania.

11. September: Donald Trump und Melania Trump treffen in Shanksville ein

+++ 15.47 Uhr: US-Präsident Donald Trump und die First Lady Melania Trump sind an der Gedenkstätte für Flug 93 in Shanksville eingetroffen. An Bord der Air Force One legten sie zuvor eine Schweigeminute ein. Um 8.46 Uhr (Ortszeit) wurde an den Beginn der Terroranschläge des 11. September gedacht, als das erste Flugzeug in das World Trade Center gelenkt wurde. Der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, der ebenfalls mit Trump nach Shanksville reist, soll die Schweigeminute mit den Worten „Gott schütze Amerika“ beendet haben, wie der Nachrichtensender „CNN" berichtet. Trump wiederholte die Worte.

Gedenken für die Kamera: Donald Trump und Ehefrau Melania inklusive Entourage an Bord der Air Force One.

Joe Biden befindet sich derzeit noch am 9/11-Mahnmal in New York. Hier werden die Namen der fast 3.000 Todesopfer aus dem World Trade Center vorgelesen, die am 11. September 2001 ums Lebens kamen.

11. September 2001 in Shanksville: Donald Trump besucht Absturzstelle von Flug 93 in Pennsylvania

Shanksville - Zum Jahrestag der Terroranschläge am 11. September 2001 besuchen US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer bei der anstehenden Präsidentschaftswahl, Joe Biden, die Gemeinde Shanksville im Bundesstaat Pennsylvania.

Nachdem islamistische Terroristen zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York und ein weiteres ins Pentagon gelenkt hatten, wurde ein viertes bei Shanksville zum Absturz gebracht. 33 Fluggäste und sieben Besatzungsmitglieder, sowie die vier Entführer kamen ums Leben. Insgesamt starben bei den Anschlägen in den USA fast 3.000 Leute.

Gedenken an den 11. September in den USA: Donald Trump und Joe Biden besuchen Shanksville

Bei der Gedenkveranstaltung werden Donald Trump und die First Lady Melania Trump die Gedenkstätte in Pennsylvania von 9.30 bis 10.45 Uhr Ortszeit (15.30 bis 16.45 Mitteleuropäsiche Sommerzeit) besuchen, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses mit. Um 15.45 Uhr wird ein 20-minütiger „Moment der Erinnerung“ beginnen. Der Name von 40 Passagieren und Besatzungsmitglieds wird laut vorgelesen während die „Glocken der Erinnerung" geläutet werden.

Joe Biden und seine Frau Jill Biden besuchen zunächst das 9/11-Mahnmal und -Museum in New York, bevor auch sie am Nachmittag (Ortszeit) nach Shanksville reisen, um den Opfern der Anschläge zu gedenken. Bereits 2011 und 2012 sprach der damalige Vizepräsident in Pennsylvania. Die demokratische Vize-Kandidatin Kamala Harris wird ebenfalls sprechen. In Fairfax im Bundesstaat Virginia wird sie sich bei einer Gedenkveranstaltung äußern.

Gedenken an den 11. September in den USA: Absturz von Flug 93 in Shanksville

Das Denkmal für „Flug 93“ in Pennsylvania wurde zu Ehren der 40 Leute an Bord des United Airlines Flugs 93 gebaut, die über ihre Handys erfuhren, dass sie in die Hände eines Suizidkommandos geraten waren. Zusammen mit der Crew attackierten die Passagiere deshalb die Entführer, die daraufhin die Boeing 757 um 10.03 Uhr (Ortszeit) bei Shanksville in Pennsylvania auf einem Feld zum Absturz brachten.

Das vierköpfige Terrorkommando soll wohl versucht haben, die Maschine ins Kapitol in Washington D.C. zu steuern. Durch ihr Eingreifen sollen die Passagiere schlimmeres vehindert haben. Das geht aus Anrufen hervor, die Fluggäste kurz vor ihrem Tod führten.

Präsidentschaftskandidat Joe Biden wird zum Gedenken an den 11. September nach New York und Shanksville reisen.

Gedenken an den 11. September in den USA: Donald Trump und Melania Trump kehren nach Shanksville zurück

Bereits 2018 besuchte Donald Trump die Gedenkstätte in Shanksville und pries die Fluggäste und Besatzungsmitglieder: „Sie sind als Fremde an Bord gegangen und werden bis in alle Ewigkeit Helden sein“, sagte er damals. Mit ihrem „unglaublichen Mut" hätten sie gezeigt, "dass keine Macht auf der Welt jemals den amerikanischen Geist erobern kann."

Das Gelände der Gedenkstätte in Pennsylvania ist etwa 890 Hektar groß - das entspricht rund 1.247 Fußballfeldern. Am Mahnmal bei Shanksville befindet sich der 30 Meter hohe „Turm der Stimmen“. In der Konstruktion aus Beton und Stahl sind in Gedenken an die Opfer 40 Glockenspiele angebracht, die jeweils einen anderen Klang haben.

Pennsylvania gilt als sogenannter „Swing State“ bei der Präsidentschaftswahl am 3. November. Es wird ein enges Rennen zwischen Donald Trump und Joe Biden erwartet. (lrg/afp)

Zuletzt hatte sich Donald Trump selbst mit Winston Churchill verglichen, um sich gegen die Kritik nach den Enthüllungen aus Bob Woodwards neuem Buch zur Wehr zu setzen.

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