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US-Wahlen 2020: So wichtig sind die Wahlmänner für Donald Trump und Joe Biden

Die Wahlmänner spielen bei den US-Wahlen 2020 eine entscheidende Rolle. Das Prinzip dahinter ist komplex und könnte Donald Trump zum Verhängnis werden.

  • US-Wahlen 2020: Entscheidung zwischen Donald Trump und Joe Biden
  • Sogenannte Wahlmänner entscheiden über den künftigen US-Präsidenten
  • „The winner takes it all“ - Ein Prinzip, welches über Sieg oder Niederlage entscheidet

Washington - Dieses Jahr stehen erneut die US-Präsidentschaftswahlen an. Kandidaten für das Amt ab 2020 sind Joe Biden und Donald Trump - wer wird das Rennen machen? Beide sind zwar noch nicht nominiert, allerdings steht jetzt schon fest, dass sie gemeinsam um das Amt des neuen Präsidenten der USA kämpfen werden. Wer am Ende der neue US-Präsident wird, entscheidet nicht direkt das Volk. Dafür gibt es die sogenannten Wahlmänner, die am Ende den neuen Präsidenten der USA wählen.

Die US-Wahlen 2020

Die Bürger der USA wählen alle vier Jahre einen neuen Präsidenten. Das Wahlsystem ist allerdings sehr komplex. Grundsätzlich entscheidet sich die Wahl zwischen zwei große Parteien in den USA: den Republikanern und den Demokraten. Aus beiden Parteien geht am Ende ein Kandidat ins Rennen um das Amt des Präsidenten. In den Vorwahlen wird zunächst entschieden, welchen Kandidaten eine Partei ins Rennen schickt. Dieses Jahr entscheidet es sich voraussichtlich zwischen dem Republikaner Donald Trump und dem Demokraten Joe Biden. Dieser wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern über Wahlmänner. Jeder Wahlmann steht für eine der beiden Parteien und wird direkt von den Bürgern des jeweiligen US-Bundesstaates gewählt. Anschließend wählen die Wahlmänner den neuen Präsidenten sowie den Vizepräsidenten.

Die Rolle der Wahlmänner bei den US-Wahlen 2020

Jeder US-Bundesstaat hat eine festgelegte Anzahl an Wahlmännern. Das Wahlmännergremium wird auch „Electoral College" genannt. Dieses hängt von der Anzahl der Abgeordneten im Kongress ab. Dazu zählen die Sitze im Senat sowie dem Repräsentantenhaus. Insgesamt gibt es 538 Wahlmänner, die am Ende darüber entscheiden, wer das neue Staatsoberhaupt wird. Es gilt, wer mehr als die Hälfte aller Wahlmänner auf seiner Seite hat, also mehr als 270 Stimmen, gewinnt die Wahl. Man kann also schon nach der Wahl der Wahlmänner sagen, wer das Rennen macht. Die Stimmen werden anschließend vom Kongress gezählt und am 20. Januar 2021 wird der neue Präsident in sein Amt eingeführt.

„The winner takes it all“ - Das Prinzip der US-Wahlen 2020

Jeder US-Bundesstaat hat unterschiedliche Regelungen zu den Wahlen. „The winner takes it all“- Dieses Prinzip ist am weitesten verbreitet. Um das Prinzip der Wahlmänner zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass der Kandidat US-Präsident wird, der die meisten US-Bundesstaaten für seine Partei gewinnen kann. In den einzelnen Bundesstaaten entscheiden hierbei die Stimmen der Wahlmänner. Gibt zum Beispiel ein Staat mehr Stimmen für die Republikaner, so würde in diesem Fall Donald Trump den Staat für sich gewinnen, auch wenn ein paar der Wahlmänner womöglich für die Demokraten gestimmt haben. Deswegen sind die Swing-States von entscheidender Bedeutung bei den US-Wahlen.

Anzahl der Wahlmänner 2020 nach US-Bundesstaat

Aus dem National Archive der Vereinigten Staaten schützt und erhält historische und staatliche Dokumente des Landes. Dort findet man unter anderem wichtige Informationen zu den US-Präsidentschaftswahlen sowie zu der Anzahl der Wahlmänner in jedem Bundesstaat.

US-BundesstaatAnzahl der Wahlmänner
Alabama9
Alaska3
Arizona11
Arkansas6
California55
Colorado9
Conneticut7
Delaware3
District of Columbia 3
Florida29
Georgia16
Hawaii4
Idaho4
Illinois20
Indiana11
Iowa6
Kansas6
Kentucky8
Louisiana8
Maine 4
Maryland 10
Massachusetts11
Michigan16
Minnesota10
Mississippi6
Missouri10
Montana3
Nebraska5
Nevada 6
New Hampshire 4
New Jersey 14
New Mexico5
New York29
North Carolina 15
North Dakota3
Ohio18
Oklahoma 7
Oregon7
Pennsylvania 20
Rhode Island 4
South Carolina9
South Dakota 3
Tennessee11
Texas38
Utah 6
Vermont 3
Virginia13
Washington12
West Virginia 5
Wisconsin 10
Wyoming 3

Rubriklistenbild: © dpa / Rourke, Semansky

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