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Trump in einer Umfrage deutlich beliebter als DeSantis

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Von: Sandra Kathe

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Die Mehrheit republikanischer Wähler:innen hat ein positives Bild von Donald Trump. Dennoch scheint ein Sieg seines Konkurrenten gegen Biden wahrscheinlicher.

Washington – Trotz eher enttäuschender Ergebnisse in den Midterms und etlichen juristischen Skandalen um den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump scheint dessen Rückhalt unter Wähler:innen der US-Republikaner immer noch groß zu sein. Das ergab laut Berichten der US-Nachrichtenplattform The Hill eine Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Morning Consult. Die am Mittwoch (18. Januar) veröffentlichte Studie ergab demnach, dass immer noch fast die Hälfte der Befragten eine erneute Kandidatur des 76-Jährigen befürworten.

Sein schärfster Konkurrent, der republikanische Gouverneur des Bundesstaats Florida, Ron DeSantis, liegt in der Umfrage mit 31 Prozent Zustimmung deutlich hinter Trump. Bemerkenswert ist das vor allem im Widerspruch zu zahlreichen anderen Umfragen, die bereits seit November andeuten, dass Trump den Rückhalt seiner Partei und Wählerschaft verlieren könnte. Im Herbst waren bei den Zwischenwahlen in den USA viele der radikaleren, von Trump gestützten Kandidat:innen bei den Wählern durchgefallen, sodass der erwartete Erdrutschsieg in den Midterms ausblieb. Viele gaben Trump und seinen Skandalen dafür persönlich die Schuld.

Viele republikanische Wähler:innen favorisieren laut einer Umfrage Donald Trump als Präsidentschaftskandidat. Dessen Widersacher Ron DeSantis werden aber die besseren Chancen gegen Biden eingeräumt.
Viele republikanische Wähler:innen favorisieren laut einer Umfrage Donald Trump als Präsidentschaftskandidat. Dessen Widersacher Ron DeSantis werden aber die besseren Chancen gegen Biden eingeräumt. (Symbolbild) © Joe Raedle/AFP

Umfrage zu Präsidentschaftswahlen in den USA: 77 Prozent mit positivem Bild von Trump

Die Studie basiert auf der Befragung von 829 Personen, die angaben, bei den Präsidentschaftswahlen für die Republikaner stimmen zu wollen, und wurde laut Morning Consult zwischen dem 13. und 15. Januar durchgeführt. Auf Platz drei der beliebtesten Kandidat:innen lag Trumps ehemaliger Vize-Präsident Mike Pence mit acht Prozent der Stimmen, noch weniger Rückhalt hatte die erklärte Trump-Gegnerin Liz Cheney, die als Vertreterin der Republikaner im Untersuchungsausschuss zum Kapitolsturm saß, mit drei Prozent.

Laut der Umfrage von Morning Consult gaben 77 Prozent der möglichen Republikaner-Wähler:innen zudem an, eine positive Meinung über Trump zu haben. Das deutet an, dass den zuletzt sinkenden Beliebtheitswerten des abgewählten Präsidenten womöglich eine Kehrtwende bevorstehen könnte. Auf die Frage, wen die Trump-Wähler:innen als zweite Wahl für die Rolle des republikanischen Präsidentschaftskandidaten favorisieren würden, stimmten 44 Prozent für DeSantis, 21 Prozent für Pence, und sieben Prozent für den texanischen Senator Ted Cruz. Von den DeSantis-Wählerinnen indessen gab indes nur knapp ein Drittel an, als zweite Wahl für Trump stimmen zu wollen.

Präsidentschaftswahl in den USA: DeSantis mit besseren Chancen gegen Biden als Trump

Dennoch legte die Umfrage laut The Hill gleichzeitig nahe, dass DeSantis als Kandidat womöglich bessere Chancen haben könnte, den demokratischen Amtsinhaber Joe Biden zu besiegen, der trotz seines hohen Alters ebenfalls angekündigt hat, 2024 zur Wiederwahl antreten zu wollen. Laut der Umfrage-Ergebnisse von Morning Consult ergäbe ein Rennen zwischen DeSantis und Biden einen 3-Prozent-Vorsprung vor DeSantis (44 Prozent). Im Rennen Trump gegen Biden hingegen läge der Amtsinhaber mit 43 Prozent um drei Prozentpunkte vor seinem Vorgänger.

Bereits seit Trumps offizieller Ankündigung, erneut für das höchste politische Amt in den USA kandidieren zu wollen, wird unter Parteimitgliedern und Unterstützer:innen der Republikaner diskutiert, ob eine erneute Trump-Kandidatur kein zu großes Risiko darstellt. Gerade vor dem Hintergrund mehrerer Ermittlungen gegen den ehemaligen Präsidenten sowie einer Verurteilung von dessen Trump Organization wegen Steuerhinterziehung, haben viele von Trumps Parteifreunden davor gewarnt, den ehemaligen Präsidenten erneut zum Spitzenkandidaten zu machen. (ska)

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