Gefahr für Joe Biden?

Kanye West als Wahlhelfer? Dass Trumps Leute den Rapper unterstützen, hat seinen Grund

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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Kanye West tritt bei den US-Wahlen gegen Donald Trump und Joe Biden an. Dass Trumps Leute den Rapper zu unterstützen scheinen, hat seinen Grund.

  • Rapper Kanye West will gegen Donald Trump antreten und kandidiert für das Amt des US-Präsidenten
  • Doch was steckt tatsächlich hinter der Kandidatur des Rappers?
  • Alle Neuigkeiten und Hintergrundinformationen zu den US-Wahlen 2020

Washington - Seit der US-Rapper Kanye West seinen Hut in den Ring schmiss und bekannt gab, er wolle für das Amt des US-Präsidenten kandidieren, ist einige Zeit vergangen. Dass der Rapper aus den USA bei den US-Präsidentschaftswahlen 2020 im November kaum eine Chance haben wird, das zeigen die jüngsten Umfragen. Und doch will er gegen Donald Trump und Joe Biden antreten. Kritiker vermuten ein perfides Spiel seitens der Republikaner und dem Wahlkampf-Team von Donald Trump.

Anfangs inszenierte sich Kanye West als glühender Fan von Donald Trump.

Kandidatur von Kanye West bei US-Wahl – Der ehemals glühende Trump-Fan tritt gegen sein Idol an

Schon allein, dass Kanye West gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump antritt, hat vielerorts für gehobene Augenbrauen gesorgt. Denn der US-Rapper iszenierte sich immer wieder als Fan von Trump. So posierte er beispielsweise auf seinem Twitter Kanal mit der charakteristischen MAGA-Mütze („Make Amerika Great Again“) von Trumps Wahl-Kampagne. Auch zu Besuch im weißen Haus war der Rapper bereits zu Gast, wieder mit der Mütze der Trump-Anhänger, und outete sich als glühenden Trump-Fan.

Wahl in den USA: Was steckt hinter der Kandidatur des Rappers Kanye West gegen Donald Trump?

Zwar hat sich der Rapper Kanye West mittlerweile von Donald Trumps Politik distanziert, doch was steckt wirklich hinter seiner Kandidatur? Immer lauter werden die Stimmen, die die Kandidatur des Rappers als Wahlkampf-Hilfe für Donald Trump bezeichnen. Und die Hinweise darauf verdichten sich. Bereits ein umstrittenes Treffen zwischen Kanye West, Jared Kushner und Ivanka Trump hatte vor einigen Wochen für Furore gesorgt. George Conway, Erzfeind von Trump, warf den Beteiligten illegale Absprachen zwischen verschiedenen Wahlkampagnen im Kampf um die US-Wahl vor.

Rapper Kanye West
NameKanye Omari West
Geburtsdatum08.06.1977
GeburtsortAtlanta, Georgia
EhefrauKim Kardashian
KinderNorth West, Saint West, Psalm West, Chicago West

Aber damit nicht genug. In ihren Recherchen skizziert „The New York Times“ den großen Aufwand, der von Trumps-Wahlkampfteam betrieben werde, Kanye West im Wahlkampf zu unterstützen. Und das Ganze soll nur ein Ziel haben: Joe Biden Stimmen abzujagen. So wurde zuletzt die Anwältin Lane Ruhland laut der Zeitung und eines Twitter-Nutzers dabei gesehen, wie sie Stimmzettelunterschriften für Rapper Kanye West einreichte. Das Pikante: Die Anwältin arbeitete für die Kampagne von Donald Trump. Donald Trump gab daraufhin einige Tage später auf einer Pressekonferenz an, nichts mit den Anstrengungen zu tun zu haben, dass Kanye West in verschiedenen Bundesstaaten als Kandidat antritt.

Anfangs inszenierte sich Kanye West als glühender Fan von Donald Trump.

US-Wahl 2020: Rapper Kanye West soll Hilfe aus dem Team von Donald Trump bekommen

Doch der Fall Ruhland ist nicht der einzige. In mehreren Bundesstaaten der USA wird dem Rapper Kanye West aktiv seitens der Republikanischen Partei oder von Trump-Unterstützern dabei geholfen, als dritter Kandidat auf den Stimmzetteln zu erscheinen, berichtet die „The New Work Times“ weiter. Der Rapper könnte das Zünglein an der Waage gerade in den Swing-States sein, in denen Donald Trump und Joe Biden sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Die Theorie dahinter ist simpel. Ein schwarzer Kandidat könnte Joe Biden Stimmen der schwarzen Bevölkerung abspenstig machen und so zum Zünglein an der Waage mutieren.

Das hat auch Donald Trump erkannt, als er im Juli twitterte, dass Kanye West kein Problem damit haben sollte, Joe Biden die Stimmen aus der schwarzen Bevölkerung abzujagen, da Biden schließlich nichts für diese getan habe. Zwar ist noch völlig unklar, ob und wie viele Wähler bei der US-Wahl im November für Rapper Kanye West stimmen, dennoch stellt die Kampagne einen weiteren Unsicherheitsfaktor in einer Wahl dar, die sowieso schon chaotisch zu werden droht. (Von Sophia Lother)

Rubriklistenbild: © SAUL LOEB/AFP

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