Nach Wahlsieg von Joe Biden

Emotionen nach US-Wahl: CNN-Moderator bricht nach Wahlsieg von Joe Biden in Tränen aus

  • vonMirko Schmid
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Der Sieg von Joe Biden bei der US-Wahl 2020 sei für „so viele Menschen ein guter Tag“, so Van Jones. Seinen Emotionen ließ der CNN-Moderator anschließend freien Lauf.

  • Im Anschluss an die Bekanntgabe des Wahlsieges von Joe Biden ringt CNN-Moderator Van Jones mit der Fassung.
  • Das Ende der Herrschaft von Donald Trump lasse Minderheiten wieder atmen, so Jones.
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USA - Die historischen Reden von Joe Biden und Kamala Harris nach dem Sieg über Donald Trump, das große Feuerwerk über Bidens Heimatstadt Wilmington, die feiernden Massen in den Großstädten in den USA - der Ausgang der US-Wahl 2020 brachte Bilder und Worte mit sich, die vielen Menschen unvergessen bleiben werden.

Besonders sinnbildlich für die Erleichterung der Millionen von Menschen, die sich von Präsident Donald Trump im Stich gelassen, beleidigt und benachteiligt fühlten, sind die Tränen von CNN-Moderator Van Jones.

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Donald Trump abgewählt: CNN-Moderator bricht in Tränen aus

Kurz nachdem der Wahlsieg von Joe Biden - und damit die krachende Niederlage des „größten Präsidenten in der Geschichte der USA“ (Donald Trump über Donald Trump) - verkündet wird, schaltet CNN auf Van Jones. Dem Mann, der sich wie kaum ein anderer Kommentator in den US-amerikanischen Medien immer wieder mit starken Worten gegen Donald Trump und dessen Umgang mit Minderheiten in den USA gestellt hat, verschlägt es die Sprache. Dann überkommen den Moderator die Emotionen.

Van Jones räuspert sich. Er sagt, dass es jetzt wieder leichter sei, ein Vater zu sein. Dass es jetzt wieder leichter sei, seinen Kindern zu sagen, dass Charakter zählt. Ihnen zu sagen, dass die Wahrheit zählt. Ihnen zu sagen, dass es zählt, ein guter Mensch zu sein. Und dann rinnen ihm Tränen über die Wangen. Van Jones weint. Er weint Tränen der Erleichterung, der Ergriffenheit, der Befreiung. Er weint die Tränen der People of Color in den USA, die unter der Herrschaft von Donald Trump so unbegreiflich viel zu erleiden hatten.

Van Jones‘ Worte über das Ende der Präsidentschaft von Donald Trump rühren zu Tränen

Ab jetzt sei es so viel leichter für so viele Menschen in den USA. Für Muslime, die sich ab sofort nicht mehr davor fürchten müssten, dass der Präsident sie nicht im Land haben wolle. Für Immigranten, die sich nicht mehr davor fürchten müssten, einen Präsidenten zu haben, der ihnen an der Grenze ihre Kinder wegnimmt. Für die „Dreamer“, Kinder von Einwanderern, die grundlos aus dem Land geworfen werden. Spätestens in diesem Moment, im Angesicht eines gestählten Fernsehexperten und ehemaligen Umweltexperten der Obama-Regierung, dem während seiner Worte immer wieder die Stimme wegbricht, der öffentlich weint, fällt es vielen Zuschauer:innen schwer, nicht selbst mit den Tränen zu kämpfen. Und diesen Kampf so hilflos zu verlieren, wie Donald J. Trump seinen bequemen Sessel im Weißen Haus.

Van Jones: Unter Donald Trump hatten so viele Menschen das Gefühl, nicht atmen zu können

Der Sieg von Joe Biden sei eine Rechtfertigung für die, die wirklich gelitten hätten. Die nicht atmen konnten, sagt Jones, und erinnert an George Floyd. Der Mann, der diese Worte minutenlang wiederholte, kurz bevor er in Polizeigewahrsam verstorben war. So viele Menschen hätten selbst das Gefühl gehabt, in den letzten vier Jahren nicht atmen zu können, weil sie Donald Trumps hasserfüllte Tweets hätten ertragen müssen. Van Jones spricht von Eltern, die Angst um ihre Kinder gehabt hätten, und von Brüdern, die sich hätten sorgen müssen, wenn ihre Schwestern einfach auf dem Weg zu Supermarkt waren.

Der CNN-Moderator sagt, dass der Sieg Joe Bidens für die Menschen eine Befreiung sei, die so viel investiert hätten, um die Gesellschaft zusammenzuhalten. Es sei ein „Big Deal“ für People of Color, die endlich in der Lage seien, wieder ein Stück Frieden zu empfinden und eine Chance auf einen Neustart zu haben. Es sei der Charakter der Nation, der zähle. Es zähle wieder, ein guter Mann zu sein. Er wünsche sich, dass seine Söhne das sehen. Es sei einfacher, wie Donald Trump den billigen Weg zu gehen und damit davonzukommen. Doch es komme irgendwann zurück. Er schließt mit den Worten: „Das ist ein guter Tag für dieses Land. Es tut mir leid für die, die heute verloren haben. Für sie ist es kein guter Tag. Aber für so viele Menschen ist es ein guter Tag.“ (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Quelle: Screenshot/CNN

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