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Joe Biden hat seine Anhänger mit einem Versprecher begeistert.

US-Wahl 2020

Joe Biden nährt Spekulationen um Bewerbung

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Im November 2020 steht in den USA die nächste Präsidentschaftswahl an. Schon jetzt bringen sich mögliche Trump-Herausforderer in Stellung.

Am 3. November 2020 wird zum 59. Mal der Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. Zwar treten zwar zumeist zahlreiche Kandidaten an, doch Chancen auf die Präsidentschaft haben im Grunde nur Bewerber, die für die Republikaner oder die Demokraten ins Rennen gehen.

Der Kandidat der Republikaner steht im Grunde schon lange fest, US-Präsident Donald Trump hat bereits am Tag seiner Amtseinführung 2017 seine Kandidatur bekanntgegeben. Das bedeutet aber nicht, dass er nicht auch von republikanischer Seite herausgefordert werden könnte. Einen Gegenkandidaten gibt es tatsächlich: Bill Weld, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts, hat am 15. Februar 2019 ein Untersuchungskomitee gegründet, das klären soll, ob er als Republikaner zur Präsidentschaftswahl antreten wird. Chancen dürfte er aber keine haben. 

Entscheidender ist die Frage, wie der Kandidat der Demokraten heißen wird. Das ist derzeit noch völlig offen, doch gut zwei Jahre vor der US-Präsidentschaftswahl gilt es, sich so früh wie möglich in Stellung zu bringen. Das haben die ersten Anwärter inzwischen gemacht. Wir bieten einen Überblick über die wichtigsten Bewerber. 

Die Kandidaten

- Cory Booker, Senator aus New Jersey (D)

- Pete Buttigieg, Bürgermeister von South Bend, Indiana (D)

- Julian Castro, ehemaliger Minister unter Obama (D)

- John Delaney, Kongressabgeordneter aus Maryland (D)

- Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete aus Hawaii (D)

- Kirsten Gillibrand, Senatorin aus New York (D)

- Kamala Harris, Senatorin aus Kalifornien (D)

- John Hickenlooper, früherer Gouverneur aus Colorado (D)

- Jay Inslee, Gouverneur aus Washington (D)

- Amy Klobuchar, Senatorin aus Minnesota (D)

- Wayne Messam, Bürgermeisters von Miramar, Florida (D)

- Beto O‘Rourke, ehemaliger Kongressabgeordneter aus Texas (D)

- Bernie Sanders, Senator aus Vermont (D)

- Howard Schultz, früherer Starbucks-Chef (U)

- Elizabeth Warren, Senatorin aus Massachusetts (D)

- Bill Weld, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts (R)

 - Marianne Williamson, Autorin und Aktivistin (D)

- Andrew Yang, US-Unternehmer (D)

D=Demokrat, R=Republikaner, U=Unabhängiger

Kandidatur zurückgezogen

- Richard Ojeda, Staatssenator West-Virginia

Die Favoriten

Die Zahlen sind eindeutig. In den Umfragen liegt zumeist der frühere Vize-Präsident Joe Biden an der Spitze. Bei den Experten von CNN sieht das etwas anders aus. Im Power Ranking vom März 2019 liegt Biden noch immer auf Position zwei hinter Kamala Harris. Die Buchmacher glauben aber weiter an die alten weißen Männer: Bei Predictit liegen Bernie Sanders und Joe Biden gemeinsam an der Spitze, auch Electionbettingodds glaubt an die beiden. Auf dem Vormarsch befindet sich bei den Buchmachern aber der Unternehmer Andrew Yang, dessen jüngste Auftritte bei Joe Rogan und im „Breakfast Club“ für viel Begeisterung gesorgt haben.

Die Diskussionen darüber, wer nun die besten Chancen gegen Trump hätte, dürften damit weiter zunehmen. Schon seit geraumer Zeit tobt bei den Demokraten ein Kampf zwischen dem linken und dem moderaten Flügel über den Kurs der Partei.

17.3.2019: Joe Biden nährt Spekulationen um Bewerbung

Als ganz heißer Kandidat wird derzeit Joe Biden gehandelt. Das verwundert im ersten Augenblick, zählt der ehemalige Vizepräsident mit seinen 76 Jahren ähnlich wie Bernie Sanders nicht gerade zu den Jungspunden in der demokratischen Partei. Und wollen die Demokraten nicht eigentlich einen Neuanfang starten? Wie angesehen Biden ist, kann man auch daran ersehen, dass der ehemalige Präsident Obama ihm am 12. Januar 2017 die „Presidential Medal of Freedom with Distinction“ verlieh, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten - eine Würdigung, die nur äußerst selten erfolgt.

Noch hat sich Joe Biden nicht erklärt, doch bei einer politischen Großveranstaltung in seinem Heimat-Bundesstaat Delaware trat er ganz wie ein Präsidentschaftsbewerber auf. Und dann unterlief ihm auch noch ein vielsagender Versprecher. Er sei der Fortschrittlichste von jedem, der antrete „für die Vereinigten ...“, sagte Biden und unterbrach sich dann selbst: „Jedem, der antreten würde“, setzte er dann hinzu. 

Es deutet also alles darauf hin, dass Biden demnächst seine Kandidatur bekanntgeben wird.

14.3.2019: Beto O'Rourke will offenbar Kandidatur verkünden

Viele haben es schon seit längerer Zeit vermutet, jetzt scheint es Tatsche zu werden. Beto O'Rourke will bei US-Wahl 2020 für Demokraten antreten. Sein Heimatsender KTSM twitterte am Mittwoch: „Es ist offiziell. Beto O'Rourke geht ins Rennen für die Präsidentschaft.“ Berichten zufolge soll der Texaner dem Sender seine Pläne per SMS bestätigt haben. Der ehemalige Kongress-Abgeordnete für die texanische Grenzstadt El Paso deutete seine Absicht darüber hinaus in einem Porträt des Magazins „Vanity Fair“ an. 

Beto O‚Rourke will Trump herausfordern.

Beto O‘Rourke ist so etwas wie der große Hoffnungsträger der Partei. Vor wenigen Monaten noch fast unbekannt, hat er sich im vergangenen Jahr im Wahlkampf um den Senatssitz in Texas einen Namen gemacht. Zwar musste er sich dem Republikaner Ted Cruz geschlagen geben, doch der Abstand betrug gerade einmal 2,6 Prozentpunkte. Ein erstaunliches Ergebnis, wenn man weiß, dass seit dem Erfolg von Lloyd Bentsen 1988 die demokratischen Kandidaten im erzkonservativen Texas mindestens zweistellig verloren haben.

Ob er bei der Präsidentschaftswahl antreten wird, ist noch völlig offen. Doch in Umfragen unter Parteianhängern liegt er schon jetzt hinter Biden und Sanders auf Platz drei. Und bei Buchmachern wird O‘Rourke, dessen Wahlkampfteam aus vielen früheren Sanders-Helfern bestand, noch höher gehandelt. Für den 46-Jährigen spricht auch, dass viele Unterstützer Obamas von O‘Rourke begeistert sind - was der Spenden wegen besonders wichtig ist.

14.3.2019: Wayne Messam gründet Komitee

Wayne Messam, wer ist denn nun Wayne Messam? In Deutschland ist er völlig unbekannt, aber auch in den vereinten Staaten kennt ihn bisher kaum jemand. Nun gab er die Gründung eines Komitees bekannt - der erste Schritt hin zur Kandidatur. gründen werde, Allerdings dürfte das Komitee zu dem Schluss gelangen, dass die Chancen des Bürgermeisters von Miramar (Florida), Präsident der Vereinigten Staaten zu werden, gegen null tendieren dürften.

5.3.2019: Hillary Clinton schließt Kandidatur aus

Was ist mit Hillary Clinton? Lange war spekuliert worden, dass die 71-Jährige auch bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 noch einmal antreten könnte. Doch inzwischen hat die frühere Außenminister diese Möglichkeit ausgeschlossen. „Ich trete nicht an, aber ich werde weiter arbeiten, sprechen und mich für das einsetzen, woran ich glaube“, sagte Clinton am Montag dem New Yorker Fernsehsender „News 12“. Clinton kündigte in dem Interview an, weiter ihre politische Meinung zu sagen: „Was in unserem Land auf dem Spiel steht, die Dinge, die gerade passieren, sind für mich zutiefst beunruhigend.“

4.3.2019: John Hickenlooper will Präsident werden

john Hickenlooper hat seine Bewerbung um das Präsidentenamt bei der Wahl 2020 erklärt.

Auch der frühere Gouverneur des US-Bundesstaats Colorado John Hickenlooper will Donald Trump 2020 herausfordern. Hickenlooper bemängelte beim Fernsehsender ABC die zunehmende Polarisierung unter Trump. „Das ist wahrscheinlich die schlimmste Phase der Spaltung, die wir in dieem Land seit dem Bürgerkrieg gehabt haben.“

1.3.2019: Jay Inslee gibt Kandidatur bekannt

Das Bewerberfeld der Demokraten wächst weiter. Nun kündigte auch der Gouverneur des Bundesstaates Washington, Jay Inslee, an, bei den Vorwahlen zu kandidieren. Inslee erklärte, den Kampf gegen den Klimawandel zur obersten Priorität seines Wahlkampfes zu machen. Der 68-Jährige ist seit 2013 Gouverneur des Westküstenstaates und blickt auf eine lange politische Karriere zurück. Allerdings zählt er zu den wenig bekannteren Namen unter den Bewerbern und liegt in Umfragen hinten.

19.2.2019: Bernie Sanders tritt an

2016 war für die Demokraten nun wirklich kein gutes Jahr. Hillary Clinton ist ursprünglich als klare Favoritin ins Rennen um die Präsidentschaft gegangen, doch dann kam der parteilose Bernie Sanders, der seit 2007 den Bundesstaat Vermont im US-Senat vertritt, und trat im Vorwahlkampf der Demokraten gegen Clinton an. Sanders gehört in den USA zu den linken Politikern - in Deutschland wäre er wohl den Sozialdemokraten zuzuordnen. Immerhin bezeichnet er seine politische Orientierung als „democratic socialism“. Dass aber ein Politiker, der sich als Sozialist bezeichnet, in den USA wählbar ist, gehört zu den überraschenden Erkenntnissen des Wahlkampfs 2016.

Bernie Sanders will Trump ablösen.

Sanders ist nach wie vor sehr populär - wohl auch bei den Kubanern, wurde doch 2017 eine auf Kuba heimische Spinne (Spintharus berniesandersi) nach ihm benannt. Anderseits könnte ein zweiter Anlauf von Sanders auch alte Wunden aufreißen, hat doch der Wahlkampf 2016 bei den Demokraten geradezu ein Trauma ausgelöst. Auch die Frage nach seinem Alter verhallt nicht ungehört. Immerhin ist Sanders bereits 77 Jahre alt und würde, sollte er gewählt werden, im Alter von 79 Jahren ins Weiße Haus einziehen. Der bisher älteste Präsident war Ronald Reagan, der mit 77 Jahren aus dem Amt ausschied. Aber auch Donald Trump war bei Amtsantritt ja schon 70 und könnte, sollte er 2020 tatsächlich gewinnen, Reagan als Rekordhalter ablösen.

Allerdings hat Sanders auch mit anderen Problemen zu kämpfen. So behaupten ehemalige Mitarbeiter in einem vertraulichen Schreiben, dass es 2016 im Wahlteam „sexuelle Gewalt und Belästigungen“ gegeben habe. Sanders hat sich natürlich sofort reagiert und sich bei den betroffenen Frauen entschuldigt. Er habe von solchen Belästigungen nichts gewusst, sagte Sanders auf CNN. Hilfreich dürfte der Brief jedenfalls nicht gewesen sein, zumal seinen enthusiastischsten Anhängern, den sogenannten Bernie Bros, gerne Frauenfeindlichkeit vorgeworfen wird.

15.2.2019: Republikanischer Gegner für Trump?

Bill Weld hat den obligatorischen ersten schritt gemacht, um zu klären, ob er zur Präsidentschaftswahl antritt oder nicht: Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts hat ein Komitee gegründet. Spannend dabei: Er würde nicht als Demokrat, sondern als Republikaner antreten.

10.2.2019: Amy Klobuchar bewirbt sich um die Präsidentschaft

Amy Klobuchar begrüßt ihre schneebedeckten Anhänger im Boom Island Park, bevor sie ihre Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl 2020 bekannt gibt.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf gibt es natürlich auch einige Geheimtipps. Dazu gehört ganz ohne Frage auch Senatorin Amy Klobuchar aus Minnesota. Denn wenn jemand im Mittleren Westen der USA Trump das Wasser abgraben kann, dann ja wohl Klobuchar. 

Man muss sich nur einmal das Ergebnis der letzten Senatswahl in Minnesota ansehen, wo Klobuchar 65 Prozent der Stimmen erhielt. Die 58-Jährige könnte enorm wichtig werden, wenn es darum geht, in dieser Region Boden gegenüber Trump gutzumachen.

9.2.2019: Elizabeth Warren tritt an

Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren erklärt in Lawrence im Bundesstaat Massachusetts nun auch offiziell ihre Bewerbung um die Kandidatur der Demokraten. Mit ihrer Kandidatur war spätestens seit dem Silvestertag 2018 gerechnet worden, als sie ein Komitee gegründet hatte, das ihre Chancen im Fall einer Kandidatur ausloten sollte - ein in den USA übliches Vorgehen. 

Die Juraprofessorin, die an der Eliteuniversität Harvard lehrte, sitzt seit 2013 im Senat und hat sich einen Namen als lautstarke Kritikerin der Finanzindustrie gemacht. Ein beliebtes Feindbild ist auch Donald Trump, den sie immer wieder aufs Schärfste attackiert. Doch Trump wäre nicht Trump, würde er nicht ebenso hart zurückschlagen. Die Auseinandersetzung gipfelte schließlich im Pocahontas-Streit. Weil Warren behauptet, dass unter ihren Vorfahren auch amerikanische Ureinwohner seien, verspottet sie Trump regelmäßig als „Pocahontas“, eine bekannte Ureinwohnerin aus dem 17. Jahrhundert.

Im Juli 2018 forderte er sie schließlich auf, einen Test zu machen, um ihre Angaben endlich belegen zu können. Zudem versprach er, ihr bei einem positiven Ergebnis eine Million Dollar für eine Wohltätigkeitsorganisation ihrer Wahl zu geben.

Und was geschah? Warren unterzog sich tatsächlich einem Test und legte im Oktober das Resultat vor, wonach es „überzeugende Beweise“ dafür gebe, dass einer ihrer Vorfahren vor sechs bis zehn Generationen ein amerikanischer Ureinwohner gewesen sei. Gleichzeitig forderte sie Trump auf, seine Wettschulden einzulösen, woraufhin dieser von einem gefälschten Test sprach und sie als Schwindlerin beschimpfte. Natürlich gibt es auch einen entsprechenden Tweet dazu: Nur Menschen mit sehr geringem IQ, so Trump, würden Warren glauben.

Warren brachte die ganze Aktion jedenfalls überwiegend negative Kritiken ein. Im Grunde könnte es ihr so ähnlich gehen wie Hillary Clinton. Zwar dürfte sie fachlich die wohl kompetenteste Bewerberin der Demokraten sein, doch beim Wahlvolk kommt sie offenbar nicht so recht an.

1.2.2019: Cory Booker gibt Kandidatur bekannt

Bei den Demokraten geht es nun Schlag auf Schlag. Nächster Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur ist Senator Cory Booker. Der 49-Jährige gab in einem Video bekannt, dass er in den parteiinternen Vorwahlen antreten wird. 

Der Senator aus New Jersey gilt als sehr liberal. Er sitzt seit 2013 im Senat und machte sich unter anderem damit einen Namen, dass er Minister- und Richterkandidaten von Präsident Donald Trump in Anhörungen scharf befragte. 

28.1.2019: Marianne Williamson kandidiert

Als Autorin ist Marianne Williamson sehr erfolgreich: Bisher hat die 66-Jährige zwölf Bücher veröffentlicht, von den viele Bestseller wurden. Nun will sie auch Präsidentin werden - als Kandidatin der Demokratischen Partei.

28.1.2019: Howard Schultz prüft Kandidatur

2016 mischte Donald Trump das Bewerberfeld auf, nun will eventuell ein weiterer Milliardär ins Weiße Haus. Der ehemalige Starbucks-Chef Howard Schultz überlegt, gegen Trump anzutreten - als unabhängiger Kandidat. Noch aber ist nichts entschieden. Er will erst mal eine Tour durch die USA machen und binnen drei Monaten entscheiden, ob er antreten wird. 

Die Ankündigung bereitet vor allem den Demokraten Sorgen, da ihnen Schultz als unabhängiger Kandidat Stimmen kosten - und mithin Trump zur Wiederwahl verhelfen könnte.

25.1.2019: Richard Ojeda zieht zurück

Richard Ojeda, Staatssenator aus West-Virginia, zieht seine Kandidatur zurück.

21.1.2019: Kamala Harris tritt 2020 an

Ihre Kandidatur wurde bereits erwartet, jetzt macht Senatorin Kamala Harris ernst. Die 54-Jährige hat in einem Interview in der Fernsehsendung „Good Morning America“verkündet, dass sie sich für die Nominierung der Demokraten für das Präsidentenamt ab 2020 bewirbt.

Harris, die erst seit Januar 2017 im Senat sitzt, ist inzwischen aber zu einer Top-Politikerin der Demokraten aufgestiegen. Bekannt wurde sie im Sommer 2017 während der Senatsanhörungen, bei denen es um die möglichen Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung ging. Sie nahm die Befragten in die Mangel, drängte auf Antworten, hakte ständig nach Vor allem der damalige US-Justizminister Jeff Sessions konnte ein Lied davon singen. Auch den jetzigen Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh brachte Harris bei dessen Anhörung immer wieder ins Schwitzen. Das hinterließ Eindruck - bei Freund und Feind.

15.1.2019: Kirsten Gillibrand verkündet Kandidatur bei Stephen Colbert

Senatorin Kirsten Elizabeth Rutnik Gillibrand ist derzeit Senatorin für den Bundesstaat New York. In der Late Show verkündete sich gegenüber Moderator Stephen Colbert, dass sie in das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur einsteigen werde. 

„Ich werde für die Kinder anderer Leute genauso kämpfen wie für meine eigenen“, sagte Gillibrand. In dem kurzen Auftritt umriss sie bereits die ihr wichtigen Politikfelder: Gesundheitsversorgung sei ein Recht und kein Privileg, öffentliche Schulen sollten besser ausgestattet sein und berufliche Weiterbildung sollte jeder Person offen stehen.

Gillibrand ist laut einer Erhebung in Auftrag gegeben von dem Fernsehsender NBC News weitaus weniger bekannt als andere Kandidatinnen und Kandidaten der Demokraten. Ihr werden deshalb nur Außenseiterchancen gegeben. Allerdings war auch Barack Obama zu diesem Zeitpunkt dem Großteil der Amerikaner nicht bekannt, im Gegensatz zu seiner damaligen Konkurrentin um die Kandidatur bei den Demokraten: Hillary Clinton.

12.1.2019: Julián Castro verkündet seine Bewerbung

Der frühere Minister aus der Regierung von Barack Obama gab seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur vor einer jubelnden Menschenmenge im texanischen San Antonio bekannt. In der von zu zwei Dritteln von Latinos bewohnten Stadt war Castro mehrere Jahre Bürgermeister gewesen. In der Regierung von Obama bekleidete er - als jüngstes Kabinettsmitglied - das Amt des Wohnungsbauministers. Er gilt als erfahrener Politiker, ausgestattet mit einem außergewöhnlichen Redetalent. Während seiner Antrittsrede kritisierte er die Grenzpolitik von US-Präsident Donald Trump und versprach, dass er als Präsident niemals „Kinder in Käfige sperren“ würde.

11.1.2019: Tulsi Gabbard tritt an

Auch wenn die Vorwahlen erst im Januar 2020 beginnen, ist nun auch für andere Anwärter die Zeit gekommen, ihren Hut in den Ring werfen. In einem Interview mit dem Fernsehsender CNN hat nun auch Tulsi Gabbard, die für Hawaii im US-Repräsentantenhaus sitzt, ihre Kandidatur bekanntgegeben. Die 37-Jährige, die 2013 als erste Hindu in den Kongress der Vereinigten Staaten gewählt wurde, meldete sich 2004 für einen Einsatz im Irak, wo sie in einer Samitätseinheit tätig war.

Viel Kritik erntete sie im Januar 2017, als sie mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad zusammentraf. „Wir sollten uns mit jedem treffen, wenn es dazu beitragen kann, diesen Krieg zu beenden, der dem syrischen Volk so viel Leid zufügt“, sagte damals Gabbard, die Militärinterventionen ablehnend gegenübersteht. Dass sie von den Demokraten nominiert wird, ist nicht sehr wahrscheinlich.

31.12.2018: Elizabeth Warren gründet Komitee

Als erste Favoritin hat Elizabeth Warren ihren Hut in den Ring geworfen. Die demokratische Senatorin aus dem Bundesstaat Massachusetts eröffnete bereits am Silvestertag 2018 das Rennen der erfolgversprechendsten Kandidaten, indem sie, wie das in den USA so üblich ist, ein Komitee gründete, das ihre Chancen im Fall einer Kandidatur ausloten soll. Damit ist es ihr möglich, Mitarbeiter einzustellen und - was ja immer ganz besonders wichtig ist - Spenden zu sammeln. Ob die 69-Jährige, die dem linken Flügel der Demokraten angehört, tatsächlich antreten wird, ist aber noch lange nicht sicher. Ihre endgültige Entscheidung über eine Bewerbung will sie in Kürze bekanntgeben.

11.11.2018: Richard Ojeda verkündet Kandidatur

Richard Ojeda ist ein Staatssenator aus West-Virginia, dem ebenso keinerlei Chancen auf die Kandidatur eingeräumt werden.

6.11.2017: Andrew Yang kandidiert

Der US-Unternehmer Andrew Yang will für die Demokraten ins Rennen um die US-Präsidentschaft gehen.

28.7.2017: John Delaney will Trump herausfordern

John Delaney ist ein Kongressabgeordneter aus Maryland, dem keinerlei Chancen auf die Kandidatur eingeräumt werden. 8mit dpa/afp)

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