Donald Trump und Joe Biden
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Zur Wahl stehen der Republikaner und derzeitige Amtsinhaber Donald Trump und Joe Biden, der Gegenkandidat der Demokraten.

US-Wahl 2020

Trump oder Biden? So laufen die Wahlen in den USA 2020 ab

Die spannende USA-Wahl 2020. Termine, Vorwahlen, Wahltag, Amtseinführung – alles zum Ablauf der Präsidentschaftswahl in den USA.

  • Am 3. November 2020 öffnen sich in den USA die Wahllokale zur Präsidentschaftswahl.
  • Zur Wahl stehen der Republikaner und derzeitige Amtsinhaber Donald Trump und Joe Biden, der Gegenkandidat der Demokraten.
  • Vorausgegangen ist ein langer Prozess aus Vorwahlen, Parteitagen und Wahlkampfauftritten.

Washington – Am 3. November 2020 ist es soweit. Das ist der Tag der Präsidentschaftswahlen in den USA. Alle Wahllokale in den USA öffnen an diesem Tag und es entscheidet sich, wer nach den Wahlen 2020 das höchste Amt der USA innehaben wird: Joe Biden (77), der Kandidat der Demokraten, oder US-Präsident Donald Trump (74). 

Termin der US-Wahl 2020: Am 3. November entscheiden die USA über ihren neuen Präsidenten

Da sich die USA über insgesamt sechs Zeitzonen erstrecken, öffnen die Wahllokale zwar alle an diesem Datum, aber zu unterschiedlichen Zeiten. Die Staaten der Ostküste beginnen. Stunden später öffnen und schließen die Wahllokale in den Bundesstaaten der Westküste. Auch vorherige Briefwahl und teilweise auch Wahlen auf elektronischem Weg ist möglich. Die Regelungen sind in den Bundesstaaten allerdings unterschiedlich.

Der Wahlkampf um die Kandidatur zur US-Wahl 2020 begann bereits sehr früh

Wenn Anfang November gewählt wird, haben die Präsidentschaftskandidaten eine lange Zeit des Wahlkampfs hinter sich. Bereits eineinhalb Jahre vorher beginnt traditionell die Kampagne der potenziellen Kandidaten. Diese werden in einem langwierigen Prozess von Vorwahlen bestimmt, die traditionell in der ersten Hälfte des Jahres stattfinden, in der der Termin der Präsidentschaftswahl liegt.

USA Wahlen 2020: Die wichtigsten Termine zur Präsidentschaftswahl im chronologischen Überblick

  • 3. Januar 2019: Beginn der Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur innerhalb der Parteien
  • 17.-20. August 2019: Parteitage der Demokratischen Partei („Democratic National Convention”, DNC) in Milwaukee zur Bestimmung des Präsidentschaftskandidaten
  • 24.-27. August 2020: Parteitage der Republikaner zur offiziellen Bestimmung ihres Kandidaten in Jacksonville, Florida  
  • 3. November 2020: Election Day: offizieller Wahltag
  • 8. Dezember 2020: Spätestens an diesem Tag müssen die Bundesstaaten alle Kontroversen über die Auswahl des Wahlkollegiums endgültig gelöst haben
  • 14. Dezember 2020: Treffen des Electoral College (Wahlleute) in ihrem Bundesstaat, um den Präsidenten und die Vizepräsidentin zu wählen
  • 6. Januar 2021: Auszählung Stimmen im Kongress und offizielle Bekanntgabe des Wahlergebnisses
  • 20. Januar 2021: Inauguration Day – Vereidigung des neuen Präsidenten in Washington


Bei den Vorwahlen (Primaries) stimmen registrierte Wählerinnen und Wähler darüber ab, für wen die Delegierten ihres Bundesstaates auf dem abschließenden nationalen Parteitag stimmen sollen. In einer Reihe von Bundesstaaten ist die Kandidatenwahl noch komplizierter geregelt: Beim sogenannten Caucus wählen die Wahlberechtigten zunächst lokale Delegierte, die wiederum in mehreren Runden die Delegierten für den nationalen Parteitag wählen. Bei den Caucuses herrscht Anwesenheitspflicht. Beim Primary-Verfahren ist auch Briefwahl möglich.

Termine zur US-Wahl: Super Tuesday im März 2020

Der Startschuss zu den Vorwahlen fiel am 3. Februar 2020 im Bundesstaat Iowa. Weitere 14 Bundesstaaten und das Überseeterritorium Amerikanisch-Samoa stimmten am sogenannten „Super Tuesday“ über die Kandidaten ab. Dieser traditionell wichtige Termin fiel im Jahr 2020 auf den 3. März. 

August 2020: Donald Trump und Joe Biden stehen als Präsidentschaftskandidaten fest

Am Super Tuesday werden etwa ein Drittel aller Delegiertenstimmen vergeben – unter anderem in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Kalifornien und Texas. Bei den Demokraten konnte Joe Biden an diesem entscheidungsträchtigen Tag eine Reihe von Bundesstaaten für sich gewinnen. Für Donald Trump waren die Vorwahlen ein leichtes Spiel. Zwar hatte Trump republikanische Gegenkandidaten, doch die hatten gegen ihn keine Chance. Frühzeitig hatte Donald Trump bei den Vorwahlen genügend Stimmen der Delegierten gesammelt. Alle anderen zogen ihre Bewerbungen zurück.

Die offizielle Kandidatenkür erfolgte allerdings erst im August. Auf den wegen der Corona-Krise nach hinten verschobenen Parteitagen wurde erst Joe Biden zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten gekürt. Kurz darauf wurde Präsident Donald Trump, der sich gerade erst einem Impeachment-Verfahren stellen musste, erneut zum Kandidaten der Republikanischen Partei bestimmt.

Termine rund um die US-Wahl 2020: 14. Dezember - Electoral College tritt zusammen

Die in jedem Bundesstaat gewählten Wahlleute bilden das „Electoral College“, das grundsätzlich aus 538 Wahlleuten besteht. Die Wahlleute kommen am Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember in der jeweiligen Hauptstadt zusammen, um ihre Stimme abzugeben. Das ist dieses Jahr der 14. Dezember 2020. Sie bestimmen den Präsidenten sowie den Vizepräsidenten bzw. die Vizepräsidentin. Die Anzahl der Wahlleute pro Bundesstaat ergibt aus der jeweiligen Bevölkerungsdichte.

20. Januar 2021: Amtseinführung des neuen Präsidenten

Die Stimmzettel werden nach der Wahl der Wahlmänner und Wahlfrauen versiegelt und dem Vizepräsidenten in der Funktion als Präsident des Senats übergeben. Erst am 6. Januar 2021 werden in Washington die versiegelten Stimmzettel bei einer gemeinsamen Sitzung des Repräsentantenhauses und des Senats geöffnet und ausgezählt. Der Vizepräsident bzw. der Präsident des Senats ist bei Zählung Vorsitzender und gibt die Ergebnisse der Wahl nun offiziell bekannt.

Die Amtseinführung des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten erfolgt seit 1937 grundsätzlich am 20. Januar. Erst dann darf der neu gewählte Präsident offiziell das Weiße Haus beziehen – entweder Joe Biden oder abermals Donald Trump. (Von Heike Waskow)

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