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Wahlkampf

US-Wahl 2020: Das will Joe Biden anders machen als Donald Trump - Drei Beispiele

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
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Die US-Wahl 2020 nähert sich ihren großen Finale. Joe Biden steht vor dem Sieg und könnte schon bald Präsident sein: Das will er anders als Donald Trump machen. Drei Beispiele.

  • Wer wird neuer US-Präsident: Donald Trump oder Joe Biden?
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  • Alles Wichtige und Ergebnisse zur US-Wahl 2020 im kompakten Überblick.

Washington - Donald Trump hat in seiner vierjährigen Amtszeit als Präsident die USA frei nach seinem Motto „America first“ regiert. Dabei kümmerte es ihn kaum, dass Verbündete sich von den Vereinigten Staaten abwandten oder lang verhandelte, internationale Verträge kurzerhand aufgekündigt wurden. Falls es in den USA zu einem Machtwechsel kommen sollte, vermuten zahlreiche politische Beobachter einen radikalen Politikwechsel. Doch längst nicht alles, was Donald Trump veranlasst hat, würde Joe Biden anders machen - eine Übersicht.

US-Wahl 2020: Das würde Präsident Biden anders als Trump machen

„Das Erste, was ich tun muss, und ich scherze nicht: Wenn ich gewählt werde, muss ich mit den Staatschefs telefonieren und sagen, dass Amerika zurück ist, Sie können auf uns zählen“, kündigte Biden inmitten des Wahlkampfes zur US-Wahl 2020 an. Zwar steht der 77-jährige Joe Biden für frischen Wind im Establishment, jedoch würde er nicht alles auf den Kopf stellen, nur um das Gegenteil Trumps zu tun.

Beispiel 1 - Bündnisse: Der Nato würde ein politischer Umschwung in der US-Politik zweifelsohne guttun. Präsident Donald Trump offenbarte mehrfach Zweifel daran, ob und wie sehr die USA sich noch an ihre militärischen Verpflichtungen gebunden fühlen. Unter Trump entwickelten sich die USA in der Nato mehr und mehr zum Problemfall. Er drohte unter anderem mit einem Bündnisaustritt. Sprich: Wird Biden US-Präsident, kann es nur besser werden.

Auch bezüglich der Vereinten Nationen ist das der Fall. Trump beantragte einen Tag nach seiner Wahl zum US-Präsidenten im Jahr 2016 beispielsweise den Ausstieg aus der Pariser Klimavertrag der UN. Damals fürchtete die internationale Gemeinschaft, dass es eine Kettenreaktion auslösen könnte - diese blieb jedoch aus. Biden kündigte bereits an, dass er dem Klimaabkommen wieder beitreten will. Er strebt an, dass die USA bis zum Jahr 2020 klimaneutral werden.

Beispiel 2 - Weltweiter Handel: Zwischen den USA und der Europäischen Union herrscht seit geraumer Zeit ein ständiger Handelsstreit. Die Vereinigten Staaten verhängten Strafzölle, die EU reagierte darauf mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Weiterhin gibt es US-Sonderzölle auf europäische Importe. Es bleibt zu bezweifeln, ob Biden Trumps Zollpolitik nach der US-Wahl 2020 beendet, unter welchen beispielsweise die Stahlindustrie innerhalb der EU leidet. Biden thematisierte mehrfach in seinen Wahlkampfreden, dass auch er wolle, dass Amerikaner mehr US-Waren konsumieren. „Als Präsident werde ich erst dann neue Handelsabkommen schließen, wenn wir in die amerikanischen Bürger investiert und sie für den Erfolg in der Weltwirtschaft gerüstet haben“, so Biden auf einer Veranstaltung.

Auch in Bezug auf andere wirtschaftliche Partner als die EU bleibt die Prognose eher düster. Die Kommunikation mit Staaten wie Russland oder China sollte auch unter einem möglichen Präsidenten Biden angespannt bleiben. Er betonte zuletzt: „Ich denke, die größte Bedrohung für Amerika ist aktuell Russland, was Angriffe auf unsere Sicherheit und die Spaltung unserer Allianzen angeht. Zweitens denke ich, dass China unser größter Wettbewerber ist.“ Bezüglich China ließ Biden ähnliche Vorwürfe wie Trump verlauten: China attackiere die USA mit Cyber-Angriffen und erhebe unfaire Subventionen.

Joe Biden als US-Präsident: Was der Demokrat anders machen will im Vergleich zu Republikaner Donald Trump nach der US-Wahl 2020. (Symbolfoto)

Beispiel 3 - Politische Weltordnung: Gewinnt Biden die US-Wahl 2020, dürfte die weltweite Demokratie davon profitieren. Erst kürzlich kündigte der 77-Jährige an, dass es einen „Globalen Gipfel für Demokratie“ geben solle. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Als Teil von Bidens frischem Wind könnte das Abkommen, zur Verhinderung einer Atombombe aus dem Iran, neu verhandelt werden. Mit „hartnäckiger Diplomatie und Unterstützung der Partner“ wolle er dieses Thema angehen, so Biden. Falls er das neue politische Oberhaupt der USA wird, stehen mehrere Kandidat:innen hoch als Vizepräsident im Kurs. (Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © Andrew Harnik/AP/dpa

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