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US-Wahl 2020: Joe Biden wendet sich mit eindringlichen Worten an die Nation

  • Marcel Richters
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In Michigan will Donald Trump die Stimmen-Zählung stoppen, in Wisconsin wiederholen lassen. Joe Biden scheint derweil zum Sieger der Wahl zu werden.

  • Bei der Wahl 2020 in den USA* liefern sich Joe Biden* und Donald Trump* weiter ein knappes Rennen.
  • In mehreren Bundesstaaten konnte Joe Biden seine Führung in der Präsidentschaftswahl* zuletzt ausbauen. US-Präsident Donald Trump spricht derweil auf Twitter von Wahlmanipulation, besonders in den Swing States*.
  • US-Wahlen 2020*: Alle Ergebnisse, Hochrechnungen und Nachrichten zu den Entscheidungen in den Vereinigten Staaten im Überblick.

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+++ 22.25 Uhr: Die US-Wahl 2020 biegt auf die Zielgerade ein. Noch sieben Bundesstaaten sind offen. Bislang könnten sowohl Joe Biden seinen Vorsprung verteidigen als auch Donald Trump ein Comeback feiern und im Amt des US-Präsidenten verbleiben. Doch während Donald Trump sich bereits jetzt verhält, als ob er die US-Wahl längst verloren hätte, gibt sich Joe Biden weitaus staatsmännischer.

Joe Biden hat sich am Tag nach der US-Wahl erneut an das amerikanische Volk gewendet. Der ehemalige Vizepräsident der USA agierte dabei aus einer Position der Stärke. Nach der Prognose, dass Biden auch in Wisconsin die Nase vor Donald Trump hat, kann er sich auf einen soliden Vorsprung verlassen.

US-Wahl 2020: Joe Biden gibt sich siegessicher

In seiner Ansprache, die Joe Biden an derselben Stelle hielt, an der er schon die Nominierung der Demokraten für die Kandidatur auf die Präsidentschaft angenommen hatte, erklärte sich Biden nicht zum Gewinner. „Wir sind uns sicher, dass wir die 270 [Wahlleute] erreichen werden“, sagte Biden stattdessen.

Joe Biden in einer Fernsehansprache.

Gleichzeitig betonte Joe Biden, dass er in Präsident für alle sein wolle. „Ich kenne keine blauen oder roten Staaten. Ich kenne nur die Vereinigten Staaten“, sagte der demokratische Herausforderer.

US-Wahl 2020: Donald Trump stellt Forderungen an Fox News

+++ 21.43 Uhr: Das Kampagnenbüro von Donald Trump fordert von dem Sender Fox News* und der Nachrichtenagentur AP, ihr Vorhersagen für Joe Biden in Arizona zurückzuziehen. Das berichtet das Netzwerk disclose.tv. Auch Arizona ist einer der umstrittenen „Swing States“. Dort führt Biden derzeit mit 51 zu 47,6 Prozent gegenüber Trump.

Trump-Team fordert Stopp der Auszählung auch in Pennsylvania

+++ 21.39 Uhr: Während es in Michigan bereits erste Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Donald Trump und Joe Biden gibt, fordert das Trump-Team auch einen Stopp der Auszählung von Wahlzetteln in Pennsylvania. Auch dort soll, wie in Michigan, mangelnde Transparenz in den Wahllokalen der Grund für die Forderung sein. In beiden Staaten hatte Trump mit zunehmender Stimmauszählung an Zustimmung verloren.

Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Trump und Biden

+++ 21.13 Uhr: In Detroit, Michigan, kommt es nach Medienberichten zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Unterstützern von Donald Trump und Joe Biden. Demnach wurde die Polizei zum Auszählungszentrum der Stadt gerufen, um die dortigen Freiwilligen vor Übergriffen zu schützen.

US-Präsident Donald Trump hatte gefordert, die Auszählung in Michigan zu stoppen, da Republikaner keinen Zugang zu den Auszählungen erhalten hätten.

Update von Mittwoch, 04.11.2020, 20.44 Uhr: Donald Trump will die Auszählung von Stimmen bei der US-Wahl in Michigan stoppen. Den Republikanern sei es nicht ermöglicht worden, die Öffnung von Wahlbriefen und Auszählung von Stimmen mitzuverfolgen, erklärte Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien am Mittwoch. Das sei ein Verstoß gegen ein gesetzlich verbrieftes Recht. Die Auszählung soll nach Wünschen von Team Trump so lange gestoppt werden, bis Mitglieder der Republikanischen Partei Zugang zu den Wahllokalen erhalten, in denen die Stimmen ausgezählt werden.

Wer geht als Sieger aus der US-Wahl 2020 hervor und wird US-Präsident? Das Rennen zwischen Donald Trump und Joe Biden ist weiterhin knapp.

Zuletzt hatte sich in Michigan ein möglicher Sieg von Joe Biden abgezeichnet. Nachdem 94 Prozent der Stimmen ausgezählt sind, liegt Biden in Michigan mit 0,8 Prozent vor Donald Trump. Der Staat gilt als „Swing State“. Bei der Wahl 2016 war das Ergebnis dort ebenfalls denkbar knapp. Donald Trump hatte damals gegen Hillary Clinton mit 0,3 Prozent gesiegt.

US-Wahl 2020: Teams von Donald Trump und Joe Biden sammeln Geld für Klagen

Beide Lage haben bereits jetzt angefangen, Geld für einen Rechtsstreit um das Präsidentenamt zu sammeln. Der „Biden Fight Fund“ soll den Amtsanwärter bei seinem möglichen juristischen Kampf um das Amt unterstützen. Donald Trumps Wahlkampfteam versandte bereits E-Mails an Anhänger, in denen um Spenden gebeten wird. Die Demokraten versuchten die Wahl zu stehlen, heißt es in diesen E-Mails. Daher sei es notwendig, die Resultate vor dem obersten Gerichtshof der USA, dem Supreme Court, zu verteidigen.

Erstmeldung von Mittwoch, 04.11.2020, 20.38 Uhr: Washington – Die US-Wahl 2020 und damit das Rennen zwischen Republikaner* Donald Trump und Demokraten* Joe Biden geht in ihre entscheidende Phase. Immer mehr Staaten nähern sich dem Ende der Auszählung der Stimmen. Inzwischen spricht vieles dafür, dass Herausforder Biden am Ende als Wahlsieger feststeht.

Bei der Wahl in den USA entscheidet vor allem die Auszählung der Briefwahlstimmen. Und diese dauert noch an.

Jo Biden baut Führung in US-Wahl 2020 in mehreren Staaten aus

Zuletzt konnte Joe Biden drei von vier Wahlleuten in Maine für sich gewinnen. Dort werden die Stimmen nicht nach dem „Winner-Takes-It-All“-Prinzip vergeben, sondern aufgeteilt. In den Staaten Alaska, Georgia, Nevada, Michigan, Wisconsin, North Carolina und Pennsylvania wird noch gezählt.

In der größten Stadt des Bundesstaates Pennsylvania hat der Leiter der Wahlkommission, Al Schmidt, bereits einen Live-Stream der Auszählung geschaltet, in dem die Helferinnen und Helfer verfolgt werden kann. Die Auszählung der Stimmen werde nicht enden, bevor alle Stimmen ausgezählt sind, so Schmidt. Donald Trump hatte zuvor bereits gefordert, mit dem Zählen der Stimmen aufzuhören, als es so aussah, als sei er der Sieger der US-Wahl 2020.

Donald Trump spricht von Wahlbetrug bei US-Wahl 2020

Derweil setzt das Team Trump auf eine Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin. Dort liegt Joe Biden mit weniger als einem Prozent vor Donald Trump. Der Staat gilt in der US-Wahl als besonders umkämpft. Donald Trump selbst spricht auf Twitter bereits von Wahlmanipulation. In Pennsylvania und anderen Staaten hätte man sich darum gekümmert, sein Vorsprung von rund 500.000 Stimmen „verschwinden zu lassen“. Der Kurznachrichtendienst hat infolge der Äußerungen mehrere von Trumps Tweets als „irreführned“ markiert.

US-Wahl 2020: Ende der Auszählung der Stimmen noch offen

Wann genau die Ergebnisse der US-Wahl für die noch offenen Bundesstaaten kommen, ist derzeit unklar. Möglich ist nach Medienberichten, dass es noch im Laufe des Tages in den USA, also in der Nacht in Deutschland, zu einem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommt. Auf die Stimmen aus dem Bundesstaat Alaska wird wohl noch zu warten sein. Dort sind um 19 Uhr deutscher Zeit rund 36 Prozent ausgezählt. Der Staat wird aber mit relativ großer Sicherheit an die Republikaner gehen, weshalb er im Rennen um die Entscheidung der US-Wahl 2020 keine große Rolle spielt.

Aber auch Nevada wird bis Donnerstag wohl keine weiteren Zahlen bekannt geben. Dort müssen nach Angaben von Behörden noch zehntausende von Stimmzettel ausgezählt werden. (Von Marcel Richters) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Jacquelyn Martin/dpa

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